Steinmeier fordert gemeinsamen Kampf gegen Kriminalität

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Zur Bewältigung der dortigen Flüchtlingskrise werde in der Region eine "große gemeinsame Anstrengung" gebraucht, so Steinmeier. Foto: Britta Pedersen/Archiv

Steinmeier in Mexiko, zweite Station einer Lateinamerika-Reise. Vor den Regierungsgesprächen besucht er ein Flüchtlingsheim. Viele flüchten in der Region vor organisierter Kriminalität.

Mexiko-Stadt (dpa) - Außenminister Steinmeier hat die Staaten Zentralamerikas zu mehr grenzüberschreitender Zusammenarbeit im Kampf gegen die Kriminalität aufgefordert. Zur Bewältigung der dortigen Flüchtlingskrise werde in der Region eine "große gemeinsame Anstrengung" gebraucht, sagte Steinmeier.

"Hier flüchten viele Menschen schlicht und einfach vor Gewalt in ihren Heimatländern." Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks UNHCR werden in diesem Jahr bis zu 400 000 Flüchtlinge in Mexiko erwartet. Die meisten kommen aus Honduras, El Salvador oder Guatemala, wo die organisierte Kriminalität in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat. Viele - aber nicht alle - wollen weiter in die USA.

Mexiko ist für Steinmeier nach Argentinien zweite Station einer Lateinamerika-Reise. Nach Gesprächen mit der Regierung steht am Montag die offizielle Eröffnung eines "Deutschland-Jahrs" in Mexiko auf dem Programm. Das 120-Millionen-Einwohner-Land gehört in der Region seit vielen Jahren zu den engsten Partnern der Bundesrepublik.

Deutschland und Mexiko arbeiten etwa beim Klimaschutz und bei der Begrenzung des Waffenhandels eng zusammen. Auch wirtschaftlich sind die beiden Länder verbunden. Deutschland ist Mexikos fünftgrößter Handelspartner. Im vergangenen Jahr betrug das Geschäftsvolumen rund 17,5 Milliarden US-Dollar.

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