Steinmeier fordert von Russland Waffenruhe für Aleppo-Hilfe

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Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) will mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow in Jekaterinburg über die Krim-Krise beraten. Bei dem Treffen wird es auch um die verzweifelte Lage in der syrischen Stadt Aleppo gehen. Foto: Sergei Chirikov/Archiv

Die Beziehungen zwischen Berlin und Moskau sind nicht die besten. Die Außenminister beider Länder haben jedoch auch internationale Krisen auf ihrer Tagesordnung bei einem Treffen in Jekaterinburg.

Jekaterinburg (dpa) - Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat von Russland eine Waffenruhe für eine humanitäre Hilfsaktion in der syrischen Stadt Aleppo gefordert.

"Ich glaube, die Waffen müssen schweigen, damit die Menschen wenigstens mit dem Notwendigsten versorgt werden können", sagte er am Montag vor russischen Studenten in der Stadt Jekaterinburg. Russland trage dabei eine besondere Verantwortung. An der Diskussion nahm auch Russlands Außenminister Sergej Lawrow teil, mit dem Steinmeier später politische Gespräche über die Krisenherde Ukraine und Syrien führen wollte.

Vor der Kurzvisite in der Hauptstadt der Ural-Region hatte der deutsche Außenminister vorgeschlagen, die bedrängte Zivilbevölkerung in Aleppo aus der Luft zu versorgen. Vergangene Woche hatten die russischen Streitkräfte eine dreistündige tägliche Feuerpause angekündigt, die aber nach Angaben aus den umkämpften Stadtteilen nicht eingehalten wird.

Lawrow sagte, für die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen für Frieden in der Ostukraine sei vor allem die Führung in Kiew verantwortlich. Im Osten der Ex-Sowjetrepublik kämpfen seit 2014 Separatisten, die von Russland massiv militärisch unterstützt werden, und ukrainische Regierungstruppen gegeneinander.

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