News-Ticker nach dem Terror in Würzburg

Axt-Attentat im Zug: Täter chattete offenbar mit dem IS

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Der Axt-Attentäter von Würzburg in seinem IS-Bekenner-Video. 

Würzburg - Nach dem Blutbad in einem Regionalzug bei Würzburg gibt es neue Erkenntnisse: Der Attentäter erhielt offenbar Anweisungen des IS per Chat Wir halten Sie im News-Ticker weiter auf dem Laufenden.

  • Angela Merkel hat ihren Urlaub unterbrochen: In einer Pressekonferenz will sich die Kanzlerin unter anderem zu dem Terroranschlag in Würzburg äußern.
  • In einem Zug bei Würzburg hat ein junger Mann am Montagabend mehrere Fahrgäste mit einer Axt und einem Messer attackiert.
  • Vier Menschen wurde bei dem Angriff schwer verletzt, ein Opfer schwebt noch in Lebensgefahr.
  • Zunächst hieß es, der Täter sei ein 17-jähriger Flüchtling aus Afghanistan, der sich in einem Bekennervideo als IS-Kämpfer inszenierte. Später jedoch kamen Zweifel an seiner Identität auf, da bei ihm offenbar pakistanische Dokumente gefunden worden sind.
  • Am Mittwoch hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen.
  • Bayerns Innenminister Joachim Herrmann fordert strengere Grenzkontrollen und schnellere Asylverfahren.

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+++ Die Leiche des Würzburger Axt-Attentäters wird voraussichtlich in Kürze zur Bestattung freigegeben. „Wenn die Bundesanwaltschaft die Auffassung vertritt, dass sie die Leiche nicht mehr benötigt, dann ist sie freigegeben“, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Würzburg, Bardo Backert, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft sagte auf Nachfrage, die Behörde habe die Leiche nicht beschlagnahmt. Eine endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen soll nach Absprache der beteiligten Behörden am Dienstag fallen.

+++ Das erste der fünf Opfer des Würzburger Axt-Anschlags ist aus dem Krankenhaus entlassen worden. Wie eine Sprecherin des Universitätsklinikums am Montag auf Anfrage sagte, ist die 51 Jahre alte Fußgängerin, die der Täter auf seiner Flucht aus dem Regionalzug angegriffen hatte, zwischenzeitlich entlassen worden. Weitere Angaben machte die Klinik nicht. Die vier Opfer aus Hongkong werden in der Uniklinik weiter behandelt. Ein Mann schwebt weiter in Lebensgefahr.

+++ Die saudiarabische Regierung hat eine umfassende Zusammenarbeit mit Deutschland bei den Ermittlungen nach den Anschlägen von Würzburg und Ansbach angekündigt. Ein ranghoher Regierungsmitarbeiter in Riad sagte dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", die Deutschen sollten bei der Suche nach möglichen Hintermännern der Anschläge unterstützt werden. Demnach sind die saudiarabischen Behörden bereits in Kontakt mit ihren deutschen Kollegen. Per Chat hatte ein IS-Kontaktmann aus Saudi-Arabien dem Attentäter von Würzburg offenbar vorgeschlagen, mit einem Auto in eine Menschenmenge zu fahren.

+++ Laut einem Bericht des "Spiegel" empfing der Attentäter von Würzburg vor seiner Attacke im Zug Anweisungen von mutmaßlichen IS-Mitgliedern in Saudi-Arabien. Dies gehe aus Chatprotokollen hervor. Ein Mitglied des "Islamischen Staats" habe den 17-Jährigen demnach aufgefordert, mit dem Auto in eine Menschenmenge zu rasen. Da er keinen Führerschein hatte, wählte der Attentäter stattdessen den Regionalzug als Tatort.

+++ Die Opfer der Axt-Attacke, die im Würzburger Universitätsklinikum behandelt werden, befinden sich in einem stabilen und gebesserten Zustand. Bei einem Patienten müsse aber aufgrund der Lebensgefahr das künstliche Koma aufrecht erhalten werden, teilte das Klinikum am Samstag mit. Dem Vernehmen nach handelt es sich hierbei um den 62 Jahre alten Vater der Familie. Zwischenzeitlich war auch die 26 Jahre alte Tochter der Familie von Nürnberg nach Würzburg verlegt worden.

+++ Der Axt-Attentäter von Würzburg hat einem Spiegel-Bericht zufolge offenbar versucht, Spuren zu verschleiern. Sowohl die Sim-Karte als auch der Speicher seines beschlagnahmten Handys seien beschädigt, berichtete das Hamburger Magazin am Freitag vorab aus seiner neuen Ausgabe. In Sicherheitskreisen werde davon ausgegangen, dass er das Gerät selbst zertrümmert habe. 

Die Fahnder konnten dem 17-Jährigen dem Bericht zufolge zudem zwei Profile im sozialen Netzwerk Facebook zuordnen. Die dort enthaltenen Informationen sollen demnach mehrere tausend Seiten füllen. 

Flüchtlings-Helferkreis erhält Morddrohungen

+++ Mitglieder des Ochsenfurter Helferkreises für Flüchtlinge erhalten E-Mails mit Hass und Morddrohungen. In einer Mitteilung sprechen Mitglieder des Helferkreises von Menschen, die sie aktuell „beschimpfen und mit Hass überschütten“. Um der Propaganda radikaler Organisationen nicht in die Hände zu spielen, kündigen sie an, „diesen E-Mails weder Raum (zu) geben, noch sie (zu) kommentieren“. Sie wollen an der Seite der Flüchtlinge bleiben. Die Tat sei die eines einzelnen 17-Jährigen gewesen und dürfe nicht allen Geflüchteten zugerechnet werden. Auch die Pflegefamilie trage keine Verantwortung für die Gewalttat. Über die Hass-Mails hatte zuerst die Süddeutsche Zeitung berichtet.

Simone Barrientos, ein Mitglied des Helferkreises, das unter anderem im ARD-Brennpunkt aufgetreten war, bestätigte, dass auch bei ihr Hassbotschaften per E-Mail und Social Media angekommen seien. Unter anderem habe es geheißen „Du bist fällig“. Sie habe deshalb am Donnerstag die Polizei eingeschaltet.

+++ Über die Nationalität des Axt-Attentäters von Würzburg gibt es nach Angaben des Bundesinnenministeriums noch keine endgültigen Ergebnisse. Der Flüchtling sei bereits kurz nach seiner Ankunft in Deutschland im vorigen Jahr polizeilich überprüft worden. Die Bundespolizei habe seine Personalien am 29. Juni 2015 um 03.55 aufgenommen, nachdem er mit einer Reisegruppe über die deutsch-österreichische Grenze gekommen war, hieß es. Der Betroffene sei in Gewahrsam genommen, in Passau polizeilich überprüft und wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise ohne Pass angezeigt worden. Seine angegebenen Personalien und Fingerabdrücke seien dabei auch in die  nationalen Datenbanken eingegeben worden - ohne Ergebnis.

+++ Von den WürzburgerOpfern ist nur noch eines in Lebensgefahr. Das teilte die Würzburger Uniklinik am Freitag mit. Nach Informationen der dpa handelt es sich dabei um den 30 Jahre alten Freund der Tochter aus der Hongkonger Touristenfamilie. Der Zustand des anderen Patienten, der am Donnerstag noch in Lebensgefahr schwebte, habe sich hingegen gebessert und stabilisiert, teilte die Klinik mit. Dabei handelt es sich dem Vernehmen nach um den 62-jährigen Vater der Familie.

+++ Nach der Axt-Attacke warnt das Bundeskriminalamt (BKA) einem Bericht zufolge vor weiteren Anschlägen in der Bahn. In einem aktuellen BKA-Lagebild heißt es dem Focus zufolge, das Verkehrsmittel Bahn unterliege einer "hohen Bedrohungsqualität, die sich jederzeit in einem (erfolgreichen) Anschlag manifestieren kann". Der Gefährdung des Bahnverkehrs und seiner Einrichtungen müsse "weiterhin eine herausgehobene Stellung zugerechnet werden".

Das BKA erwartet dem Focus-Vorabbericht vom Freitag zufolge, dass der Anschlag die rechte Szene "bestärken" werde. Asylbewerber könnten nach dem Würzburger Vorfall "verstärkt in den Zielfokus von Gewaltstraftaten rücken", heißt es demnach in dem BKA-Lagebild. Dabei könnten Rechtsextremisten ihre Angriffe "sowohl außerhalb als auch innerhalb" von Flüchtlingsunterkünften verwirklichen.

+++ Eine Migrationspsychiaterin hat sich in die politische Debatte zum Zusammenhang zwischen Trauma durch Flucht und Radikalisierungsgefahr der Flüchtlinge nach dem Axt-Attenat von Würzburg eingeschaltet. „Diesen Zusammenhang herzustellen, wäre zu pauschal“, sagte eine Mitarbeiterin vom Klinikum Nürnberg der Deutschen Presse-Agentur. „Das wurde auch noch nicht untersucht, und deshalb kann man das nicht behaupten.“ Auch ein größeres Risiko der Radikalisierung oder Beeinflussung durch die Terrormiliz des selbst ernannten „Islamischen Staats“ bestehe nicht.

Axt-Attacke von Würzburg: Die Ereignisse vom Donnerstag

+++ Das Universitätsklinikum Würzburg will in den nächsten Tagen täglich über den Zustand der schwerverletzten Opfer der Axt-Attacke in einem Regionalzug in Würzburg informieren. Es werde bis auf weiteres jeden Tag um 15.00 Uhr eine Pressekonferenz vor dem Eingang des Zentrums Operative Medizin geben, sagte der Ärztliche Direktor der Klinik, Georg Ertl, am Donnerstag. In der Uniklinik werden nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur der 62-jährige Vater der Touristenfamilie aus Hongkong und der 30-jährige Freund der Tochter behandelt. Beide befinden sich noch in Lebensgefahr. Zudem liegt dort die 51-jährige Fußgängerin, die der Täter am Montag auf seiner Flucht angegriffen hatte. Die 26 Jahre alte Tochter der Familie soll ebenfalls in die Klinik verlegt werden.

+++ Auch Bundesjustizminister Heiko Maas warnt nach der Bluttat bei Würzburg davor, die deutsche Integrationspolitik voreilig infrage zu stellen. „Es wäre ein großer Fehler, die Integration jetzt vorschnell für komplett gescheitert zu erklären“, sagte der SPD-Politiker der Bild-Zeitung (Freitag). Bildung und Sprache gehörten im Gegenteil zu den besten Mitteln gegen Radikalisierung.

„Die großeMehrheit der Terroristen, die Anschläge in Europa verübt haben, sind hier aufgewachsen“, betonte Maas. „Sie sind nicht als Flüchtlinge zu uns gekommen. Jetzt alle Flüchtlinge pauschal unter Generalverdacht zu stellen, würde den Integrationsprozess weiter erschweren.“ Es bestehe kein Grund zur Panik. „Dennoch ist klar: Deutschland bleibt weiter ein mögliches Anschlagsziel. Und wir müssen auch ehrlich sagen: Der Terror kann uns leider genauso wie andere Länder immer und überall treffen."

+++ Bei Hinweisen auf eine islamistische Radikalisierung sollen sich Flüchtlingshelfer und Betreuer künftig rasch an die staatlichen Beratungsstellen zu wenden. Dazu hat Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) nach dem Axt-Attentat von Würzburg nun aufgefordert. Die Beratungsstelle Radikalisierung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sei in solchen Fällen die richtige Adresse, so der Innenminister. Das vermeldet die Katholischen Nachrichtenagentur. Während er die Arbeit der Ehrenamtler und Pflegefamilien lobte, sagte de Maiziere im Berliner Tagesspiegel: „Klar ist aber auch, dass wir alle aufeinander achten sollten und dass bestimmte Entwicklungen nur im engeren Umfeld eines Menschen wahrgenommen werden können.“ Dennoch sei es ein „fataler Fehler“, nun „alle Flüchtlinge unter Generalverdacht“ zu stellen, warnte de Maiziere.

+++ Die Uni-Klinik in Würzburg kann derweil leichte Entwarnung geben, was den Zustand der Opfer betrifft. Zwei der vier Opfer der Axt-Attacke schweben zwar weiter in Lebensgefahr, jedoch sei ihr Zustand „im Wesentlichen stabil“.

+++ Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius springt seinem bayerischen Amtskollegen Joachim Herrmann zur Seite und fordert ebenfalls, dass Flüchtlinge in Deutschland möglichst schnell erkennungsdienstlich behandelt werden sollen. Es müsse verhindert werden, dass jemand über längere Zeit mit einer falschen Identität hierzulande lebe, sagte der SPD-Politiker im ZDF-Morgenmagazin. Pistorius räumte aber ein, dass sich auch Flüchtlinge mit echter Identität radikalisieren könnten.

+++ Langsam wird immer deutlicher, wie schrecklich die Szenen nach der brutalen Axt-Attacke bei Würzburg wirklich gewesen sein müssen. Eine Anwohnerin der Straße in Heidingsfeld, in der der 17-jährige Täter eine Passantin mit einer Axt angegriffen hat, sagte der Main Post. "Die Bilder dieser Nacht sind in meinem Kopf. Ich werde sie nicht los." Sie war die Erste, die der schwerst verletzten Frau auf der Straße zur Hilfe gekommen ist. Sekunden zuvor hatte die Anwohnerin, die nicht namentlich genannt wird, einen jungen Mann, den Täter, an ihrem Garten vorbei spazieren sehen. Ohne jede Eile, obwohl er Minuten zuvor eine Familie aus Hongkong in dem Regionalzug mit Axt und Messer angegriffen hatte. "Er ist gegangen, nicht gerannt", beschreibt die Anwohnerin die Momente vor dem Angriff. Kurz darauf habe sie Schreie gehört, schreckliche Schreie.

Ihr Sohn, der im Stockwerk über ihr aus dem Fenster geschaut hat, schrie plötzlich: "Da schlägt einer mit dem Beil auf die Nachbarin ein", sagte die Frau gegenüber der Main Post. Daraufhin sei sie sofort zu ihrer verletzten Nachbarin gelaufen, auch wenn ihre jetzt bewusst ist, dass sie sich damit selbst in Gefahr gebracht hat: "Nichts bereitet einen auf eine solche Situation vor. Man handelt einfach. Das hätte doch wohl jeder gemacht." 

Als sie schließlich bei ihrer Nachbarin ankam, sei diese blutüberströmt auf dem Boden gelegen, die Axt-Wunde im Gesicht sei deutlich zu sehen gewesen. Die Frau sei trotz der schweren Verletzungen noch bei Bewusstsein gewesen. Eine Bitte hatte die verletzte Frau an die Ersthelferin: „Sie hat mich gebeten: ,Kümmere dich um meinen Sohn. Kümmere dich um den Hund'“, erzählte die Anwohnerin der Main Post.

+++ Im Kampf gegen die Propaganda von Terrororganisationen will Bundesinnenminister Thomas de Maizière Internet-Dienstleister stärker in die Verantwortung nehmen. „Wir wollen, dass die Provider selbst eine Haftung und Verantwortung dafür übernehmen, wenn Straftaten in ihrem Netz stattfinden“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin. Anleitungen zum Bombenbauen oder Aufstachelungen zum Hass sollten aus dem Netz verschwinden, forderte de Maizière mit Blick auf den Axt-Angriff eines Flüchtlings in Würzburg.

Zugleich räumte der Minister dabei Schwierigkeiten ein. Anbieter beriefen sich etwa auf ihre Neutralität oder die Meinungsfreiheit. Provider säßen oft auch nicht in Deutschland - man sei mit ihnen aber intensiv im Gespräch.

+++ Strengere Grenzkontrollen hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann nach der Bluttat von Würzburg noch am Mittwochabend im BR gefordert. Zudem verlangte der CSU-Politikerschnellere Verfahren beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg. Der Täter, der in dem Regionalzug fünf Menschen mit einer Axt schwerst verletzt hat, sei bereits im Juni 2015 nach Deutschland eingereist. Sein Asylverfahren sei seitdem aber nicht vorangekommen: „Er ist nicht angehört worden. Es sind auch keine Fingerabdrücke genommen worden“, kritisierte Herrmann.

+++ Der Attentäter von Würzburg hat vor der Tat auf Facebook eine letzte Hassbotschaft hinterlassen. Wie Bild berichtet, schrieb Riaz Khan Ahmadzai am Montag um 15.13 Uhr: „Wer Sympathien für die Feinde des Islams und der Einzigartigkeit Allahs hegt, sich mit ihnen solidarisiert, ist kufr.“ Kufr ist ein Kampfbegriff der Dschihadisten-Miliz IS und bezeichnet Ungläubige. Der Post ist in einer pakistanischen Amtssprache verfasst, was wiederum dafür sprechen könnte, dass der Attentäter nicht wie von ihm angegeben aus Afghanistan kommt. 

+++ Nach den Anschlägen von Nizza und Würzburg hat die europäische Polizeibehörde Europol vor weiteren terroristischen Attacken in Europa gewarnt. Anschläge von Einzeltätern wie in Nizza und Würzburg seien eine „bevorzugte Taktik“ der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie auch von Al-Kaida, heißt es in einer Analyse, am Mittwoch in Den Haag veröffentlichtet worden ist. „Beide Bewegungen haben mehrfach Muslime in westlichen Ländern aufgerufen, individuelle Anschläge in ihrem Wohnland zu verüben.“ Die Angriffe zeigten laut Europol auch, dass solche Einzeltäter kaum rechtzeitig aufzuspüren und Anschläge zu verhindern seien. Die Terrorismus-Experten von Europol analysierten die Anschläge von Orlando, Nizza, Magnanville und Würzburg.

+++ Auch wenn der IS die Verantwortung für die jüngsten Anschläge übernommen hatte, sehen die Experten keinerlei direkte Verbindung. Es gebe keine Beweise, dass der IS diese vier Anschläge „geplant, logistisch unterstützt oder direkt ausgeführt“ habe. Es gebe auch keine Beweise, dass die Attentäter tatsächlich aktiv einer IS-Gruppe angehörten.

In unserem Ticker der vergangenen Tage können Sie alles Wichtige zum Terroranschlag in Würzburg nachlesen.

kg/pak/dpa

+++ Zwei Tage nach der Axt-Attacke in einem Zug bei Würzburg haben syrische Flüchtlinge in der Würzburger Innenstadt demonstriert. Damit wollten sie sich von dem Angriff des 17-Jährigen distanzieren. Ihrer Kundgebung gaben sie das „Nicht in meinem Namen“, sagten Sprecher von Veranstaltern und Polizei. Nach Angaben der Veranstalter nahmen rund 50 Menschen bei der Protestaktion teil, laut Polizei waren es 25. Die Flüchtlinge aus Ochsenfurt und Würzburg hätten die Demonstration selbst und auf eigene Initiative organisiert, sagte eine Sprecherin des Ochsenfurter Helferkreises.

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