Strauchelnder Präsidentschafts-Kandidat 

„Müll“ und „Abschaum“: Trump legt sich mit US-Medien an

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Donald Trump.

Fairfield - Gefühlt kein Tag vergeht ohne Negativ-Schlagzeilen von Donald Trump. Der republikanische Kandidat für das Amt des US-Präsidenten hat mit gewohnt markigen Worten seine Angriffe gegen die US-Medien verschärft.

Offenbar frustriert über sinkende Umfragewerte warf Trump ihnen bei einem Wahlkampfauftritt am Samstag in Connecticut erneut einseitige Berichterstattung vor: „Ich trete nicht gegen die betrügischere Hillary an, sondern gegen die betrügerischen Medien“, sagte der Präsidentschaftskandidat.

Vor allem die „New York Times“ nahm er sich vor. Die Zeitung sei „wirklicher Müll“ und „gehe den Bach herunter“, sagte Trump. Sie versage zusehends, verliere jede Menge Geld und werde bald dichtmachen müssen. Anlass für Trumps Auslassungen war offensichtlich ein Bericht des Blattes am Samstag über die fehlschlagenden Bemühungen im Trump-Lager, den Kandidaten im Zaum zu halten. Trump sei privat häufig "mürrisch und launisch", war zu lesen. Aus dem Umfeld von Trumps Wahlkampfteam zitierte das Blatt Republikaner, die sagten, er sei "erschöpft, frustriert und noch immer verwirrt" über politische Vorgänge.

Aber auch der Sender CNN bekam sein Fett weg. Er sei „unehrlich“, ein „Abschaum“, „verabscheuungswürdig“, sagte Trump. „Und wisst ihr, warum seine Einschaltquoten stark heruntergehen? Weil ich mich weigere, (von CNN) interviewt zu werden.“

Am Sonntag legte Trump auf Twitter nach: "Die Medien berichten nicht ordentlich über meine Wahlkampfveranstaltungen", schrieb er."Sie diskutieren nie die eigentliche Botschaft und zeigen nie die große Menschenmenge oder die Begeisterung." 

In einer von vielen weiteren Twitter-Botschaften zu dem Thema ergänzte Trump: "Es ist nicht 'Pressefreiheit', wenn Zeitungen und andere sagen und schreiben dürfen, was sie wollen, obwohl es komplett falsch ist."

Bereits am Freitag hatte der Milliardär bei einem Auftritt in Pennsylvania auf eine Reihe von Journalisten im Saal gezeigt und gesagt: „Sie sind die niedrigste Lebensform. Sie sind die niedrigste Form der Menschheit.“

Trumps Medienschelte ist allerdings nicht neu: Er wirft Journalisten schon seit Monaten vor, nicht fair über seinen Wahlkampf zu berichten, bestimmte Journalisten griff er verbal hart an. Für den Fall seines Siegs bei der Präsidentschaftswahl kündigte er an, Klagen gegen Medien erleichtern zu wollen.

dpa/afp

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