Auch Klimaabkommen wackelt dann

Trump als Präsident: "Ich würde mit Kim Jong Un sprechen"

+
Donald Trump (li.) würde sich als US-Präsident wohl an einen Tisch mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un setzen.

New York - Der Lautsprecher wird konkreter. In einem Interview verrät der designierte Kandidat der Republikaner seine Pläne im Falle seiner Wahl zum Präsidenten. Trumps Pläne dürften die westlichen Partner gemischt sehen.

Der Immobilienmilliardär Donald Trump würde als US-Präsident mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un reden. "Ich würde mit ihm sprechen, ich hätte kein Problem damit, mit ihm zu sprechen", sagte Trump am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters in einem Interview. Um den Konflikt auf der koreanischen Halbinsel zu lösen, würde Trump demnach auch auf Nordkoreas einzigen Verbündeten China Druck ausüben.

"China kann das Problem mit einem Treffen oder einem Telefonat lösen", sagte Trump in dem Interview. Er würde daher "viel Druck" auf China ausüben, "weil wir wirtschaftlich enorme Macht über China haben", sagte der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner.

Radikaler Kurswechsel in der Nordkorea-Politik

Würde Trump seine Ankündigung wahr machen, wäre dies ein radikaler Kurswechsel in der Nordkorea-Politik der USA. Washington unterhält seit dem Ende des Koreakriegs 1953 keine diplomatischen Beziehungen zu Pjöngjang und versucht bisher, das kommunistische Land mit harten Sanktionen und internationaler Isolierung von seinem Atomprogramm abzubringen.

Trump sprach sich in dem Interview außerdem dafür aus, das Klimaabkommen von Paris neu zu verhandeln. Er sei "kein großer Fan" des Abkommens, sagte Trump. Es sei für die USA unfair und bevorzuge Länder wie China. Daher werde er sich das Abkommen "sehr, sehr genau" anschauen und es "mindestens" neu verhandeln.

Das sieht das Klimaabkommen vor

Das im Dezember von mehr als 170 Staaten vereinbarte Abkommen sieht vor, die Erderwärmung auf ein beherrschbares Maß von möglichst 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Damit der Vertrag in Kraft treten kann, müssen ihn mindestens 55 Staaten ratifizieren, die zusammen mindestens 55 Prozent des weitweiten Treibhausgasausstoßes verursachen. Besonders heikel ist das Verfahren in den USA, weil der von den Republikanern dominierte Kongress das Abkommen ablehnt.

afp

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.