Anschlag der PKK?

Türkei: Bombe tötet Kind und zwei Polizisten

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Die Autobombe explodierte vor einem Polizeigebäude.

Diyarbakir - Bei einem Anschlag auf die Polizei im Südosten der Türkei sind am Montag zwei Polizisten und ein Kind getötet worden. Steckt die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) dahinter?

Die Autobombe explodierte am Montag nahe der Kurdenmetropole Diyarbakir vor einem Polizeigebäude, wie das örtliche Gouverneursbüro mitteilte. Außer den drei Todesopfern habe es 25 Verletzte gegeben, darunter fünf Polizisten. Die Behörden machten die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) für den Anschlag verantwortlich.

Fernsehbilder zeigten, mit welcher Wucht die Bombe detonierte: Das dreistöckige Polizeigebäude lag vollständig in Trümmern, in den Boden war ein riesiger Krater gerissen. Erst am Mittwoch waren in der Region bei zwei fast zeitgleichen Bombenanschlägen, die ebenfalls der PKK zugeschrieben wurden, acht Menschen getötet worden.

Im Juli 2015 war nach zweieinhalb Jahren der Waffenstillstand zwischen der PKK und der türkischen Regierung zerbrochen. Seitdem wurden hunderte Sicherheitskräfte bei Angriffen der PKK getötet. Die türkische Armee ging ihrerseits mit aller Härte gegen die PKK im Südosten des Landes vor, um die Kämpfer aus den Städten zu vertreiben. Nach dem gescheiterten Militärputsch von Mitte Juli kündigte die Regierung in Ankara an, den Kampf gegen die PKK unvermindert fortzusetzen. Seit 1984 wurden in dem Konflikt zwischen der PKK und der türkischen Regierung rund 40.000 Menschen getötet.

afp

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