Disco-Türsteher: Tödlicher Treppensturz von Gast war Unfall

Frankfurt. Der tödliche Treppensturz eines Gastes in einer Frankfurter Diskothek war nach Aussage eines beschuldigten Türstehers ein Unfall.

Er habe den Mann nach einem Streit um den verweigerten Zugang lediglich von sich fort geschoben, sagte der angeklagte 33-Jährige am Freitag vor dem Landgericht Frankfurt aus. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Totschlag vor.

Die beiden Männer hatten sich an einem späten Abend im August vergangenen Jahres gestritten, weil sich der stark betrunkene Gast über die Abweisung an der Tür beschwert habe. Der 36-Jährige sei sehr aggressiv geworden, sagte der Türsteher zum Prozessbeginn. Auf der Treppe habe er das Gleichgewicht verloren und sei mehrere Stufen hinuntergestürzt. Nach einigen Tagen erlag der Mann seinen Kopfverletzungen.

„Wir haben alle gehofft, dass er wieder zu sich kommt“, sagte auch ein Kollege des Türstehers, der als Zeuge aussagte. „Normalerweise rufen wir vor körperlichen Auseinandersetzungen immer die Polizei.“ Die Anklage geht gleichwohl von einem bedingten Tötungsvorsatz des Angeklagten aus, als er sein späteres Opfer gestoßen habe.

Die Schwurgerichtskammer will an drei weiteren Tagen und bis Mitte April über den Vorfall verhandeln. (dpa)

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