US-Wahl 2016 im News-Blog

"Early Voting" und Briefwahl: US-Präsidentenwahl läuft an

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Schon jetzt können sich die US-Bürger entscheiden: Wählen sie den Republikaner Donald Trump oder die Demokratin Hillary Clinton? 

Washington - An diesem Freitag beginnt in den USA das sogenannte "Early Voting" und die Briefwahl. Wahlberechtigt sind theoretisch rund 200 Millionen Menschen. Alle News des US-Vorwahlkampfs im News-Blog.

Update vom 26. September 2016: Heute Nacht um 2.45 Uhr wird es spannend, dann stehen sich die US-Präsidentschaftskandidaten im 1. TV-Duell gegenüber. Wir berichten von der Debatte zwischen Trump und Clinton im Live-Ticker.

Update vom 25. September 2016: Wer wird der Nachfolger von Barack Obama und somit der Präsident der Vereinigten Staaten? Das erste TV-Duell der beiden Kandidaten steht bevor. In unserem TV-Guide erfahren Sie, wie Sie das TV-Duell zwischen Donald Trump und Hillary Clinton live im TV und Live-Stream sehen.

  • Seit 8. Februar laufen in den USA die Vorwahlen zur Präsidentschaftskandidatenauswahl. Die Präsidentschaftswahl selbst findet im November statt. 
  • Donald Trump setzte sich bei den Republikanern durch. Am 19. Juli nominierten ihn die Republikaner offiziell zum Kandidaten. 
  • Bei den Demokraten wurde Hillary Clinton als Kandidatin nominiert. Die ehemalige First Lady und Außenministerin bekam die Mehrzahl der Delegiertenstimmen auf dem Parteitag. 
  • Mit Evan MCMullin geht ein unabhängiger republikanischer Präsidentschaftskandidat in das Rennen ums Weiße Haus.

<<< AKTUALISIEREN >>>

+++ Das erste TV-Duell zwischen den Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Hillary Clinton findet in der Nacht auf Dienstag statt. Wir haben bereits zusammengefasst, was Sie zum US-TV-Duell zwischen Donald Trump und Hillary Clinton wissen müssen.

+++ Die provokante Talkshow-Parodie "Between Two Ferns" von "Hangover"-Star Zach Galifianakis ist Kult. Jetzt hat sich Hillary Clinton dorthin getraut - tat sich damit aber keinen Gefallen. Schon nach wenigen Minuten bereute sie es, sich den bizarren Fragen des Moderators ausgesetzt zu haben.

+++ An diesem Freitag beginnt in mehreren US-Bundesstaaten wie Minnesota, South Dakota oder Vermont das so genannte Early Voting. 37 Bundesstaaten und die Hauptstadt werden in den kommenden Wochen die frühe persönliche Stimmabgabe für den nächsten US-Präsidenten oder Briefwahl erlauben.

Eigentlicher Wahltermin in den USA ist der 8. November. 2012 gab ein gutes Drittel aller Wähler in den USA seine Stimme vor dem eigentlichen Wahltermin ab. 2016 könnten es noch mehr werden. In einem kleinen Bezirk Wisconsins läuft das Early Voting es bereits.

Auch wichtige Schlüsselstaaten wie Ohio und Florida erlauben frühes Wählen, das kann sich auf den Wahlausgang auswirken: Die Parteien können ihre Ressourcen an internen Umfragen ausrichten.

Wahlberechtigt sind theoretisch rund 200 Millionen Menschen. Die Wahlbeteiligung in den USA ist aber meist sehr niedrig. Das liegt auch daran, dass viele Hürden überwunden werden müssen, bevor man sich überhaupt als Wähler registrieren lassen kann. In 27 Staaten gibt es keine Briefwahl.

Stars werben für Hillary Clinton

+++ "Avenger"-Regisseur Joss Whedeon hat die Schauspieler der "Avenger" mobilisiert und ein Video erstellt, in dem Stars wie Robert Downey Jr., Scarlett Johansson, Mark Ruffalo und viele mehr die US-Amerikaner zum Wählen auffordern. Und sie machen deutlich: Die Wähler sollen sich gegen den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump entscheiden. 

+++ Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat einem Bericht zufolge Ordnungsgelder von seiner karitativen Stiftung zahlen lassen. Wie die Zeitung "Washington Post" am Dienstag berichtete, beglich die Stiftung Rechnungen für Trump in Höhe von insgesamt 258.000 Dollar (231.000 Euro), obwohl sie steuerrechtlich nur karitativen Zwecken dienen darf.

Unter anderem habe die Stiftung im Jahr 2007 100.000 Dollar an einen Veteranenverband gezahlt, nachdem Trump in einem Streit mit der Stadt Palm Beach einen Vergleich erzielt hatte, berichtete die Zeitung. Dabei sei es um eine zu hohe Fahnenstange auf einem seiner Grundstücke gegangen.

Die "Washington Post" analysierte in den vergangenen Wochen die Finanzen der Stiftung und fand nach eigenen Angaben heraus, dass Trump selbst seit 2009 keinen Dollar mehr an die Stiftung zahlte. Stattdessen werde sie durch Spenden Dritter finanziert. Gleichzeitig zahle die Stiftung für Dinge, die allein Trump oder seinen Unternehmen zugute kamen - wie ein für 20.000 Dollar ersteigertes Porträt des Geschäftsmannes.

Trump ruft zu Gewalt gegen Hillary Clinton auf

+++ Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Miami im Bundesstaat Florida forderte Trump am Freitag vor rund 4000 Anhängern, Clintons Leibwächter müssten ihre Waffen ablegen - dann könne man "sehen, was mit ihr passiert". Er spielte offenbar auf Clintons Kritik an den US-Waffengesetzen an.

"Ich denke, ihre Leibwächter sollten alle Waffen niederlegen", sagte der Immobilienmilliardär vor dem jubelnden Publikum. "Ich denke, sie sollten sich entwaffnen. Sofort", fügte er hinzu. "Was denkt Ihr? Ja? Nehmt ihre Waffen weg. Sie will keine Waffen. Nehmt sie. Lasst uns sehen, was mit ihr passiert. Nehmt ihre Waffen weg. Okay, es wird sehr gefährlich sein." Sowohl der Republikaner Trump als auch die Demokratin Clinton haben Personenschützer des Secret Service.

Clintons Wahlkampfmanager Robby Mook verurteilte Trumps Äußerungen scharf. Dieser rufe immer wieder zu Gewalt auf, erklärte Mook. Seine Äußerungen sollten "für einen Präsidentschaftskandidaten tabu sein". "Egal, ob er Demonstranten bei einer Versammlung provozieren wollte, oder ob es ein Witz sein sollte, es ist eine inakzeptable Eigenschaft für jemanden, der Oberbefehlshaber der Streitkräfte werden will", erklärte Mook.

+++ Die Demokratin Hillary Clinton und der Republikaner Donald Trump werden bei der ersten Fernsehdebatte zur US-Präsidentschaftswahl in zehn Tagen zu zweit sein. Kein dritter Kandidat qualifizierte sich für die Debatte, die am 26. September an der Universität Hofstra bei New York stattfindet, wie das unabhängige Organisationskomitee am Freitag mitteilte. Auch der libertäre Kandidat Gary Johnson erreichte nicht die nötige Zustimmungswerte in den Umfragen, um zugelassen zu werden.

Miley Cyrus will nach Australien auswandern, wenn Trump Präsident wird

+++ Jahrelang hatte Donald Trump behauptet, US-Präsident Obama sei nicht in den USA sondern in Kenia geboren worden. Jetzt gab er erstmals zu, dass dies nicht der Fall ist

+++ Miley Cyrus will nach Australien auswandern, wenn Donald Trump Präsident wird. Im Interview mit dem "Münchner Merkur"-Reporter Dierk Sindermann sagte der Teeniestar, sie sei dankbar, dass ihr Verlobter Liam Hemsworth dort wohne und sie bei ihm bleiben könne. Das gesamte Interview ist hier nachzulesen.

+++   Perücke oder echt? Die eigenartige Gelbstich-Frisur von Donald Trump stand am Donnerstag im Mittelpunkt der populären Late-Night-Show des Starmoderators Jimmy Fallon, wo der republikanische US-Präsidentschaftskandidat zu Gast war. "Darf ich einmal durch Ihr Haar wuscheln?" fragte Fallon plötzlich. Schließlich sei dies die letzte Gelegenheit für ihn, sich ihm auf diese Weise zu nähern, sollte der Immobillienmilliardär die Präsidentenwahl am 8. November gewinnen.

Der Kandidat grinste und ließ Fallon gewähren. Dieser griff daraufhin beherzt in den Haarschopf des 70-Jährigen und rüttelte kräftig daran - ohne dass etwas herunterfiel. Spekulationen um die Echtheit seines Haares dürften nun verstummen. Allerdings wurde Fallon anschließend auf den sozialen Netzwerken scharf für sein unkritisches Interview attackiert. 

Hillary Clinton ist wieder zurück auf der Bühne

+++ Hillary Clinton ist nach ihrer Lungenentzündung wieder in den Wahlkampf eingestiegen. Es sei ein Geschenk gewesen, mal eine Auszeit zu haben, sagte die demokratische Präsidentschaftskandidatin am Donnerstag bei einer Rede in Greensboro (North Carolina). „Selbst ich musste mir eingestehen, dass ein bisschen Ruhe wahrscheinlich mal gut tut.“

Sie habe die Zeit genutzt, um nachzudenken. „Es hat mir geholfen, mich darauf zu besinnen, worum es bei dieser Kampagne geht.“ Clinton nutzte den Auftritt, um über Probleme des US-Gesundheitssystems zu sprechen. Millionen Amerikaner könnten es sich nicht leisten, krankheitsbedingt nicht zur Arbeit zu gehen, sagte sie. Viele hätten zudem noch immer keine Krankenversicherung, weil es zu teuer sei.

Bei der 68-Jährigen war am Freitag eine Lungenentzündung diagnostiziert worden. Sie musste deswegen am Sonntag eine Gedenkveranstaltung frühzeitig verlassen.

+++ Donald Trumps parteiinterner Kritiker Paul Ryan hat dem Immobilienmilliardär die Veröffentlichung seiner Steuerunterlagen empfohlen. „Ich habe meine veröffentlicht, ich denke, er sollte seine auch veröffentlichen“, sagte Ryan am Donnerstag in Washington. „Ich überlasse es ihm, wann er gedenkt, das zu tun“, betonte Ryan, der Vorsitzender des Repräsentantenhauses und derzeit mächtigster Politiker bei den Republikanern in den USA ist.

Der Streit um Trumps Steuerunterlagen tobt seit Monaten in den USA. Dort ist es für Präsidentschaftskandidaten eine lange Tradition, ihre Steuerunterlagen zu veröffentlichen und dem Volk damit Einblick in ihre Verdienstsituation zu geben. Trump weigert sich jedoch beharrlich, der Tradition zu folgen.

Trump begründet sein Zögern damit, dass gegenwärtig eine Steuerprüfung der Finanzbehörden laufe. Das Finanzministerium hatte jedoch erklärt, dies sei kein Grund, der gegen eine Veröffentlichung spreche. Experten vermuten dagegen, dass Trump möglicherweise Geschäfte mit russischen Investoren oder Firmenverlagerungen in Billiglohnländer verheimlichen will.

Trump und Clinton fast gleichauf

+++ Die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und ihr republikanischer Rivale Donald Trump liegen laut der jüngsten Umfrage in der Wählergunst nahezu gleichauf: Jeweils rund 42 Prozent der Wähler äußerten die Absicht, für Clinton beziehungsweise für Trump zu stimmen, wie die am Donnerstag veröffentlichte Umfrage für den Sender CBS und die "New York Times" zeigte. Die Wahl wird am 8. November abgehalten.

Die Begeisterung im Lager Clintons ließ gegenüber dem Vormonat deutlich nach. Hatten im August noch 77 Prozent der eingeschriebenen demokratischen Wähler gesagt, sie seien recht begeistert oder sehr begeistert von der Kandidatin, so waren es neuerdings nur noch 64 Prozent. Der Prozentsatz der stark Begeisterten lag im Clinton-Lager nun bei 36, während er im Lager Trumps mit 43 deutlich darüber lag.

Für die Umfrage wurden die Angaben von 1753 US-Bürgern ausgewertet. Sie wurde zwischen dem 9. und 13. September abgehalten. Ein Teil der Wähler war also möglicherweise schon von den Nachrichten über einen Schwächeanfall beeinflusst, den Clinton bei der Gedenkfeier für die Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York erlitt.

Wie gesund sind die Präsidentschaftskandidaten?

+++  Nach Hillary Clinton hat nun auch ihr Gegenkandidat Donald Trump seine Gesundheitsakte geöffnet. Wenig überraschend attestiert sein langjähriger Arzt Harold Bornstein dem 70-Jährigen, in „glänzender körperlicher Verfassung“ zu sein. Trump rauche nicht und trinke keinen Alkohol, habe einen leicht erhöhten Blutfettwert und sei mit 107 Kilogramm bei 1,90 Meter Körpergröße ein bisschen zu dick, heißt es in dem Brief, der der „Washington Post“ am Donnerstag vorlag.

Insgesamt sei er aber völlig gesund. Er nehme ein paar Mittelchen gegen erhöhte Cholesterinwerte und vorsichtshalber eine niedrige Dosis Aspirin. Der Brief verschweigt mögliche Gesundheitsprobleme in der Vergangenheit und ist nur ein Ausschnitt aus der Gesundheitsakte. Trump diskutierte seine Gesundheit öffentlich in einer Fernseh-Talkshow, die am Donnerstagabend ausgestrahlt werden sollte.

Bornstein, eine schillernde Figur unter New Yorks Medizinern, hatte Trump in einem umstrittenen Brief bereits zuvor attestiert, der republikanische Kandidat wäre der „gesündeste Kandidat, der jemals in das Präsidentenamt gewählt werde“. Später räumte Bornstein ein, diesen Brief habe er in nur fünf Minuten geschrieben, während vor der Praxistür Trump-Vertraute warteten.

+++ Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton ist nach Einschätzung ihrer Ärztin gesundheitlich fit für das höchste Amt im Staat. Das geht aus einer Stellungnahme der Medizinerin Lisa Bardack hervor, die Clintons Kampagne am Mittwoch veröffentlichte. Die Demokratin musste ihren Wahlkampf in den vergangenen Tagen unterbrechen, weil sie an einer Lungenentzündung erkrankt war.

In einer zweiseitigen Erklärung bescheinigte ihre Ärztin Clinton nun, gesund zu sein. Bei mehreren Routineuntersuchungen in diesem Jahr seien ihre Blutwerte stabil gewesen. Clinton hatte zuletzt im Juli 2015 Informationen zu ihrem Gesundheitszustand veröffentlicht.

Die Lungenentzündung war am vergangenen Freitag diagnostiziert worden. Clinton erhole sich gut von der Erkrankung, erklärte Bardack. Sie nehme deswegen noch Antibiotika und ruhe sich aus. Die Demokratin wollte am Donnerstag wieder in den Wahlkampf einsteigen.

+++ Trump will im Fall seines Wahlsiegs auch dafür sorgen, dass Familien Betreuungskosten für Kinder bis 13 Jahre von der Steuer absetzen können. Arme Familien, die nicht von den Steuervorteilen profitieren, sollen seinen Plänen zufolge weniger für die Kinderbetreuung zahlen müssen. Trump will nach eigenen Angaben zudem "Anreize" schaffen, damit mehr Unternehmen mehr Betriebskindergärten anbieten.

Hillary Clinton muss Reise wegen Lungenentzündung absagen

+++ Nach ihrer Erkrankung an einer Lungenentzündung hat US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton Medienberichten zufolge eine geplante Reise nach Kalifornien abgesagt. Die Demokratin habe Wahlkampfauftritte am Montag und Dienstag in San Francisco und Los Angeles abgesagt, berichteten örtliche Medien am späten Sonntagabend (Ortszeit) übereinstimmend unter Berufung auf Clintons Team.

Die 68-Jährige hatte am Sonntag eine Gedenkfeier zum 15. Jahrestag der Anschläge vom 11. September wegen Unwohlseins vorzeitig verlassen müssen. Später teilte Clintons Ärztin mit, dass bei der Politikerin bereits am Freitag eine Lungenentzündung festgestellt worden sei.

+++ Das Militär hat auch für den Wahlkampf in den USA eine immense Bedeutung: Nachdem Donald Trump am Dienstag mit einer Namensliste von 88 ihn unterstützenden Ruhestands-Generälen aufgetrumpft hatte, setzte Hillary Clinton am Mittwoch nach. Ihre Wahlkampfzentrale präsentierte eine Liste mit sogar 95 Generälen a.D., die sich für Hillary Clinton als zukünftige Präsidentin und Oberbefehlshaberin der Streitkräfte aussprachen.

„Hillary Clinton ist die einzige Kandidatin, die die Erfahrung hat, den Charakter, die kritische Denke und die Führungsfigur auf Augenhöhe ist, die Amerikas Sicherheit gewährleisten kann und unsere Zusammenarbeit mit unseren Partner aufrechterhält“, sagte General Lloyd Newton stellvertretend für die Gruppe.

Trump erneuert Bewunderung für Putin

+++ US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat sich beeindruckt von den Führungsqualitäten von Kreml-Chef Wladimir Putin gezeigt. An dem russischen Präsidenten schätze er, dass dieser "sehr starke Kontrolle über sein Land hat", sagte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) bei einem TV-Forum zur Sicherheitspolitik, an dem auch Gegenkandidatin Hillary Clinton teilnahm. Putin sei US-Präsident Barack Obama an Führungskraft weit überlegen, sagte Trump.

Russland habe "ein ganz anderes System, und ich mag dieses System nicht besonders", räumte Trump ein. Mit Blick auf Putin fügte er hinzu: "Aber in diesem System ist er der klare Anführer - sehr viel mehr, als unser Präsident ein Anführer war."

Mit seinen wiederholten Ehrbezeugungen für Putin hat Trump auch in der eigenen Partei Kritik hervorgerufen. Putin seinerseits hatte Trump, der das Verhältnis zu Russland verbessern will, als "außergewöhnlichen Mann" gepriesen.

Trump kündigte bei dem Forum zudem an, er würde als Präsident die Generäle damit beauftragen, den IS komplett zu vernichten. Er wolle die Streitkräfte auf mehr als 540.000 aktive Soldaten aufstocken und mit mehr Flugzeugen und Schiffen massiv aufrüsten. Er ließ offen, wie er das finanzieren würde.

Auf die Frage, wie sein Plan zur Niederschlagung des IS genau aussehe, entgegnete der Republikaner: "Ich will dem Feind jetzt nicht über den Sender sagen, was mein Plan ist."

Clinton schlägt Einladung nach Mexiko aus

+++ Nach dem umstrittenen Besuch des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump in Mexiko hat seine Konkurrentin Hillary Clinton eine Einladung in das Nachbarland ausgeschlagen. Sie werde vor den US-Wahlen nicht nach Mexiko reisen, sagte die demokratische Präsidentschaftskandidatin in am Montag vorab veröffentlichten Interview-Auszügen des Fernsehsenders ABC.

Die mexikanische Regierung hatte beide Präsidentschaftskandidaten eingeladen. Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat traf in der vergangenen Woche Präsident Enrique Peña Nieto. Trump habe einen diplomatischen Zwischenfall ausgelöst, sagte Clinton. „Er wusste noch nicht mal, wie man sich effektiv mit einem Staatschef unterhält - das ist das Ergebnis dieser Reise.“

Hillary Clinton warnt vor russischen Manipulationen im US-Wahlkampf

+++ US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat vor einem verdeckten Eingreifen Russlands in den Wahlkampf gewarnt. Mutmaßliche Cyber-Angriffe auf ihre Demokratische Partei "werfen ernste Fragen mit Blick auf eine mögliche russische Einmischung in unseren Wahlprozess auf", sagte Clinton am Montag (Ortszeit) vor mitreisenden Journalisten auf dem Flug nach Illinois.

Die frühere Außenministerin übte außerdem scharfe Kritik an ihrem republikanischen Konkurrenten Donald Trump, der Russland zu weiterer Cyber-Spionage gegen die Demokraten aufgerufen hatte. "Wir haben es noch nie erlebt, dass eine gegnerische ausländische Macht sich bereits in unseren Wahlprozess einmischt, und wir haben es noch nie erlebt, dass der Kandidat einer unserer großen Parteien die Russen sogar zu noch mehr Hackerangriffen aufruft."

+++ Donald Trump hat am Samstag in einer Kirche von Afroamerikanern in Detroit (US-Staat Michigan) um Unterstützung geworben. Nicht im üblichen Wahlkampfton, sondern mit demütiger Stimme sagte der republikanische Präsidentschaftskandidat vor den Gläubigen, die Nation sei zu gespalten, „wir reden gegeneinander, nicht miteinander“. Er sei gekommen, „um zuzuhören und zu lernen“.

„Wir sind alle Brüder und Schwestern“, erklärte Trump. „Wir müssen einander lieben. Wir sind alle in einem Boot.“ Die afroamerikanische Gemeinschaft nannte er eines „der größte Geschenke Gottes für uns“.

Trump versprach, im Fall eines Wahlsieges im November die Lage der Schwarzen im Land zu verbessern, so bei der Bildung und auf dem Arbeitsmarkt. Das politische System habe versagt, und er werde das in Ordnung bringen, „so, dass es Euch hilft“.

Während Trump in der Kirche der Great Faith Ministries-Gemeinde rhythmisch zu Gesängen klatschte und dann sprach, demonstrierte draußen eine Menschenmenge gegen ihn.

Hillary Clinton stellt Spendenrekord auf

+++ Hillary Clinton hat im August ihren persönlichen Monatsrekord beim Einsammeln von Wahlkampfspenden aufgestellt. Die Spenden summierten sich im Monatsverlauf auf insgesamt 143 Millionen Dollar (128 Millionen Euro). Davon seien 62 Millionen Dollar direkt an ihre Wahlkampforganisation gegangen, der Rest wurde an die Demokratische Partei gezahlt.

Bei der letzten Präsidentschaftswahl vor vier Jahren hatte Amtsinhaber Barack Obama im August 2012 nur 97 Millionen Dollar an Spenden eingesammelt. Clintons Wahlkampfgegner Donald Trump hat seinen Spendenbilanz für August noch nicht veröffentlicht.

+++ Donald Trump hat bei der wachsenden Latino-Bevölkerung in den USA keine Chance. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Organisation America`s Voice, die sich für die Rechte von Migranten einsetzt, sieht Trump bei höchstens 17 Prozent bei den Einwanderern aus Lateinamerika. Dagegen kommt seine demokratische Kontrahentin Hillary Clinton auf 65 Prozent.

+++ Donald Trumps Frau Melania hat mehrere Medien auf Schadenersatz verklagt. Sie fordert 150 Millionen Dollar für Berichte, die ihr eine Vergangenheit als Escort-Dame nachsagten.  

US-Wahl 2016: Die aktuellen Ereignisse im Newsblog

+++ Donald Trump hat für den Fall seiner Wahl zum US-Präsidenten eine extrem harte Hand im Umgang mit kriminellen Ausländern und einen Zehn-Punkte-Plan angekündigt. Von der ersten Stunde seiner Amtszeit an werde er damit beginnen, kriminelle Ausländer, die sich illegal in den Vereinigten Staaten aufhalten, zu deportieren, kündigte der republikanische Kandidat am Mittwoch (Ortszeit) in Phoenix (Arizona) an. Er wiederholte seinen Entschluss, eine Mauer entlang der Grenze zu Mexiko zu bauen. Außerdem sollen die Zahl der Grenzbeamten um 5000 aufgestockt, die Zahl der Ausweisungsbeamten verdreifacht sowie Wachtürme gebaut werden. Trump hatte zuvor Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto in Mexiko-Stadt besucht.

US-Wahl 2016: Die bisherige Entwicklungen im Überblick

Wer zieht nach Barack Obama ins Weiße Haus in Washington ein? Favoritin Hillary Clinton ist die Kandidatin der Demokraten, die bisher den Präsidenten stellten, und könnte die erste Präsidentin in der Geschichte der USA werden. Bis 2013 war sie US-Außenministerin, bei ihrer ersten Kandidatur 2008 unterlag sie Barack Obama.

Clinton muss sich gegen den Kandidaten der Republikaner, Donald Trump, durchsetzen. Der Unternehmer und Milliardär setzte sich bei den Vorwahlen durch und hat bisher keine politische Erfahrungen. Mit seinen populistischen Äußerungen eckte er im Wahlkampf immer wieder an. Alle bisherigen Entwicklungen während der US-Wahl 2016 lesen Sie im vorangegangenen News-Blog. Allgemeine Informationen lesen Sie auf unserer Themenseite zu den US-Wahlen. 

Übersicht: Welche Kandidaten haben in welchen US-Bundesstaaten gewonnen?

Republikaner:

  • Donald Trump: Alabama, Arizona, Arkansas, Connecticut, Delaware, Florida, Georgia, Hawaii, Illinois, Indiana, Kentucky, Louisiana, Marianen, Maryland, Massachusetts, Michigan, Mississippi, Missouri, Nebraska, Nevada, New Hampshire, New York, North Carolina, Oregon, Pennsylvania, Rhode Island, South Carolina, Tennessee, Vermont, Virginia, West Virginia 
  • Ted Cruz (ausgeschieden): Alaska, Colorado, Kansas, Idaho, Iowa, Maine, Oklahoma, Texas, Utah, Wisconsin, Wyoming 
  • John Kasich (ausgeschieden): Ohio 
  • Marco Rubio (ausgeschieden): Minnesota, Puerto Rico (US-Außengebiet), Washington DC 

Demokraten:

  •  Hillary Clinton: Alabama, Arizona, Arkansas, Amerikanisch Samoa (US-Außengebiet), Connecticut, Delaware, Florida, Georgia, Kentucky, Illinois, Iowa, Louisiana, Marianen (US-Außengebiet), Maryland, Massachusetts, Missouri, Mississippi, Nevada, New York, North Carolina, Ohio, Pennsylvania, Samoa (US-Außengebiet), South Carolina, Tennessee, Texas, Virginia 
  • Bernie Sanders: Alaska, Colorado, Hawaii, Kansas, Idaho, Indiana, Maine, Michigan, Minnesota, Nebraska, New Hampshire, Oklahoma, Oregon, Rhode Island, Utah, Vermont, Washington, West Virginia, Wisconsin, Wyoming

dpa/smu

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