US-Wahlkampf

Nach Terrorakt von Orlando: Trump fordert Rücktritt Obamas

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Donald Trump.

Orlando - Die Wunden von Orlando sind noch längst nicht verheilt, schon stürzt sich Donald Trump auf das Thema. Er fordert, Barack Obama solle zurücktreten. Auch gegen Clinton teilt er aus.

Das Massaker von Orlando mit 50 Toten ist binnen Stunden zum Zankapfel im US-Wahlkampf geworden und heizt die Debatte über schärfere Waffengesetze weiter an.

Während die Ermittlungen zu den Motiven des Täters und einer möglichen Verbindung zur Terrormiliz IS noch laufen, preschte der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump vor: Er forderte US-Präsident Barack Obama zum Rücktritt auf, weil dieser in seiner Stellungnahme nicht die Worte "radikaler Islamismus" benutzte. Aus dem gleichen Grund solle auch die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton aus dem Rennen um das Weiße Haus auszusteigen.

Obama hatte von einem "Akt des Terrors und des Hasses" und der schlimmsten Bluttat eines Todesschützen in der US-Geschichte gesprochen. Er ordnete Trauerbeflaggung an allen Bundesgebäuden in den USA an. Wie die Ermittler, so betonte auch Obama: "Wir haben noch kein endgültiges Urteil gefällt, was die genaue Motivation des Killers angeht."

Trump selbst geriet unter Beschuss, weil seine Äußerungen wie Besserwisserei gedeutet wurden und er zunächst kein Wort für die Hinterbliebenen übrig hatte. Stattdessen twitterte er, was in Orlando passiert sei, sei nur der Anfang. "Unsere Führung ist schwach und zu nichts nutze. Das habe ich schon immer gesagt. Muss hart für die sein." Er wiederholte seine Forderung, allen Muslimen die Einreise in die USA zu verwehren.

Clinton und Obama verschieben gemeinsamen Wahlkampfauftritt

Nach dem Anschlag haben US-Präsident Barack Obama und die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton ihren ersten gemeinsamen Wahlkampfauftritt verschoben. Das Weiße Haus bestätigte am Sonntagabend die Absage des für Mittwoch im Bundesstaat Wisconsin geplanten Treffens. Zuvor hatte bereits das Clinton-Team bekannt gegeben, dass der Auftritt in Green Bay verschoben werde.

dpa/afp

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