Vor EM: Reporter schmuggeln Flaschen in Stadion

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Französische Sicherheitskräfte vor einem Fußballstadion. Kurz vor dem Start der Fußball-EM in Frankreich ist eine Debatte um die Sicherheitsvorkehrungen in den Spielstätten entstanden. Foto: Christophe Saidi

Nantes/München (dpa) - Ein Reporter-Team der ARD hat bei einem selbst initiierten Sicherheitstest nach eigenen Angaben ungehindert mehrere Ketchup-Flaschen in ein französisches Fußball-Stadion schmuggeln können.

Beim Testspiel von EM-Gastgeber Frankreich gegen Kamerun am vergangenen Sonntag in Nantes hätten die Journalisten zwei Plastikflaschen am Körper und eine in einer Handtasche in die Arena bringen können. Nur ein Reporter, der eine Halbliter-Getränkedose bei sich trug, sei von den Sicherheitskräften aufgehalten worden, berichtet der Bayerische Rundfunk in einer Pressemitteilung.

Die UEFA wies laut ARD daraufhin, dass das Stadion in Nantes keine EM-Arena sei und dass bei der Partie andere Sicherheitsvorkehrungen als bei dem Turnier vom 10. Juni bis 10. Juli geherrscht hätten. Turnierorganisator Martin Kallen wird allerdings zitiert, dass er das Ergebnis des Sicherheitstests der Reporter als "nicht gut" bewertet habe. Nach Einschätzung von ARD-Sicherheitsexperte Michael Götschenberg könnte ein Sprengsatz in der Größe einer Ketchup-Flasche eine verheerende Explosion auslösen.

Bei der Anschlagsserie am 13. November 2015 in Paris hatten mehrere Attentäter versucht, in das Stade de France zu gelangen, wo die deutsche Nationalmannschaft gegen Frankreich spielte. Sie wurden von Ordnern am Einlass gehindert und sprengten sich vor der Arena in die Luft. In Frankreich gilt seitdem der Ausnahmezustand. Die Sicherheitsvorkehrungen für die EM sind die schärfsten in der Turnierhistorie.

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