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Wahl in Berlin: Das ist CDU-Spitzenkandidat Frank Henkel

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Frank Henkel findet, es sei Zeit für einen Wechsel bei der Berlin-Wahl 2016.

Berlin - Die CDU ist derzeit Juniorpartner der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus und kämpft bei der Wahl 2016 erneut um Stimmen. Das ist ihr Spitzenkandidat Frank Henkel.

Schon 2011 führte Frank Henkel die Partei in den Wahlkampf: Mit einem soliden Wahlergebnis von 23,4 Prozent zog die CDU bei der letzten Wahl ins Berliner Abgeordnetenhaus und ging eine Koalition mit der SPD ein. Auch bei der Wahl in Berlin 2016 tritt Henkel als Spitzenkandidat für die Christdemokraten an. Hier geht's zu unserem Live-Ticker zu den Ergebnissen der Berlinwahl.

Momentan steht die CDU allerdings unter Druck: In aktuellen Umfragewerten hat sie deutlich an Zustimmung verloren und liegt derzeit bei 19 Prozent. Damit liegt sie hinter SPD und Grünen und gleichauf mit der Linken. Für ein erneutes rot-schwarzes Bündnis könnte es eng werden und die CDU aus der Landesregierungen fallen.

Zwei Wochen vor der Wahl in Berlin am 18. September 2016 kommt daher Unterstützung durch die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Frank Henkel trat gemeinsam mit ihr in der CDU-Bundeszentrale auf, um die Wähler zu überzeugen. "Es ist Zeit für einen Wechsel in Berlin", sagte Henkel bereits Mitte August. In der Stadt sei allmählich eine "SPD-Müdigkeit" zu spüren. 

Frank Henkel von der CDU: Sein Werdegang

Frank Henkel bekleidet zwei wichtige Ämter in Berlin: Nach der Wahl 2011 wurde er Innensenator und Bürgermeister der Hauptstadt. Außerdem ist der 52-Jährige seit 2008 Vorsitzender des CDU-Landesverbandes. Zuvor hatte der Spitzenkandidat den Fraktionsvorsitz inne.

Seine Parteilaufbahn begann bereits 1985 bei der Jungen Union und kurz darauf trat Henkel der CDU bei. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler übernahm verschiedene politische Ämter und leitete unter anderem das Büro des Fraktionsvorsitzenden der Christdemokraten. 2001 wurde Henkel zum ersten Mal ins Abgeordnetenhaus gewählt und sammelte dort zehn Jahre lang Erfahrung in der Opposition, bevor er seine Partei 2011 als Juniorpartner der SPD in die Landesregierung führte.

Für Aufmerksamkeit sorgte Frank Henkel bisher vor allem als Mitglied des Aufsichtsrats des Problem-Flughafens BER und durch seinen Einsatz gegen das Flüchtlingscamp am Oranienplatz. Zuletzt sprach er sich auch deutlich für das Burka-Verbot und die Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft aus.

Frank Henkel von der CDU: Seine Positionen

Ein wichtiges Thema im Wahlprogramm für die Wahl 2016 in Berlin von Henkel und der CDU ist Bildung. Zusätzliche Lehrer sollen eingestellt werden und der Unterrichtsausfall reduziert werden. Vorschulen sollen wieder eingeführt und Schulgebäude saniert werden. Außerdem soll ein staatlich kontrollierter Islamunterricht etabliert werden. Ebenso soll das Kita-Angebot ausgebaut werden.

Mehr Polizisten und zusätzliche Feuerwehrleute sollen das Leben in der Hauptstadt sicherer machen. Frank Henkel betonte in der rbb-Wahlsendung "Parteien, Politiker, Positionen" erneut, dass er gerne eine umfangreiche Videoüberwachung in Berlin eingeführt hätte. In Sachen Innerer Sicherheit wirbt der Spitzenkandidat mit seinen Erfolgen: So habe er als Innensenator bereits 1100 zusätzliche Stellen bei der Polizei geschaffen. Außerdem verweist er auf eine stark zurückgegangene Zahl von Gewaltdelikten und eine niedrige Einbruchsquote im Bundesvergleich.

Die CDU will Technologie- und Gründerzentren stärken. Außerdem plant sie ein Tandemprogramm für Langzeitarbeitslose und Flüchtlinge. Weiterhin soll der Wohnungsneubau gefördert werden und ein Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes ist geplant.

Der Entstehung von Parallelgesellschaften in Berlin will die CDU entgegenwirken und Flüchtlinge gerecht verteilen. Das Sprachkursangebot soll weiter wachsen und auch eine Rückkehrberatung soll eingerichtet werden. Über Mentorenprogramme sollen Praktika vermittelt und die Flüchtlinge so in den Arbeitsmarkt integriert werden.

Frank Henkel von der CDU: Koalition mit AfD und Linken ausgeschlossen

Da Frank Henkel als Innensenator auch für den Sport in der Bundeshauptstadt zuständig ist, möchte er Sport-Großveranstaltungen weiter unterstützen. Aber auch für die kleinen Sportvereine hat er das Etat bereits deutlich aufgestockt. Turnhallen sollen neu gebaut werden.

Ziel der Partei ist es bei der Wahl in Berlin 2016, stärkste Kraft zu werden - danach sieht es aber momentan nicht aus. Hinsichtlich eines Koalitionspartners wollte sich Henkel Mitte August noch nicht festlegen. Zwei Bündnispartner kämen jedoch nicht in Frage: Die Linken und die Alternative für Deutschland. "Als Union grenzen wir uns klar zum linken und rechten Rand ab", sagte Henkel. Für Grün-Schwarz würde es nach aktuellem Stand rein rechnerisch allerdings nicht reichen. Henkel wäre vermutlich auf die SPD und Michael Müller angewiesen, und der äußerte sich bisher verhalten.

ja

Hier finden Sie alle Informationen zur Wahl in Berlin 2016 und zu aktuellen Umfragewerten

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