Wahlen des Abgeordnetenhauses

Wer hat die AfD in Berlin gewählt?

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AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry freut sich über das Wahlergebnis in Berlin.

Berlin - Bei den Wahlen des Berliner Abgeordnetenhauses schaffte es die AfD von null auf ganze 14,2 Prozent der Stimmen. Aber wer machte die AfD zur fünftstärksten Kraft in der Hauptstadt?

Viele AfD-Wähler waren vorher Nicht-Wähler. Laut einer Analyse der Forschungsgruppe Wahlen konnte die Partei in Berlin zudem recht viele CDU-Anhänger für sich gewinnen (22 Prozent). Von der SPD kamen 12 Prozent, von den Piraten 10 Prozent der AfD-Wähler. Aus dem Lager der Linken kamen 7, von FDP und Grünen jeweils 2 Prozent der Stimmen. Das weitaus größte AfD-Lager (45 Prozent) ging 2011 nicht zur Wahl beziehungsweise war ein Anhänger anderer Parteien.

Die noch junge Partei stelle für alle Parteien eine Konkurrenz dar, schreibt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Berlinweit kommt die AfD aus dem Stand auf 14,2 Prozent.

Wahl in Berlin: Hoher Anteil von älteren Wählern

Größeren Zuspruch erhielt sie in Gebieten mit geringer Kirchenzugehörigkeit oder einem hohen Anteil von älteren Wählern. Wo viele Ausländer wohnen, wird eher weniger AfD gewählt. Unter den Berliner Bezirken ist Marzahn-Hellersdorf die AfD-Hochburg. Dort erhielt die AfD 23,6 Prozent der Zweitstimmen und wurde stärkste Partei vor der Linken mit 0,1 Punkten Vorsprung.

Das Wahllokal mit den meisten AfD-Stimmen liegt im Bezirk Pankow. Im Wahllokal 201 nahe der nördlichen Stadtgrenze zu Brandenburg mit Vorortcharakter verzeichnete die Partei 37,1 Prozent der Zweitstimmen.

Besonders stark ist die AfD in Berlin mit 21 Prozent bei den 45- bis 59-jährigen Männern.

dpa

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