Sprengsatz an einem Motorrad

Zehn Verletzte bei Anschlag in Istanbul

+
Spezialisten der Spurensicherung untersuchen den Ort der Explosion in der Nähe des Atatürk-Flughafens.

Istanbul - Wieder erschüttert ein Bombenanschlag die türkische Metropole Istanbul. Zehn Menschen werden verletzt. Ob die kurdische PKK, die Terrormiliz IS oder die die linksextremistische DHKP-C dahinterstecken, ist noch unklar.

Bei einem Anschlag im Istanbuler Viertel Yenibosna sind zehn Menschen verletzt worden. Der Istanbuler Gouverneur Vasip Sahin teilte mit, ein geparktes und mit Sprengstoff beladenes Motorrad sei explodiert. Die Detonation habe sich in der Nähe der Polizeiwache ereignet.

Bei den Verletzten handele es sich um Zivilisten, Schwerverletzte gebe es entgegen vorherigen Meldungen nicht. Es gebe noch keine Hinweise auf die Hintermänner, sagte Sahin weiter. Zu dem Attentat bekannte sich zunächst niemand.

CNN Türk berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, ein Unbekannter habe das Motorrad vor der Explosion abgestellt und sich dann entfernt. Nach der Person werde gefahndet. Die Polizei durchsuche Busse in der Gegend.

Yenibosna ist ein belebtes Viertel in der Nähe des Istanbuler Flughafens Atatürk. Erst im Juni sprengten sich drei Selbstmordattentäter am Atatürk-Flughafen in den Luft. Bei dem Anschlag gab es 45 Todesopfer, weitere 240 Menschen wurden verletzt. Die türkische Regierung macht die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verantwortlich.

In der Vergangenheit gab es aber auch wiederholt Anschläge der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK oder deren Splittergruppe TAK. Die TAK bekannte sich etwa zu einem Autobomben-Anschlag in der Hauptstadt Ankara im März, durch den mindestens 37 Menschen getötet wurden. Unter den Toten war mindestens ein Selbstmordattentäter. Auch die linksextremistische DHKP-C verübt immer wieder Anschläge in der Türkei.

dpa

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.