Ingolstadt. Der krisengeschüttelte Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel muss sportlich den nächsten Rückschlag verdauen. Bei der zweiten Mannschaft des FC Ingolstadt verlor das Team von Trainer Christian Hock am Mittwoch mit 1:3 (0:1).
Die Hoffnungen auf sportliche Besserung nach dem 1:0-Heimsieg gegen Pfullendorf sind damit schon wieder dahin. Nach einer enttäuschenden ersten Hälfte steigerten sich die Löwen im zweiten Durchgang, kamen durch Andreas Mayer verdient zum Ausgleich - und wurden in der Schlussphase doch geschlagen.
In den ersten 45 Minuten war es aber erneut ein verunsicherter und schwacher Auftritt, den die ersatzgeschwächte Elf der Löwen ablieferte. Ohne Enrico Gaede, Sebastian Gundelach, Tim Knipping und Viktor Riske, dafür unter anderem mit Jens Grembowietz als rechtem Verteidiger und Jin Woo Kwak im zentralen Mittelfeld, verlegten sich die Gäste auf viele hohe Bälle in die Spitze. Geordneter Spielaufbau war erneut Mangelware beim KSV. Die einzige Torchance resultierte so aus einer Standardsituation. Nach einem Freistoß traf Verteidiger Patrick Wolf das Außennetz.
Das war in der 43. Minute – und nur eine Minute zuvor hatten die Gastgeber das 1:0 erzielt. Stefan Müller setzte zu einem Solo an, hatte noch Glück, dass ihm das Leder von einem Abwehrbein wieder in den Lauf sprang, und traf aus zehn Metern unhaltbar für KSV-Torhüter Erik Domaschke zur Führung.
Verdient war das, weil die Gastgeber nach ausgeglichenem Beginn nach und nach die Regie übernommen hatten. Mathias Heiß, der nach einem Konter an Domaschke scheiterte (6.), Steffen Jainta, der volley knapp das Tor verfehlte, und vor allem Florian Wenninger, der nach Müllers Vorarbeit das leere KSV-Tor nicht traf (39.), hätten schon früher für eine Führung der Gastgeber sorgen können.
Natürlich reagierte Löwen-Trainer Christian Hock auf diesen Rückstand, brachte nach dem Wechsel mit Nazif Hajdarovic für Christopher Nguyen einen weiteren Stürmer. Im Mittelfeld ersetzte Moritz Murawski den Koreaner Kwak. Es wurde dann auch deutlich besser. Vor allem Hajdarovic sorgte für Belebung, hatte drei richtig gute Chancen. Sowohl sein Lupfer in der 54. Minute als auch der Fallrückzieher in der 59. verfehlten aber knapp das Tor, nach einer Mayer-Flanke (57.) verpasste der Stürmer das Leder knapp.
Dann aber sprang Michael Mayr das Leder im Strafraum an die Hand. Andreas Mayer verwandelte den Strafstoß souverän. Endlich der verdient Ausgleich. Die KSV-Freude aber, sie dauerte nur fünf Minuten. Dann traf Karl-Heinz Lappe nach einer zunächst abgewehrten Ecke volley zur erneuten Ingolstädter Führung. Der KSV stürmte weiter, doch Mathias Heiß per Kopfball machte alles klar. Wieder keine Punkte für die Löwen, die nun am Samstag die Stuttgarter Kickers empfangen.
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