Zugang zu Natur pur: Nationalparks in Washington State

Eine der beliebtesten Touristenattraktionen im Nordwesten der USA: Das Gelände um den Mount Rainier ist bereits seit 1899 ein Nationalpark. Foto: Chris Melzer
1 von 7
Eine der beliebtesten Touristenattraktionen im Nordwesten der USA: Das Gelände um den Mount Rainier ist bereits seit 1899 ein Nationalpark. Foto: Chris Melzer
Wandern im Olympic National Park: Hurricane Ridge bei Port Angeles bietet sich als Start- und Zielort an. Foto: Chris Melzer
2 von 7
Wandern im Olympic National Park: Hurricane Ridge bei Port Angeles bietet sich als Start- und Zielort an. Foto: Chris Melzer
Moose und Farne wie im Märchenwald: Im Hoh Rain Forest im Olympic National Park fallen 3400 Millimeter Regen pro Jahr. Foto: Chris Melzer
3 von 7
Moose und Farne wie im Märchenwald: Im Hoh Rain Forest im Olympic National Park fallen 3400 Millimeter Regen pro Jahr. Foto: Chris Melzer
Einer der am häufigsten fotografierten Strände an der US-Westküste: Ruby Beach gehört zum Olympic National Park im US-Bundesstaat Washington. Foto: Chris Melzer
4 von 7
Einer der am häufigsten fotografierten Strände an der US-Westküste: Ruby Beach gehört zum Olympic National Park im US-Bundesstaat Washington. Foto: Chris Melzer
Mächtiger Gipfel: Der Mount Rainier erreicht eine Höhe von fast 4400 Metern und ist damit der höchste Berg im US-Bundesstaat Washington. Foto: Chris Melzer
5 von 7
Mächtiger Gipfel: Der Mount Rainier erreicht eine Höhe von fast 4400 Metern und ist damit der höchste Berg im US-Bundesstaat Washington. Foto: Chris Melzer
Routen für fast jede Kondition: Im Mount Rainier National Park finden Gipfelstürmer ebenso wie Spaziergänger einen passenden Wanderweg. Foto: Visit Rainier/Deby Dixon
6 von 7
Routen für fast jede Kondition: Im Mount Rainier National Park finden Gipfelstürmer ebenso wie Spaziergänger einen passenden Wanderweg. Foto: Visit Rainier/Deby Dixon
Drei Naturparadiese im US-Bundesstaat Washington: Von Seattle aus sind die Nationalparks Mount Rainier, Olympic und North Cascades schnell erreichbar. Grafik: dpa-infocom Foto: dpa-infografik
7 von 7
Drei Naturparadiese im US-Bundesstaat Washington: Von Seattle aus sind die Nationalparks Mount Rainier, Olympic und North Cascades schnell erreichbar. Grafik: dpa-infocom Foto: dpa-infografik

Amerika feiert Geburtstag, denn der US-National-Park-Service wird 100 Jahre alt. Die Naturparks gehören gerade bei deutschen Urlaubern zu den beliebtesten Zielen in den USA. Gleich drei Nationalparks lassen sich im Bundesstaat Washington ganz im Nordwesten besuchen.

Seattle (dpa/tmn) - Washington gibt es in den USA mehrfach - unter anderem als Bundeshauptstadt mit Capitol und Weißem Haus. Etwa 4000 Kilometer nordwestlich davon trägt aber auch ein Bundesstaat diesen Namen.

Washington State bietet mit Seattle zwar auch eine Großstadt, ansonsten aber vor allem Natur mit gleich drei Nationalparks: Mount Rainier und Olympic sowie North Cascades an der Grenze zu Kanada. Zum 100-jährigen Bestehen des National Park Service erwarten die Parks jetzt noch mehr Besucher als sonst - gerade auch aus Deutschland.

"Ohne Euch wäre es hier ein Stück leerer. Die Deutschen scheinen unsere Natur wirklich zu lieben", sagt Kathy Steichen vom Mount Rainier National Park. Hinter ihr erhebt sich der fast 4400 Meter hohe Berg, den man schon im Anflug auf Seattle sieht. Er gehört zu den bekanntesten Bergen der USA, obwohl es 16 höhere gibt. Aber seine Schönheit und seine Lage, gut eine Autostunde von Seattle entfernt, machen ihn zu einer der größten Attraktionen der Region. "Der Berg bietet für alle etwas", sagt Steichen. "Wer nur eine Stunde wandern will, hat dafür den passenden Pfad. Wer sich aber mehr zutraut und für sich sein will, findet auch seinen Weg. Von der Familie mit Kinderwagen bis zum Extremsportler: Wir haben hier alles."

Der erste Nationalpark der USA entstand 1872 am Yellowstone River in Wyoming. Es war zugleich der erste Nationalpark der Welt. Der am Mount Rainier wurde 1899 ausgerufen, doch erst im August 1916 wurde der National Park Service gegründet, dessen Ranger die mittlerweile 59 Parks und Hunderte historische Stätten in den ganzen USA betreuen.

"Wir haben hier Berge, Ozean und Regenwald. Wer kann das schon bieten?", sagt Rangerin Barb Maynes im Olympic National Park, der nordwestlich des Mount Rainier liegt. "Es gibt hier Bäume, die zehn Männer nicht umfassen können. Und dann kommen Kinder aus der Stadt, die noch nie vorher in einem Wald waren, und stehen mit offenen Mündern da." Olympic hat jedes Jahr mehr als drei Millionen Besucher und gehört zu den beliebtesten Parks der USA. Breite Strände gehen in Wald über, der mit umgestürzten, von Moos überwachsenen Bäumen wie im Märchenbuch aussieht. "Wir greifen nur ein, wenn Menschen gefährdet werden", sagt die Rangerin. "Ansonsten soll Natur hier Natur sein."

So dachte man nicht immer. Vor einem Jahrhundert, als es den Nationalpark noch nicht gab, wurden am Fluss Elwha zwei Dämme gebaut - ohne Rücksicht auf Tiere und Pflanzen und auch nicht auf die Ureinwohner. Diese warnten vor den Folgen für die Natur, aber niemand hörte zu. In den vergangenen Jahren wurden im Zuge eines der größten Renaturierungsprojekte der Erde die beiden Dämme abgerissen. "Nach 100 Jahren Wasser sah das nicht gerade wie ein Garten aus", sagt Maynes. "Aber die Natur hat sich alles schnell wieder zurückgeholt."

Die Nationalparks sind ein Widerspruch in sich: Sie sollen die Natur bewahren und unverfälscht zeigen und zugleich zugänglich sein, auch für Kinderwagen und Rollstühle. Gut ausgebaute Straßen führen in die Wildnis. "Wenn wir die Menschen auf diese Weise gewinnen können, soll es mir recht sein", sagt Jon Preston, Ranger im Hoh Rain Forest, einem Teil des Olympic National Parks, in dem 3400 Millimeter Regen pro Jahr fallen, fast fünf Mal so viel wie in Deutschland. Straßen und Wanderwege berühren nur einen kleinen Teil der Parks. "Wir kennen nur die 30 Meter links und rechts vom Weg. Aber was ist dahinter? Da draußen könnten Dinosaurier sein, und wir hätten keine Ahnung."

Website des National Park Service

Mt Rainier National Park

Olympic National Park

Hoh Rain Forest

Tourismusseite von Seattle (deutsch)

Tourismusseite des Bundesstaates Washington

Anreise: Nach Seattle fliegen unter anderem Lufthansa und Condor. Ein Nonstopflug von Frankfurt/Main aus dauert etwa zehn bis elf Stunden.

Einreise: Deutsche Urlauber brauchen kein Visum, müssen sich unter https://esta.cbp.dhs.gov aber eine elektronische Einreiseerlaubnis besorgen (Esta). Sie kostet 14 US-Dollar und gilt zwei Jahre lang.

Reisezeit: Der Sommer ist zwar schön, dann sind aber auch sehr viele Reisende unterwegs. Empfehlenswerter sind Frühjahr und Herbst.

Geld: Für einen Euro gibt es rund 1,10 Dollar (Stand: August 2016).

Informationen: www.nps.gov

Weitere Fotostrecken des Ressorts

Die 20 beliebtesten Städte in Deutschland

Die 20 beliebtesten Städte in Deutschland

Deutschland ist als Reiseland beliebt. Welche Stadt bei den Touristen vorne liegt, zeigen offizielle Gästezahlen. Hier …
Die 20 beliebtesten Städte in Deutschland
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt

In Zeiten, in denen die Urlaube wegen Preisrabatten oder knappen Flugkapazitäten immer früher gebucht werden, ist die …
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt