U21-Spiel im Schnellcheck: 7000 Zuschauer sehen 3:0-Sieg im Auestadion

Jubel nach dem zweiten Tor für Deutschland. Von links Levin Öztunali, Yannick Gerhard und Maximilian Arnold, der mit einem Eckball die Vorlage gab. Foto: Hedler

Kassel. Das Kasseler Auestadion bleibt ein gutes Pflaster für die deutsche U 21-Nationalmannschaft: Nach dem 2:2 gegen Italien 2011 und dem 3:2 gegen die Färöer 2013 gewann der DFB-Nachwuchs am Freitagabend beim Einstand des neuen Trainers Stefan Kuntz vor 6890 Zuschauern mit 3:0 (2:0) gegen die Slowakei. Das Spiel im Schnellcheck:

Wie war denn das Länderspiel im Auestadion?

Das begann zunächst mit einer Hiobsbotschaft für die Fans. Serge Gnabry, der bei den Olympischen Spielen in Rio so aufgetrumpft hatte, absolvierte unter der Woche nur regenerative Einheiten und wurde geschont. Neben dem Neuzugang von Bundesligist Werder Bremen musste auch das Trio Timo Werner, Jannik Haberer und Hany Mukhtar passen.

Dafür standen in der Startelf mit Maximilian Philipp vom SC Freiburg und Marvin Stefaniak von Dynamo Dresden gleich die beiden ersten Debütanten unter Stefan Kuntz. Und ein olympischer Silbermedaillengewinner sorgte für den ersten Jubel im Auestadion. Nach nicht einmal vier Minuten drückte der Karlsruher Grischa Prömel einen Eckball von Maximilian Arnold am langen Pfosten zum 1:0 über die Linie.

Hoch überlegen agierten die Gastgeber in der ersten Halbzeit, zeigten tolle Kombinationen. Maximilian Philipp (6.), Marvin Stefaniak (13.), Arnold (15., 28.) und Levin Öztunali (35.) hatten allesamt das 2:0 auf dem Fuß. Das besorgte dann der Herthaner Niklas Stark, der fünf Minuten vor der Pause eine erneute Arnold-Ecke einköpfte.

Auch wenn die Slowaken in der zweiten Halbzeit zu einer guten Chance durch Tomas Vestenicky kamen (59.), hatte das deutsche Team weiter alles im Griff. Erneut Stark (53.) sowie Nadiem Amiri (60.), Dahoud (67.) und Jeremy Dudziak (78., 85.) vergaben beste Möglichkeiten. Den Schlusspunkt zum 3:0 in der Nachspielzeit setzte dann Öztunali nach einem tollen Konter.

Wer war der Star des Abends?

Richtig auffällig agierte der Wolfsburger Maximilian Arnold. Der Kapitän bereitete nicht nur beide Tore in der ersten Halbzeit vor, er war auch Dreh- und Angelpunkt sowie kluger Ballverteiler. Daneben verdienten sich auch der Gladbacher Mahmoud Dahoud und Levin Öztunali vom FSV Mainz 05 gute Noten.

U21 besiegt im Kasseler Auestadion die Slowakei mit 3:0

Wie verlief das Debüt von Stefan Kuntz in Kassel?

Entspannt. So richtig Sorgen brauchte sich der 53-Jährige im 150. Heimspiel der deutschen U 21 nicht machen. Und Kuntz hat schon mal das geschafft, was auch seinem Vorgänger gelang. Denn Horst Hrubesch gewann ebenfalls sein erstes Länderspiel mit der deutschen U21 - als Interimstrainer am 18. November 2008 gegen Italien. Das Tor zum 1:0-Erfolg schoss übrigens ein gewisser Toni Kroos.

Wie hat sich die Auswahl der Slowakei verkauft?

Das Team des Ex-Leverkuseners Pavel Hapal führt zwar wie das deutsche Team seine EM-Qualifikationsgruppe an, musste aber die Überlegenheit des Gegners anerkennen, der den neunten Sieg in Serie feierte. Nur selten kamen die Slowaken gefährlich vors Tor.

Wie war die Atmosphäre im Auestadion?

Zunächst schafften es nicht alle Zuschauer pünktlich zum Anpfiff ins Stadion, weil bei den Einlass-Kontrollen ganz genau hingeschaut wurde. Während der Partie war die Stimmung aber richtig gut. Was auch an einer Blaskapelle in der Südkurve lag, die von „Eye Of The Tiger“ bis „Go West“ beinahe alles drauf hatte und die Zuschauer immer wieder zu rhythmischem Klatschen animierte.

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