Kantersieg gegen Bremen: FCB schießt sich für Juve warm

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Thomas Müller erzielte gegen Werder Bremen einen Doppelpack. Foto: Tobias Hase

Werder Bremen ist für den FC Bayern München kein Maßstab mehr. Beim 5:0 gegen den einstigen Rivalen kann sich der deutsche Rekordmeister für die große Prüfung in der Königsklasse gegen Juventus Turin einspielen. Ein Weltmeister gibt nach fünf Monaten sein Comeback.

München (dpa) - Mit Rückkehrer Mario Götze hat der FC Bayern München vor der großen Champions-League-Aufgabe gegen Juventus Turin souverän Titelkurs in der Fußball-Bundesliga gehalten.

Im 100. Duell mit dem SV Werder Bremen feierte der Tabellenführer beim 5:0 (2:0) den 49. Sieg gegen den ehemals großen Nord-Rivalen. Die Münchner Überlegenheit drückte sich im Ergebnis nur ansatzweise aus.

"Ich bin einfach froh, dass ich wieder zurück bin. Dass wir so ein Spiel machen, ist dann natürlich noch am besten", sagte Götze bei Sky. Götze stand natürlich im Blickpunkt, aber die größten Akzente setzten andere.

Mit seinem ersten Bundesligator nach etwas mehr als zwei Jahren stellte der Spanier Thiago schon in der 9. Minute die Weichen auf Sieg für die Bayern. In der 90. Minute sorgte er auch für den Schlusspunkt. "Wir haben ein großartiges Spiel gemacht. Auch mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein", sagte Kingsley Coman, der gleich drei Treffer vorbereiten konnte.

Die Bayern erhöhten mindestens bis Sonntag den Vorsprung auf den Tabellenzweiten Borussia Dortmund auf acht Punkte. Weltmeister Thomas Müller (31./65.) legte vor 75 000 Zuschauern seine Saisontore 18 und 19 nach. Der eingewechselte Robert Lewandowski konnte sein Bundesliga-Trefferkonto in der 86. Minute noch auf 24 schrauben.

Die abstiegsbedrohten Bremer waren ohne den leicht verletzten Torjäger Claudio Pizarro sowie Leistungsträger wie Clemens Fritz und Zlatko Junuzovic, die sich für die Partie gegen den Rekordmeister absichtlich Gelbsperren eingehandelt hatten, total überfordert.

"Natürlich sind wir nicht zufrieden. Wir haben verloren. Wir haben nicht umgesetzt, was wir wollten. Am Ende haben wir ein paar Gegentore zu viel, wo wir zu früh aufgeben haben", sagte Bremens Kapitän Jannik Vestergaard.

Bayern-Coach Pep Guardiola hatte das Achtelfinal-Rückspiel gegen Juve am kommenden Mittwoch bei der Personalauswahl im Hinterkopf. Arjen Robben stand gar nicht im Kader. Lewandowski kam erst spät für Doppeltorschütze Müller. Arturo Vidal und Douglas Costa saßen zur Schonung 90 Minuten auf der Bank.

Dafür durfte fünf Monate nach seiner schweren Oberschenkelverletzung Götze endlich sein Comeback feiern. Der 23-Jährige fügte sich gut ein. Er wirkte spritzig und hätte mit einem platzierten Schuss fast das 2:0 erzielt. Werder-Torwart Felix Wiedwald hielt glänzend (24.). Nach 54 Minuten, zwei Torschüssen und 48 Ballaktionen verließ Götze den Rasen. Guardiola umarmte den Rückkehrer am Spielfeldrand.

Auch wenn Werder versuchte, in der Defensive massiert zu stehen, fanden die Bayern immer wieder Räume zum Kombinieren. Weitere Tore blieben zunächst aus, unter anderem vergab Franck Ribéry eine gute Kopfballchance (45.+1). Werders beste Möglichkeit hatte Vestergaard, dessen Kopfball nach einer Ecke beim Stand von 0:0 zu zentral auf Nationaltorhüter Manuel Neuer flog (7.).

Die Trainingsspielform Angriff gegen Abwehr ging nach der Pause weiter. Der starke Thiago, der sich für ein Juve-Startticket empfahl, knallte den Ball an die Latte (48.), Coman scheiterte an Wiedwald (49.), den er bei einer anschließenden Großchance anschoss (61.). Besser machte es Müller, der nach einem von Wiedwald abgewehrten Volleyschuss von Ribéry im Nachsetzen zum 3:0 erfolgreich war. Lewandowski traf zum 4:0, Thiago setzte noch einen drauf. Kurz zuvor hatte Alaba den Pfosten getroffen.

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