Comeback-Meister Mannheim erster DEL-Finalist

Nach dem 5:3-Sieg über die Grizzly Adams Wolfsburg feiern die Mannheimer den Einzug ins Finale. Foto: Peter Steffen
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Nach dem 5:3-Sieg über die Grizzly Adams Wolfsburg feiern die Mannheimer den Einzug ins Finale. Foto: Peter Steffen
Mannheims Goalie Dennis Endras (l) verliert durch aufspritzendes Eis den Überblick. Foto: Peter Steffen
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Mannheims Goalie Dennis Endras (l) verliert durch aufspritzendes Eis den Überblick. Foto: Peter Steffen
Die Wolfsburger Spieler wähnen sich nach dem 3:0 schon als Sieger. Foto: Peter Steffen
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Die Wolfsburger Spieler wähnen sich nach dem 3:0 schon als Sieger. Foto: Peter Steffen
Wolfsburgs Kilian Keller (r) und Mannheims Marcus Kink prallen beim Zweikampf zusammen. Foto: Peter Steffen
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Wolfsburgs Kilian Keller (r) und Mannheims Marcus Kink prallen beim Zweikampf zusammen. Foto: Peter Steffen
Der Mannheimer Torschütze Jochen Hecht (l) bejubelt seinen Treffer mit Kai Hospelt. Foto: Peter Steffen
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Der Mannheimer Torschütze Jochen Hecht (l) bejubelt seinen Treffer mit Kai Hospelt. Foto: Peter Steffen
Die Grizzly Adams Wolfsburg zeigen sich nach der Niederlage schwer enttäuscht. Foto: Peter Steffen
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Die Grizzly Adams Wolfsburg zeigen sich nach der Niederlage schwer enttäuscht. Foto: Peter Steffen

Das reine Ergebnis war zu erwarten. Favorit Mannheim besiegt in der Halbfinal-Serie der DEL Außenseiter Wolfsburg und zieht ins Finale ein. Doch wie die Spiele verliefen, das war schon kurios. "So was hat es wohl noch nie gegeben", meinte gar Adler-Geschäftsführer Hopp.

Wolfsburg (dpa) - Mit "Finale oho, Finale oho"-Gesängen feierten die mitgereisten Mannheimer Eishockey-Fans nach Spielschluss ihre Comeback-Helden.

Als Meister der Aufholjagden haben sich die Adler Mannheim in der Halbfinal-Serie mächtig Eindruck verschaffen - nun soll nach dem Endspiel-Einzug auch der siebte deutsche Eishockey-Titel her. "Es ist unfassbar", meinte Adler-Geschäftsführer Daniel Hopp. "Wir sind dreimal von einem 0:3 zurückgekommen, das ist der Wahnsinn. So was hat es wohl noch nie gegeben."

Kurioser hätte die Halbfinal-Serie zwischen dem Top-Favoriten und dem niedersächsischen Außenseiter kaum verlaufen können. 3:0 führten die Wolfsburger zwischenzeitlich in Spiel eins, ebenso in Spiel zwei - und wieder am Donnerstagabend. Doch am Ende jubelten wie zuvor die Mannheimer. In einem furiosen Schlussabschnitt erzielten sie fünf Treffer, gewannen 5:3 und entschieden die Serie mit 4:0 für sich.

"Mir fehlen ein bisschen die Worte", erklärte Kai Hospelt, dem 32 Sekunden vor dem Ende das vorentscheidende 4:3 gelang. "Die Mannschaft hat unglaublichen Charakter." Matthias Plachta, Jochen Hecht und Kurtis Foster hatten zuvor den hohen Rückstand wettgemacht. Andrew Joudrey traf zum Endstand ins verlassene Tor. "Mir bleibt nichts anderes übrig, als Mannheim zu gratulieren", sagte ein enttäuschter Wolfsburger Trainer Pavel Gross. Der Mannheimer Erfolgscoach Geoff Ward räumte ein: "Die Serie war viel enger als es das Endergebnis aussagt."

Acht Jahre liegt die bislang letzte Meisterschaft der Mannheimer zurück. Im Finale standen die Adler zuletzt 2012, damals mussten sie sich den Eisbären Berlin geschlagen geben. Um nun am Saisonende den Pokal in den Händen zu halten, müssen die Mannheimer noch vier Spiele in der Final-Serie gewinnen. Der Kampf um den Titel beginnt am Freitag in einer Woche.

Der Kontrahent steht frühestens am Samstag fest. Titelverteidiger ERC Ingolstadt sicherte sich mit dem 5:2 bei der Düsseldorfer EG den dritten Sieg nacheinander. Die Oberbayern führen nun mit 3:1 in der Serie und können sie daheim beenden. "Wir müssen endlich kapieren, dass wir keine Geschenke verteilen dürfen", ärgerte sich DEG-Kapitän Daniel Kreutzer. "Wir werden nicht aufgeben und weiter kämpfen."

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