Alternde Weltmeister-Generation in der Formel 1

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Der zweifache Weltmeister Fernando Alonso ist mittlerweile 35 Jahre alt. Foto: Christian Bruna

Die Jungen rücken nach, für die älteren Piloten wird es nicht einfacher. Allerdings sind es noch echte Typen, die die Formel 1 mitgeprägt haben, deren Ende absehbar sein dürfte.

Monza (dpa) - Fernando Alonso, zweimaliger Weltmeister, 35 Jahre alt. Jenson Button, ehemaliger Weltmeister, 36 Jahre alt. Kimi Räikkönen, ehemaliger Weltmeister, 36 Jahre alt. Zusammen bringen es die drei auf über 800 Formel-1-Rennen. Ewig werden sie nicht mehr fahren.

Die Rücktrittankündigung von Felipe Massa, der nach dieser Saison und 250 Grand Prix seine Karriere beenden will, hat auch dies deutlich gemacht. Massa ist wie Alonso 35 Jahre alt. Ein Blick auf die drei Ex-Weltmeister und deren Zukunft.

FERNANDO ALONSO

Er hat noch einen Vertrag bis zum Ende der nächsten Saison. Aber er hadert mit der Formel 1. "Die Autos sind schwer. Wir haben keinen Grip. Wir müssen Benzin sparen, wir müssen die Reifen schonen, wir müssen alles schonen, sobald wir losgefahren sind", sagte er in Spa-Francorchamps: "Das ist gegen den Instinkt der Fahrer."

Der Weltmeister von 2005 und 2006 will wieder Spaß im Formel-1-Auto haben. Mit Erfolg oder Nichterfolg hängt das nicht einmal grundlegend zusammen, beteuerte der Spanier, der seit seinem Sieg in Spanien 2013 auf Karrieresieg Nummer 33 hofft. 2017 gibt es wieder eine Reform in der Motorsport-Königsklasse. Ein Fragezeichen, meinte Alonso. Fällt die erneute Veränderung nach Alonsos Gusto aus, macht er auch danach noch weiter, sofern er einen Vertrag kriegt. Ansonsten ist Schluss.

JENSON BUTTON

Er will es noch nicht verraten. Ob und für wen er nächstes Jahr fährt. Denkbar ist, dass der smarte Brite Massas Nachfolger bei Williams wird. Er ist zwar beileibe kein Bezahlfahrer, wie sie auf dem Markt auch reichlich umherschwirren und zahlungskräftige Sponsoren mitbringen. Button ist aber ein Gewinn für jedes Team, ein loyaler und sehr guter Fahrer, der mit seinem Charme auch neue Geldgeber für ein Team gewinnen kann. Und bei Williams kennt man ihn ohnehin bestens: 2000 begann Button seine Karriere bei dem britischen Rennstall. Doch auch Buttons Zeit in der Formel 1, die er 2009 mit dem WM-Titel krönte, ist endlich. Ein Verlust wäre es, wie Alonso und auch Räikkönen zieht er Fans an die Strecke.

KIMI RÄIKKÖNEN

Der Kult-Fahrer. Seine Sprüche, wenn er denn mal über Formel 1 redet, sind längst legendär. Noch immer ist der Finne der letzte Fahrer, der in einem Ferrari Weltmeister wurde. Egal an welcher Strecke, "Iceman"-Fans gibt es überall. Im kommenden Jahr wird er noch mal im Wagen der Scuderia an den Start gehen.

Sein letzter Sieg - es war sein 20. - liegt deutlich über drei Jahre zurück, 2013 gewann er in Australien. Nicht im Ferrari, sondern im Lotus. Nach Räikkönens - dem Vernehmen nach äußert großzügig kompensierten - Rausschmiss bei den Italienern nach der Saison 2009 (für ihn kam Alonso) wechselte Räikkönen kurzerhand in den Rallyesport. 2012 kam er wieder zurück in die Formel 1. Eine Anstellung über 2017 hinaus - eher unwahrscheinlich. 

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