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Fußball: Nach dem Sommermärchen warten große Aufgaben auf die U 16 des SCL

Hessenliga, wir kommen!

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Lispenhausen. Als es vollbracht war, gab es erst einmal eine Abkühlung. Nach ihrem 3:0-Sieg im zweiten Relegations-Rückspiel zur Fußball-Hessenliga in Grebendorf (wir berichteten) sprangen die U 16-Juniorinnen des SC Lispenhausen in voller Montur erst einmal in den Werratalsee.

Ein starkes Team: Die Mädchen des SC Lispenhausen nach dem Aufstieg in die Hessenliga, hinten von links: Sina Kressel, Dorothea Klee, Anna Schumacher, Laura Fiedler, Katharina Kollmann, Johanna Lehn, Selina Reichhardt, Larissa Wolf. Vorne von links: Trainer Ralf Freund, Lisa Dippel, Annalena Grupp, Sophia Kirchhoff, Hannah Grenzebach, Nadine Schögin, Laura Stenzel, Trainer Uwe Schögin, Torwarttrainer Bodo Klee. Foto: nh

„Die waren patschnass wie die Katzen“, erzählt Uwe Schögin, der die Mädchen seit sechs Jahren trainiert und sich die Aufgaben rund ums Team mit Ralf Freund teilt.

Auf der Rückfahrt ins SCL-Sporthaus legte der Tross einen Stopp in Rotenburg ein, um Pizza zu kaufen. Eine Feier war nicht vorbereitet. Schließlich hatte der SCL das erste Spiel gegen Grebendorf auf eigenem Platz ja mit 1:2 verloren. Trotzdem war Uwe Schögin optimistisch vor dem zweiten Duell. Das lag an den Trainingseindrücken nach der Niederlage: „Die waren so gut, dass ich gewusst habe, dass noch was drin ist.“ Zum Saisonabschluss in Jans Fahrradtankstelle kam auch Rotenburgs Bürgermeister Manfred Fehr und sagte: „Euer Sommermärchen ist bereits jetzt wahr geworden.“

Vor einem Jahr sind die Kickerinnen Meister der B-Juniorinnen-Kreisliga geworden. Viele von ihnen waren da noch C-Schülerinnen. Nun, nach dem Titelgewinn in der Gruppenliga und dem Triumph in der Relegation, dürfen sie noch eine weitere Saison B-Juniorinnen bleiben - in der starken Hessenliga.

Nun werden Gegner nach zum SCL kommen, die im Frauenfußball einen klangvollen Namen haben. Die U 16 des FFC Frankfurt oder des TSV Jahn Calden zum Beispiel. Oder die starke Vertretung des SV Gläserzell.

Weite Fahrten

Viele Kilometer werden die Mädchen zu den Auswärtsspielen zurücklegen müssen. Geht es zum KSV Hessen Kassel oder nach Calden, dann werden sie wohl in Pkw oder Kleinbussen fahren. Nach Südhessen, so ist geplant, sollen große Busse rollen. Der Verein hatte schon im März für den Fall des Aufstiegs Unterstützung zugesagt, was nun auch Ortsvorsteher Manfred Knoch tat.

Hilfe komme auch aus Gilfershausen, wo Frank Lecke mit seinem Team „richtig gute Arbeit geleistet hat“, wie Kollege Schögin findet. Fünf, sechs Spielerinnen hätten das Zeug, im Hessenliga-Kader des SCL zu bestehen. Sie wechseln deshalb zum Aufsteiger.

Um seine vier Leistungsträgerinnen will Uwe Schögin das Team formen, das in der Hessenliga den Klassenerhalt sichern soll: die „konstant leistungsstarke“ Torfrau Sophia Kirchhoff; die Mittelfeldstrategin Laura Stenzel, „die immer genau weiß, was sie zu tun hat“, sei es in der Vorwärts- oder der Rückwärtsbewegung; die Angreiferin Dorothea Klein, die es in der vergangenen Saison wie Laura Stenzel auf zwölf Treffer gebracht hat; die Vorbereiterin Nadine Schögin, die gerade für Dorothea manches Tor vorbereitet hat.

Von Thomas Walger

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