Calden. Jil Ludwig, 19-jährige Mittelfeldspielerin beim Bundesligisten Lok Leipzig wird wieder nach Calden zurückkehren. „Sportlich hat zwar alles gepasst, aber beruflich sehe ich keine Perspektive“, begründete Ludwig den Schritt.
Erst im vergangenen Jahr war Ludwig von Calden nach Sachsen gewechselt. Dort erhielt sie einen Zwei-Jahres-Vertrag. Sportlich gesehen brauchte die 19-Jährige den großen Schritt zum Bundesliga-Aufsteiger auch nicht bereuen. Doch Sport ist nicht alles im Leben einer 19-Jährigen, die auch beruflich eine Perspektive braucht. Die Suche nach einer Ausbildungsstelle zur Sport- und Fitness-Kauffrau gestaltete sich in der ohnehin von hoher Arbeitslosigkeit geprägten Region schwieriger als gedacht. Hinzu kam, dass Eltern und Bruder natürlich weiter im hessischen Edermünde lebten und der enge Kontakt nicht so intensiv aufrecht erhalten werden konnte, wie gedacht.
Schweren Herzens entschloss sich Ludwig daher, wieder zurück nach Hessen zu gehen, wo sie jetzt auch eine Praktikumsstelle hat. Dass sie auf den Kaiserplatz zurückkehrt stand dabei außer Frage: „Hier habe ich mich immer wohl gefühlt.“
Dass die Rückkehr klappte, war auch ein Verdienst von Caldens Teammanager Wolfgang Schopf: „Jil hatte ja einen Zwei-Jahres-Vertrag“, erzählt er. Und hier eine vorzeitige Auflösung hinzukriegen, wär nicht einfach gewesen. Letztlich freilich hat es geklappt - und die Vorbereitung auf die Restsaison von Regionalligist Calden wir Ludwig bereits auf dem Kaiserplatz absolvieren.
Beim ersten Testspiel nach der langen Winterpause war sie auch schon dabei. Bei eisigen Temperaturen trat Jahn gegen die DFC Allendorf /Eder aus der Verbandsliga an. Von Beginn an setzte Jahn den Gegner in dessen Hälfte unter Druck.
Durch ein frühes Pressing und vielen Spielverlagerung zwang Calden den Gegner zu Fehlern und versuchte mit viel Bewegung und wenigen, kurzen Ballkontakten zu agieren. Ein großes Mango war die Chancenverwertung. Aus zahlreichen Torchancen konnten nur fünf Treffer erzielt werden. Die Torschützen waren Sharon Braun, Arlene Rühmer und Marilyn Herrmann. Lob gab es auch für Rückkehrerin Jil Ludwig, die sehr schnell wieder in ihr Team fand. (mrß)



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