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Fußball: Northeims Ex-Kapitän Alexander Kröll im Interview zu seiner Rückkehr

„Mindestens 30 Punkte“

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Northeim. Auf dem Transfermarkt haben die Verantwortlichen von Eintracht Northeim ihr Fußballteam in der Winterpause zwar nicht verstärkt, dennoch begrüßte Trainer Wolfgang Schmidt jetzt beim Trainingsauftakt einen prominenten Neuzugang im Landesligakader. Nach fast einjähriger Verletzungspause (Knorpelschaden im linken Knie, Operation im Juni) steht der ehemalige Eintracht-Kapitän Alexander Kröll dem Tabellenvierten wieder zur Verfügung. Wir sprachen mit dem Rückkehrer, der zugleich quasi auch ein Neuzugang ist.

Bald wieder in Aktion zu sehen: Alexander Kröll, hier im Oberligaspiel im Oktober 2010 gegen den VfB Oldenburg, ist nach langer Verletzungspause wieder ins Team zurückgekehrt. Archivfoto: osx

Bald wieder in Aktion zu sehen: Alexander Kröll, hier im Oberligaspiel im Oktober 2010 gegen den VfB Oldenburg, ist nach langer Verletzungspause wieder ins Team zurückgekehrt. Archivfoto: osx

Herr Kröll, wie geht es dem linken Knie?

Alexander Kröll: Dem geht es gut. Der Knorpelschaden macht keine Probleme mehr. Ich hoffe, dass das so bleibt.

Können Sie sich noch an Ihr letztes Fußballspiel erinnern?

Kröll: Oha, das muss so im Februar oder März 2011 gewesen sein. Genau weiß ich es nicht mehr. Aber das ist fast ein Jahr her.

Und am Mittwoch gegen Bad Gandersheim haben Sie wieder auf dem Spielfeld gestanden.

Kröll: Das war einfach super. Der Spaß am Fußball ist sofort wieder da gewesen. Trotzdem hab ich nur eine Halbzeit gespielt, aber das war mit dem Trainer so abgesprochen.

Wie haben Sie im vergangenen Frühjahr den Oberliga-Abstieg miterlebt?

Kröll: Das war großer Mist. Nur am Rand stehen und nicht helfen können, das war schon scheiße. Man muss zwar sagen, dass wir uns das letztlich selbst zuzuschreiben haben. Trotzdem: Sechs Absteiger in der vergangenen Saison und durch Vereinsinsolvenzen in dieser nicht einer, das ist auch eine komische Aufteilung.

Und wie beurteilt Zuschauer Alexander Kröll die Hinrunde in der Landesliga?

Kröll: Ich denke, wir sind hinter unseren Erwartungen zurück. Ich hatte mir mehr versprochen. Unser Ziel war der Wiederaufstieg. Einige sind da vielleicht auch ein bisschen blauäugig in die Saison gegangen und haben gedacht, dass das schon irgendwie klappt. Aber das ist das Problem. Die Landesliga ist kein Selbstläufer. Jetzt müssen wir versuchen, möglichst weit vorn zu landen, um wenigstens die Aufstiegsrelegation um den letzten Oberligaplatz zwischen den Zweitplatzierten der vier Landesligen zu erreichen.

Wer sind die größten Konkurrenten auf dem Weg dorthin?

Kröll: Lupo Martini Wolfsburg und die Freien Turner aus Braunschweig hatte vorher jeder auf der Rechnung. Und so ist es gekommen. Aber auch Kästorf ist nicht völlig überraschend zur Zeit Dritter. Die haben gute Leute, die vorher bei Eintracht Braunschweig II gespielt haben. Die darf man nicht außer acht lassen.

Wie kann es dennoch klappen mit dem Aufstieg, trotz derzeit neun Punkten Rückstand auf Platz eins?

Kröll: Wir haben noch zehn Heim- und nur vier Auswärtsspiele. Früher waren wir mal heimstark. Und dahin müssen wir zurückkommen. Man muss aber auch realistisch sein, andere Mannschaften haben sicher bessere Chancen als wir. Doch wenn sich die Möglichkeit bietet, müssen wir sie auch greifen. Wir haben in der Hinrunde so viele Torchancen vergeben, das war teilweise unglaublich. Wenn das besser wird, dann schaffen wir das. Ich habe bei der Mannschaft schon gesagt: 30 Punkte müssen wir aus den 14 Spielen mindestens holen.

Wie geht es mit Ihnen weiter? Wollen Sie erstmal langsam wieder Tritt fassen oder geht es gleich voll los?

Kröll: Mein Ziel ist es, beim ersten Spiel der Rückrunde in der Anfangself zu stehen. Die Sicherheit bei mir ist zurück, auch wenn ich Mittwoch nur eine Halbzeit gespielt habe. Ich fühle mich gut und habe mich auch während meiner Verletzungspause im Fitnessstudio in Form gehalten.

Übernehmen Sie auch wieder die Kapitänsbinde?

Kröll: Nein, das macht Marcel Braun weiter. Marcel ist bisher Ansprechpartner Nummer eins für den Trainer auf dem Platz. Das macht er gut und bleibt auch Kapitän.

Von Marco Washausen

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Fußball: Landesliga Braunschweig

  • Tabelle
  • Ergebnisse
PlatzMannschaftSpieleToreDiffPunkte
1U.L.M. Wolfsburg2978:255367
2FT Braunschweig2964:313359
3SSV Kästorf2956:441252
4Eintracht Northeim2959:382151
5MTV Wolfenbüttel2955:46948
6TSV Hillerse2953:431045
7TuSpo Petershütte2952:421044
8BSC Braunschweig2968:531543
9MTV Gifhorn2950:41942
10SVG Göttingen2944:58-1437
11GW Vallstedt2946:56-1032
12SSV Vorsfelde2946:64-1832
13GW Calberlah2941:63-2232
14Germ. Wolfenbüttel2934:65-3123
15Dosl. Osterode2937:74-3718
16Sparta Göttingen2930:70-4018

für den 31. Spieltag

HeimGastSpiel
U.L.M. WolfsburgMTV Gifhorn1:4
FT BraunschweigBSC Braunschweig2:1
GW VallstedtSparta Göttingen3:3
SSV KästorfTSV Hillerse4:1
MTV WolfenbüttelSSV Vorsfelde5:3
Dosl. OsterodeTuSpo Petershütte3:1
GW CalberlahGerm. Wolfenbüttel3:2
SVG GöttingenEintracht Northeim2:2

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