Berlin. Hannover 96 jubelte am Samstag gleich mehrfach: Nicht nur über den 1:0 (0:0)-Sieg bei Hertha BSC Berlin, sondern zugleich auch über mehrere Serien. So sind die „Roten“ trotz widriger Voraussetzungen überaus erfolgreich und effektiv aus der Winterpause gekommen. Aus den ersten drei Spielen holten sie sieben von neun Punkten mit nur zwei lächerlichen Toren. Nachdem „Moa“ Abdellaoue schon das 1:0 gegen Nürnberg gesichert hatte, buchte der Norweger mit marokkanischen Vorfahren auch den Dreier im „Kühlschrank Olympiastadion“ mit seinem tollen Treffer in der 68. Minute, als er den Ball nach einem Zuspiel von Neuzugang Mame Diouf von halblinks ins kurze Eck drosch – einfach ein Klasse-Treffer und schon sein elfter in dieser Saison.
Während also vorn wieder Verlass auf Abdellaoue war, hielt Ron-Robert Zieler hinten erneut seinen Kasten sauber. Drei Spiele ohne Gegentor hintereinander - die nächste starke Serie bei den Hannoveranern, die durch ihren erst zweiten Auswärtssieg in dieser Spielzeit den Abstand zu den vor ihnen auf den internationalen Plätzen liegenden Teams auf einen Zähler verkürzten. „00-Zieler“ titelte Bild-Hannover schon vor dem Spiel in Berlin in Anlehnung an 007-Held James Bond.
Kaum zu glauben, dass die Hannoveraner nun schon seit sieben Spielen ungeschlagen sind. Und dies, obwohl Trainer Mirko Slomka die Innenverteidigung schon vor und auch während der Partie umbauen musste. Wegen des Ausfalls von Haggui (Afrika-Cup) und Pogatetz (drei Spiele Sperre) begannen in Berlin der wieder genesene Christian Schulz und Mario Eggimann., Doch nach 36 Minuten musste Schulz erneut verletzt raus. Jungspund Christopher Avevor kam und hielt gut durch.
Nach der Pause brachte Slomka dann auch noch Diouf (24), der für 1,8 Mio. Euro aus Manchester gekommen war. Auch wenn dem Senegalesen noch die Bindung fehlte, steckte er den entscheidenden Ball zu Abdellaoue durch. „Ich bin sehr glücklich. Besser hätte mein Einstand kaum laufen können“, meinte Diouf. Slomka blieb Realist. Er hatte ein „schwaches Spiel auf unterem Bundesliga-Niveau“ gesehen. Um so schöner nicht nur für ihn, dass 96 weiter ein Aspirant fürs internationale Geschäft bleibt. (haz/gsd) Foto: dapd



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