Magdeburg. Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar haben ihren dritten Auswärtssieg in der 3. Liga Ost errungen. Mit 29:17 (15:7) distanzierten sie die SpG Bandits Magdeburg/Barleben deutlich und boten dabei im Gegensatz zur Partie gegen Hildesheim diesmal vor allem in der Defensive eine starke Leistung.
Etwas Anlaufzeit brauchte es aber dazu. Denn nach acht Minuten lag der SVG mit 2:4 hinten. Einmal mehr leisteten sich die Domstädterinnen zu viele Fehler im Abschluss. Dazu kam, dass Bandits-Trainer Jens Aebi in die taktische Trickkiste griff und mit einer vorgezogenen Abwehrspielerin die Kreise von Top-Torschützin Katrin Schmalz wirkungsvoll einengte.
Wenige Minuten später hatten die Gäste unter der Regie von Anne Breitschuh die Partie dennoch im Griff. Drei Tore in Folge zur 5:4-Führung, dann bei Unterzahl noch einmal drei Treffer zum 8:5 - der Widerstand des Tabellenvorletzten war nach einer Viertelstunde gebrochen. Bis auf 14:6 zog der SVG trotz sieben technischer Fehler davon und nahm diese Führung auch mit in die Pause.
Die Dominanz setzte sich in zweiten Durchgang fort. Obwohl sich das nicht mehr ganz so stark in der Torausbeute widerspiegelte. Denn die Bandits spielten ihre Angriffe aufreizend lange aus und lockten damit die ungeduldiger werdende Fritzlarer Verteidigerinnen heraus. „Ich hatte das Gefühl, dass wir wesentlich weniger Ballbesitz hatten“, sagte Trainerin Susanne Bachmann. Und auch die Abschlüsse aus der Nahdistanz, vor allem von Außen, fanden ihr Ziel oft nicht. Dennoch: „Spielerisch war das nach der Pause viel besser“, befand die Bad Wildungerin. Auch, als Melina Horn zuerst den Schmalz-Part und später für Anne Breitschuh die Spielmacher-Position übernahm.
Anbrennen ließen die Fritzlarerinnen nichts mehr, zogen ihre Linie konsequent durch und kamen über eine geschlossene Mannschaftsleistung zum klaren Erfolg. Beleg dafür: Alle Feldspielerinnen konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Einzig Torfrau Malgorzata Rodziewicz verdiente sich mit 17 gehaltenen Bällen (darunter ein Siebenmeter) ein Sonderlob. Fritzlar hält mit diesem Sieg seinen Platz im Führungsquartett. • SVG: Rodziewicz, Lerch - Kirmse 2, Heidenreich 2/2, Frank 2, Giebisch 1, Breitschuh 5, Horn 4, Miszczyj 7/1, Schmalz 4, Schwalenstöcker 1, Dreyer 1. (kh)



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