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28:30 - ein Schock durch Schuck

3. Liga Ost: Germania Fritzlar kassiert gegen HSG Stemmer/Friedewalde erste Heimniederlage der Saison

28:30 - ein Schock durch Schuck

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Fritzlar. Das war’s dann mit der schönen Serie: Der SV Germania Fritzlar hat nach acht Siegen am Stück seine erste Heimniederlage in der 3. Liga Ost kassiert und mit 28:30 (13:13) gegen die HSG Stemmer/Friedewalde verloren. Damit verpassten es die Handballerinnen aus der Domstadt auch, sich für die höchste Saisonniederlage (22:32) im Hinspiel zu revanchieren.

Zu Boden gegangen: Katrin Schmalz (Mitte), hier gegen die HSG-Spielerinnen Leonie Wöbking (links) und Jana Schuck, kassierte die erste Heimniederlage mit Germania Fritzlar in dieser Saison. Foto: Hahn

Zu Boden gegangen: Katrin Schmalz (Mitte), hier gegen die HSG-Spielerinnen Leonie Wöbking (links) und Jana Schuck, kassierte die erste Heimniederlage mit Germania Fritzlar in dieser Saison. Foto: Hahn

Tabellenvierter gegen Tabellendritter - was nach großen Sport roch, war zwar packend, jedoch nicht immer hochklassig. Den Unterschied letztlich machte HSG-Rechtsaußen Jana Schuck aus, die zwölf Tore erzielte und damit eine hundertprozentige Chancenverwertung hatte.

Äußerst nervös begannen beide Teams. Fritzlar traf zunächst über die erste und zweite Welle zu häufig vorschnelle und unpräzise Entscheidungen. Neben Pech im Abschluss kamen schließlich technische Fehler und Missverständnisse hinzu. So waren nach sieben Minuten gerade einmal drei Treffer gefallen (2:1). Einzig Torfrau Rodziewicz bewahrte Fritzlar vor einem Rückstand. Am Ende standen 19 Paraden und ein Tor auf ihrem Habenkonto. Unterstützt wurden die Torhüterinnen von zwei sehr starken Abwehrreihen. Beide agierten in einer geschlossenen 6:0-Deckung, so dass aus dem gebundenen Spiel nur wenig Torgefahr entstand. HSG-Coach Rainer Niemeyer sah vor allem im Rückzugsverhalten den Schlüssel zum Sieg. „Wir haben ihren starken Rückraum sehr gut und schnell zugestellt.“

So bissen sich die Domstädterinnen an der Deckung der Gäste die Zähne aus. Dennoch leistete sich die HSG zwischen der 18. und 21. Minute Fehler im Aufbau, die Fritzlar sofort per Tempogegenstoß bestrafte und mit 10:8 in Führung ging. Die Folge war eine Auszeit des Gäste-Coaches, der seine Damen in das Spiel zurück führte. So blieb es bis zur Halbzeit ein Duell auf Augenhöhe.

Und so ging es weiter. Die Abwehrreihen dominierten, jedes Tor musste hart erkämpft werden. In der 35. Minute erhielten beim Stand von 16:16 gleich zwei Fritzlarerinnen eine Zeitstrafe. Mit viel Kampf und Cleverness überstanden sie jedoch diese Unterzahl und schienen nun auf der Siegerstraße zu sein. Angestachelt von strittigen Schiedsrichterentscheidungen zogen die Germanen das Tempo an und gingen bis zur 42. Minute mit 21:19 in Führung. Doch Stemmer/Friedewalde ließ sich nicht abschütteln - 21:21. „Immer dann, wenn wir ein Tor brauchten, haben wir eins gemacht“, frohlockte Niemeyer. Die Abwehr der Germanen fand keine Mittel gegen Jana Schuck. Trainerin Bachmann gab sich selbstkritisch: „Das ist meine Schuld. Ich hätte da eher reagieren müssen“. So zogen die Gäste auf 26:22 davon und retteten den Vorsprung über die Zeit. • SVG: Lerch (ab 52.), Rodziewicz (19 Paraden, 1 Tor) - Kirmse (3), Heidenreich (2), Frank, Breitschuh (5), Horn, Miszczyj (7), Schmalz (7), Schwalenstöcker, Dreyer, Giebisch (3).

Von Marius Franke

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