Kirchhof. Die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof haben etwas gutzumachen gegen die SG Knetterheide/Schötmar (Samstag, 18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen). Nicht nur, weil sie im Spiel der 3. Liga Ost bei Leipzig II vor Wochenfrist 41 Gegentore hinnehmen mussten und ohne Punkte wiederkamen. Auch das Hinspiel in Ostwestfalen ging mit 29:31 verloren.
Jetzt soll gegen die „Knetterheidis“ der Spieß umgedreht werden. Ungeachtet aller taktischen Finessen, die sich der Gegner einfallen lässt, um Jana Pollmer auszuschalten. Im Hinspiel gelang das noch mit einer kurzen Deckung. Lediglich fünf Feldtore erzielte die Top-Torjägerin damals. Inzwischen sind die Nordhessinnen aber gereifter. Das sieht auch Gästecoach Axel Carls ein. „Jana spielt eine überragende Saison. Aber nimmt man sie heraus, schiebt sich vielleicht eine andere in den Vordergrund.“
Um über Standardsituationen die gegnerische Abwehr an den Kreis zu binden, müssen für Kirchhof starke Leistungen der beiden Halben Vilte Duknauskaite und Christin Schene sowie diszipliniertes, geduldiges Spiel her. Faktoren, die in Leipzig fehlten. So kam Pollmer zwar wieder zu 18 Treffern, aber ihre Mitspielerinnen suchten zu schnell den Abschluss und produzierten Fehler. Die Folge: vor allem nach der Pause unzählige Gegenstöße und eine herbe Klatsche. Auch die Option mit Viktoria Marquardt verpuffte, weil trotz Freiräumen im Spiel fünf gegen fünf zu wenige Bälle den Weg an den Kreis fanden. Weshalb Fuhrig das Training dieser Variante in der vergangenen Woche forcierte.
Viel zu verlieren hat das gegnerische Carls-Team nicht und kann die Partie entspannt angehen. „Unser Ziel war nur der Klassenerhalt, und der dürfte schon fast geschafft sein“, sagt Carls angesichts des positiven Punktekontos und dem achten Platz.
Wie bei Kirchhof liegen die Stärken der Ostwestfälinnen im Rückraum. Katrin Hill (123/30 Tore), Elena Reuschel (92/37) und Katja Matthäus-Kleinert (82) erzielten zusammen weit mehr als die Hälfte aller Treffer der SG. Doch ausgerechnet Spielmacherin Hill droht in Melsungen mit Achillessehnenproblemen auszufallen, was eine deutliche Schwächung der Angriffskraft darstellen würde. Deshalb gibt Carls die Hoffnung nicht auf, seine Schlüsselspielerin vielleicht doch einsetzen zu können. Ganz sicher nicht dabei ist Torfrau Stephanie Sauer, die sich beim 19:28 in Osterode-Harz verletzte. (kh)



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