715.01.1215.01.12|3. Liga Ost|
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baunatal. Tief durchatmen war angesagt. Reiner Wagner hatte bei seiner Premiere als Trainer des Handball-Drittligisten GSV Eintracht Baunatal mit einigen Unwägbarkeiten zu kämpfen, doch am Ende stand ein deutlicher Erfolg für sein Team. Mit 36:25 (19:12) bezwangen die Großenritter Liga-Schlusslicht HSG Kleenheim. Ein Sieg, der jubelnde Spieler und einen erleichterten Trainer hervorbrachte.

Kaum zu halten: Mit sechs Treffern war Michael Horn, hier links gegen Tim Hanika, ein Eintracht-Trumpf gegen Kleenheim. 2 Fotos: Fischer
Ohne die verletzten Renke Behrends, Phil Räbiger und Dennis Weinrich musste der neue Coach seine erste Partie bestreiten. Kapitän Florian Ochmann ging erneut angeschlagen ins Spiel. Nur dank medizinischer Hilfe konnte der an der Schulter verletzte Spielmacher überhaupt mitwirken. „Wir wussten nicht, ob es gut geht“, verriet Wagner nach der Partie. „Doch Ochi hat schnell gezeigt, dass es geht und mit seinen Toren in der Anfangsphase für die nötige Sicherheit gesorgt.“
Dennoch tat sich der GSV in den ersten Minuten schwer. Nach knapp zehn Minuten stand es gerade einmal 4:3. Doch dann fanden die Gastgeber ins Spiel. Die Abwehr ließ die Kleenheimer Angriffsbemühungen teilweise hilflos wirken. Und wenn dann mal ein Ball aufs Tor kam, war GSV-Schlussmann Conny Paar zur Stelle. Bis auf 12:6 setzte sich Baunatal ab. Ochmann ordnete, Felix Geßner traf per Tempogegenstoß – von der Außenposition und wenn es notwendig war auch aus dem Rückraum. Und als die Gäste eine kurze Phase der Unachtsamkeit beim GSV nutzten, um auf 11:14 zu verkürzen, zeigten Paul Gbur und der eingewechselte Michael Horn ihre Qualitäten als Torschützen. Die Eintracht ging mit einem beruhigenden Sieben-Tore-Vorsprung in die Pause.
„Wir haben einige Chancen fahrlässig vergeben, indem wir Bälle im Spielaufbau verloren. Da haben die Passwege nicht gestimmt“, beschrieb Wagner das Geschehen der ersten Hälfte kritisch.
Nach dem Seitenwechsel aber ließ sich die Eintracht nicht mehr aus der Ruhe bringen. „Da sind wir viel konsequenter auf die Nahtstellen gegangen“, meinte der neue Coach. Und: „Es war zu sehen, welch hohe Qualität in unserem Team vorhanden ist.“
Egal in welcher Formation die Baunataler nun aufliefen, Kleenheim war chancenlos. Die größte Gegenwehr leistete da HSG-Coach Walther Don. Immer wieder beklagte er sich lautstark über Schiedsrichterentscheidungen. Nach Gelber Karte folgte eine Zeitstrafe, und in der 56. Minute sah Don Rot. Solch eine Aufregung blieb Reiner Wagner bei seinem Debüt erspart – spätestens nach dem Abpfiff war seine Anspannung der Erleichterung gewichen.
Am Dienstag testet die Eintracht um 20 Uhr in der Rundsporthalle gegen Zweitligist ThSV Eisenach.
Von Claudia Stehr
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