Baunatal. „Ich freue mich jetzt schon auf das Rückspiel. In Pirna wird uns sicher mehr einfallen.“ Hat Phil Räbiger gesagt am 23. September 2011, nach der schwächsten Saisonleistung der Baunataler Eintracht und einer 20:28-Heimschlappe gegen Lok Pirna.
Nun ist es so weit, und die Großenritter Handballer treten die 400-Kilometer-Reise zum sächsischen Rivalen an, wo sie am Samstag um 19.30 Uhr Revanche nehmen wollen.
„Wir haben etwas gutzumachen“, weiß Räbiger, auch wenn dem hoch talentierten Halbrechten beim 36:32-Heimsieg gegen die TG Münden seine fünfwöchige Wettkampfpause noch deutlich anzumerken war. Vor allem in der Defensive hatten Räbiger und sein „Schatten“ Michael Horn im Duett mit Felix Geßner so ihre Probleme auf der linken Seite mit den Mündenern Knudsen und Reiser.
„Wir müssen uns generell in der Abwehr deutlich steigern und vielleicht auch mal wieder mit einer 5:1-Formation antreten, wenn wir in Pirna eine Chance haben wollen“, erklärt Trainer Reiner Wagner und fordert viel mehr Biss und deutlich größere Laufbereitschaft als zuletzt. Das betrifft nicht nur die linke Seite, sondern auch den Mittelblock (Florian Ochmann: „Uns hat die Abstimmung gefehlt.“) und die rechte Seite.
Dort hatte Pirnas Trainer Franz Zenk, inzwischen ersetzt durch den Ex-Melsunger Petr Hazl als Spielertrainer, im Hinspiel die taktischen Hebel angesetzt. Und mit Robert Delinac (5 Tore) sowie Dusan Milicevic (10/5) zwei Trümpfe parat, die Paul Gbur und Christian Schade klar ausstachen.
Ob Baunatals Schade morgen mitwirken kann, wird sich wohl erst kurzfristig entscheiden. Der mit 77 Treffern beste Werfer der Eintracht, Nummer 22 der von Pirnas Milicevic (147) angeführten Liga-Rangliste, war gegen Münden kurz vor Schluss ausgerutscht und umgeknickt. Eine Bänderdehnung ließ bis zum Donnerstag kein Training zu.
„Wir haben mit Paul Gbur, Mark Potthof und Dominik Schwietzke drei weitere Linkshänder im Team, die können Christians Ausfall kompensieren“, bleibt Wagner ruhig. Zumal Potthof gegen Münden viel Selbstvertrauen tankte. „Wir sind nicht leicht auszurechnen“, weiß Wagner. Viele Experimente will er nicht wagen. „Aber Phil hat recht: Uns fällt eine Menge ein. Vor allem wollen wir Pirna ins Laufen bringen.“ Archivfoto: Fischer/nh
Von Gerald Schaumburg
| Platz | Mannschaft | Tore | Diff | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | EHV Aue | 994:837 | 157 | 53 |
| 2 | HSC Bad Neustadt | 807:717 | 90 | 40 |
| 3 | Eintracht Baunatal | 882:852 | 30 | 39 |
| 4 | Dessau-Roßlauer HV | 793:743 | 50 | 37 |
| 5 | HSC Coburg | 878:831 | 47 | 37 |
| 6 | SG DJK Rimpar | 801:749 | 52 | 35 |
| 7 | ESV Lok Pirna | 812:767 | 45 | 33 |
| 8 | SG LVB Leipzig | 825:836 | -11 | 32 |
| 9 | HSG Gensungen/Felsberg | 912:896 | 16 | 31 |
| 10 | SV Anhalt Bernburg | 807:815 | -8 | 29 |
| 11 | TG Münden | 883:888 | -5 | 28 |
| 12 | TSG Münster | 820:891 | -71 | 23 |
| 13 | HC Aschersleben | 857:887 | -30 | 23 |
| 14 | HSG Pohlheim | 761:853 | -92 | 18 |
| 15 | TV Jahn Duderstadt | 786:850 | -64 | 16 |
| 16 | HSG Kleenheim | 691:897 | -206 | 6 |
für den 33. Spieltag
| Heim | Gast | Spiel |
|---|---|---|
| TG Münden | HSG Gensungen/Felsberg | 35:33 |
| EHV Aue | Eintracht Baunatal | 42:30 |
| Dessau-Roßlauer HV | TV Jahn Duderstadt | 24:21 |
| HSC Bad Neustadt | HC Aschersleben | 29:26 |
| HSG Kleenheim | HSC Coburg | 24:35 |
| SG LVB Leipzig | TSG Münster | 33:26 |
| ESV Lok Pirna | HSG Pohlheim | 36:30 |
| SG DJK Rimpar | SV Anhalt Bernburg | 17:17 |



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