Drei Gründe waren wohl ausschlaggebend für die Niederlage. Die Vellmarer machten zu wenig aus ihren Chancen und ihrem Angriffsspiel. Zu statisch agierte der TSV, glänzte eher mit Einzelaktionen denn mit dem schnellen Mannschaftsspiel, mit dem die kompakte 6:0-Abwehr der Gäste zu knacken gewesen wäre. Und baute so auch den Keeper der HSG auf.
Dazu kam, dass man sich zu intensiv mit den Entscheidungen der Unparteiischen aus Idstein beschäftigte. Die fanden sicher nicht immer das richtige Maß für beide Seiten, wobei der TSV dann eher schlechter wegkam. „Meine Mannschaft hat es nicht geschafft, das wegzustecken und sich mehr mit dem Ärger über die Schiedsrichter beschäftigt, als weiter ans Spiel zu denken.“
In der Abwehr stand Vellmar zwar grundsätzlich gut, aber in der entscheidenden Phase ab der 38. Minute griff man die Gäste zu spät an und diese zogen von 14:13 auf 18:14 (44.) davon.
Zwar gab Vellmar nie auf und blieb auch dank der rettenden Paraden von Andreas Paul im Tor auf Tuchfühlung, doch die Führung der Gäste konnte man nicht mehr wirklich in Gefahr bringen.
„Wir haben im Angriff zu viele Chancen vergeben“, bekannte auch Trainer Duketis nach dem Spiel. Mit dem ersten Einsatz von Linkshänder Milan Torbica war der Trainer zufrieden. „Man darf keine Wunderdinge von ihm erwarten“, so Duketis. „Aber in der Abwehr hat er uns mehr Stabilität gegeben.“
Torbica klagte nach der Partie über Schmerzen im rechten Rippenbereich. „Immer wieder hat mich mein Gegenspieler im Bauch erwischt, immer auf die gleiche Stelle. Das hat mit Handball nichts zu tun. Im Profilager ist mir so etwas noch nicht passiert“, klagte der Neuzugang aus Serbien.
Der fühlt sich im neuen Umfeld wohl. „In Vellmar stimmt alles. Wir haben jetzt noch zwei Spiele, und in diesen beiden Spielen werde ich dafür kämpfe, dass Vellmar in der Oberliga bleibt“, so Torbica.
TSV: Paul, Tum (n.e.), Rudolph (n.e.); Kunz, Stumbaum 1, Kovacs 3/3, Kreß, Hermenau, Kiebach 3, Steiner 2, Duketis 4, Richter, Torbica 4, Petrovski 3, Körber, Heyne (n.e.)
Von Peter Fritschler












