Bevor aber der Startschuss fällt, sprachen wir im Interview mit dem ehemaligen KSV-Torjäger Thorsten Bauer, der die Schirmherrschaft für den Jugend-Fußball-Cup übernahm.
Erinnern Sie sich eigentlich noch an Ihr erstes F-Jugendspiel?
Thorsten Bauer: Nein, das nicht, aber ich kenne die Geschichte meines ersten Spiels überhaupt sehr gut. Mein Vater erzählt mir immer davon. Ich war damals viereinhalb oder fünf Jahre alt. Nach meiner Einwechslung habe ich ein Tor geschossen, dann den Ball vor den Kopf bekommen und musste schließlich mit einer Gehirnerschütterrung ins Krankenhaus.
Das hört sich schmerzhaft an...
Bauer: War es mit Sicherheit auch, aber wie gesagt, diese Geschichte kenne ich nur aus der Erzählung und kann mich deshalb nicht mehr daran erinnern.
Genauso aufgeregt wie Sie damals waren, werden nun auch 800 Kinder sein, die in den Jugendcup starten. Warum haben Sie die Schirmherrschaft übernommen?
Bauer: Zum einen, weil ich netterweise gefragt worden bin und zum anderen, weil mir der Cup einfach am Herzen liegt und ich bereits zweimal so eine Art Schirmherrschaft übernommen habe. Außerdem ist die Jugendarbeit sehr wichtig für die Zukunft des Fußballs, gerade auch in kleineren Vereinen.
Haben Sie sich schon entschieden, bei welchem Turnier Sie vorbeischauen?
Bauer: Nein, das steht noch nicht fest. Aber ich werde auf jeden Fall bei einem Vorrundenturnier oder zur Endrunde vor Ort sein.
Das Finale findet dann direkt vor ihrem Abschiedsspiel am 8. Mai im Auestadion statt. Haben Sie überhaupt Zeit, das Endspiel zu verfolgen?
Bauer: Ich glaube, das wird relativ eng (lacht). Vor dem Spiel ist noch ein Empfang geplant, weitere Einzelheiten weiß ich noch nicht. Aber ich befürchte auch, dass ich nicht den Kopf habe, mir in Ruhe das Jugendcup-Finale anzuschauen.
Gibt es denn einen Verein, dem Sie beim Jugendcup besonders die Daumen drücken?
Bauer: Das ist nicht fair, weil ich in einigen Vereinen mit Spielern und Trainern befreundet bin. Deshalb halte ich mich neutral.
Letzte Frage: Welche Tipps geben Sie den F-Jugendfußballern mit auf den Weg?
Bauer: Sie müssen im Team zusammenhalten, das ist ganz entscheidend. Außerdem dürfen sie nie den Spaß verlieren, denn ohne Spaß kannst du auch keinen Erfolg haben. Wenn man zu verbissen an die Sache herangeht, dann verkrampft man nur und kann am Ende auch nicht erfolgreich Fußball spielen.
Von Torsten Kohlhaase










