Ammans Ehrenrunde im Bademantel nur ein Höhepunkt

Das macht Spaß: Ein langer Bademantel für den Schweizer Simon Ammann. Foto:  Worobiow

Willingen. Die Überraschung war gelungen. Eigentlich war Simon Ammann schon zufrieden nach seinem Comeback wieder in Willingen zu sein. „Ich hab’s wieder hierher geschafft“, sagte er. Und plötzlich war der vierfache Olympiasieger sprachlos.

Vor zwei Jahren hatte Skisprung-Methusalem Noriaki Kasai statt des zigfach erhaltenen Handtuchs einen Bademantel überreicht bekommen - jetzt war der 34-jährige Schweizer an der Reihe.

Ammann auf der Ehrenrunde im Schanzenauslauf, das war einer der Höhepunkte einer kurzweiligen Eröffnungsfeier für das Willinger Weltcup-Wochenende, moderiert von Stadionsprecher Gunnar Puk und Jürgen Bangert. Fast alle der 7 520 Zuschauer von der Qualifikation harrten im Strycktal aus und feierten die Skispringer aus 14 Nationen.

Die Fans erfuhren einige Dinge abseits des Sports. Etwa, dass die Garde der Vorspringer und ihr Trainer Michael Schmidt in einem Film über den britischen Skisprung-Clown „Eddie the Eagle“ mitwirken. Oder dass der üppige Bartwuchs den Österreicher Manuel Fettner nicht bei der Weitenjagd stört, allen Gesetzen der Aerodynamik widersprechend.

Den meisten Applaus erhielt aber Nick Fairell, der seit seinem schweren Sturz mit Not-OP bei der letztjährigen Vierschanzentournee im Rollstuhl sitzt und derzeit das US-Team begleitet. „Ich war nie zuvor in Willingen, aber ich bin sehr beeindruckt und genieße die Zeit hier.“ Noch ist nicht klar, ob der 26-Jährige aus New Hampshire querschnittsgelähmt bleibt. (ni)

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