Messi-Kumpel Agüero trifft - Argentinien schlägt Uruguay

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In der Partie zwischen Argentinien und Uruguay ging es ordentlich zur Sache. Foto: Javier Valdes

Gespielt, gekämpft, gezittert - am Ende auch gewonnen. Argentinien setzt sich bei der Copa América in einem hitzigen Südamerika-Klassiker gegen Titelverteidiger Uruguay durch.

La Serena (dpa) - Für schwache Nerven war der zweite Auftritt des Fußball-Vizeweltmeisters Argentinien bei der Copa América in Chile nichts. Mit 1:0 (0:0) rang die "Albiceleste" durch den Treffer von Sergio Agüero Titelverteidiger Uruguay nieder.

"Sie haben es auf ein hartes Spiel angelegt. Aber das können wir auch", betonte Argentiniens Kapitän Messi nach der Partie in La Serena: "Dieses Ergebnis gibt uns Ruhe."

Der Einzug ins Viertelfinale als Gruppenerster scheint nun nur noch eine Formsache: Am Samstag warten im letzten Gruppenspiel die bislang punktlosen Jamaikaner von Winfried Schäfer. Bis dahin können sich die Argentinier erstmal erholen, denn es war alles andere als ein leichter Sieg. Trainer Gerardo Martino wurde nach einer halben Stunde des hitzigen Klassikers auf die Tribüne verbannt. Von dort sah er den spektakulären Treffer von Agüero. In der 56. Minute hechtete der Angreifer von Manchester City in eine Flanke von der rechten Seite seines Vereinskollegen Pablo Zabaleta.

Mit dem Kopf wuchtete Agüero den Ball in die Maschen, Uruguays WM-Keeper Fernando Muslera war machtlos. "Der Treffer war mehr ein Verdienst des Stürmers als ein Fehler der Verteidigung", betonte Uruguays Trainer Oscar Tabárez. Nach einer typischen Messi-Vorarbeit in der ersten Halbzeit war Agüero per Kopf noch an Muslera gescheitert. "Wir haben gespielt, wir haben gekämpft, und wir haben diesen Derbysieg verdient", meinte der 27-jährige Agüero.

Vor allem in den Schlussminuten drängten die seit jeher unbequem zu spielenden Uruguayer auf den Ausgleich. Diego Rolan zielte bei der besten Chance aus wenigen Metern aber kläglich übers leere Tor. Ob Messis Vereinskollege Luis Suárez vom FC Barcelona es besser gemacht hätte? Möglich. Der Champions-League-Gewinner fehlt den Uruguayern aber wegen seiner Sperre für die Biss-Attacke bei der WM noch immer.

So konnte niemand Sergio Romero im argentinischen Tor überwinden. Der bei der WM vor einem Jahr schon bestens aufgelegte Keeper erwies sich auch gegen Uruguay wieder als sicherer Rückhalt. "Wenn Chiquito (Romero) nicht dagewesen wäre, würden wir jetzt wieder über meine Auswechslungen reden", meinte Coach Martino. Er spielte dabei auf die Kritik an, als er im Auftaktmatch des zweimaligen Weltmeisters gegen Paraguay die beiden Angreifer Carlos Tevez und Gonzalo Higuain aufs Feld schickte, als seine Mannschaft 2:1 führte. Die Partie endete 2:2.

Argentinien führt nun mit vier Punkten die Gruppe B beim südamerikanischen Regionalturnier an. Uruguay liegt mit drei Punkten auf dem dritten Platz.

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