Berlin Volleys gewinnen CEV-Pokal

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Die Berliner gewannen beide Finalpartien gegen das russische Team. Foto: Jörg Carstensen

Das Aus in der Champions League haben sich die Berlin Volleys im Nachhinein doch noch versüßt. Im CEV-Pokal sind sie jetzt Europokal-Sieger. Das Final-Rückspiel gewann Berlin überraschend deutlich.

Surgut (dpa) - Mit ihrem ersten Europapokal-Titel haben die Berlin Volleys einen historischen Erfolg gefeiert. Als erstes deutsches Männer-Team gewannen die Hauptstädter den CEV-Pokal. Im Final-Rückspiel siegte Berlin beim russischen Club ZSK Gazprom-Ugra Surgut klar mit 3:0 (25:18,25:18,25:18).

Vor 3000 Zuschauern in der westsibirischen Großstadt überzeugten die Volleys mit einer hochkonzentrierten Vorstellung. Die athletischen Vorteile der sonst so heimstarken Russen glichen sie durch eine sichere Annahme und ein sehr variables Angriffsspiel aus. Bereits das Hinspiel am Dienstag hatte Berlin mit 3:2 für sich entschieden.

"Wir reden von einem Projekt, das wir mit den Volleys verfolgen. Das braucht solche Erfolge auf internationaler Ebene", sagte Manager Kaweh Niroomand, der in Berlin geblieben war. "Auf dem Feld bei den Russen hat eine etwas andere Mannschaft als im Hinspiel gestanden - was immer da auch vorgefallen ist. Aber das darf unsere grandiose Leistung nicht schmälern." Für die Berliner war es bereits der zweite Titel in dieser Saison. Ende Februar hatten sie bereits den nationalen Pokal gewonnen.

In Surgut legten die Volleys direkt nach dem verwandelten Matchball auf dem Hallen-Parkett ein kleines Tänzchen hin. Im Konfettiregen nahm Kapitän Robert Kromm wenig später den großen Silberpokal entgegen. Für Sonntag (13.20 Uhr) ist ein kleiner Empfang am Flughafen Berlin-Schönefeld geplant.

Nach dem dritten Platz in der Champions League in der vergangenen Saison ist der Gewinn des CEV-Pokals für die Volleys ein weiterer Schritt in die von Manager Niroomand geforderte Richtung. Der Manager hat sich zum Ziel gesetzt, den Verein zumindest im erweiterten Kreis der europäischen Spitzenclubs fest zu etablieren.

In dieser Spielzeit waren die Volleys in der Champions League als Gruppendritter gescheitert und danach in den zweitrangigen CEV-Pokal versetzt worden. 2007 holte Berlins Dauer-Rivale VfB Friedrichshafen überraschend den Sieg im bedeutendsten europäischen Club-Wettbewerb.

In Surgut erwischten die Volleys einen optimalen Start. Mit wuchtigen Aufschlägen setzten sie den Gegner von Beginn an unter Druck. Eine Aufschlagsserie von Kapitän Robert Kromm sorgte im ersten Durchgang für eine beruhigende 19:13-Führung. Auch im zweiten Satz hielten die Gäste ihr hohes Niveau. US-Nationalspieler Paul Lotman gelang mit einem Angriff zum 17:11 die Basis für die 2:0-Satzführung. Surgut wirkte danach fast ratlos beim Bemühen, Berlin den Schwung zu nehmen.

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