65:80 gegen Tübingen: BG Göttingen verliert auch zweites „Abstiegs-Endspiel“

Erst nach der Pause wieder stark: Göttingens Spielemacher Khaldi El-Amin (am Ball) setzt sich gegen Tübingens Julian Albus (hinten) durch. Rechts: Tübingens Jared Jordan.

Göttingen. Die BG Göttingen hat auch das zweite „Abstiegs-Endspiel“ verloren. Gegen die Tigers Tübingen unterlag das Team von Trainer Johan Roijakkers vor 3447 Fans mit 65:80 (31:34).

Für die Veilchen wird es nun noch schwerer, den Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga zu schaffen. Über mehrere Phasen zeigten die Göttinger kein Erstliga-Format.

Ian Hummer brachte die Veilchen mit seinem ersten Freiwurf in Front, versemmelte danach aber wie in den vergangenen Spielen drei Stück in Serie. Nicht erstligareif! Mathis Mönninghoff vergab in der Folge weitere zweimal, so dass die Schwaben zunächst in Führung gingen. Dominik Spohr traute sich dann etwas zu, versenkte den ersten von vier Göttinger Dreiern im ersten Viertel – auch Godbold, nochmals Spohr und Mönninghoff waren noch je einmal erfolgreich. So ging es mit einem kleinen Vorsprung in die erste Pause, weil die Göttinger zwei „Buzzer beater“ (Treffer mit der Schussuhr-Sirene) verschenkten.

Im zweiten Viertel lief bei den BGern lange nichts zusammen. Nur Mönninghoff traf zwei Würfe. In sieben Minuten kam die BG somit nur auf kümmerliche vier Zähler, die Tübinger zogen trotz Auszeit von Roijakkers und dessen neuer Ausrichtung des Teams auf 32:23 weg. Die Fans wurden immer ruhiger, konnten den schwachen Auftritt der Veilchen in dieser Phase kaum fassen. Die Dreier der Göttinger fielen nicht, Tübingen holte sich die Rebounds (zur Pause 23:14 für die Tigers) und nutzte sie im Umkehrspiel zu leichten Punkten. Erst in der Schlussphase kam das Roijakkers-Team, in dem Spielmacher Khalid El-Amin wenig zur Geltung kam und zur Halbzeit keinen Punkt erzielt hatte, noch etwas auf und verkürzte durch Godbolds „Buzzer beater“ zum 31:34-Halbzeitstand, bei dem die im Angriff konzeptlose BG eine Wurfquote von 35 Prozent hatte – die Schwaben (10 Ballverluste zur Pause) kamen auf 52 Prozent.

Kurze Führung

Nach dem Wechsel kämpften sich die Göttinger weiter heran und kamen beim 41:40 auch wieder zu einer Führung. Doch nach dem 43:43 legten sie eine 0:8-Serie hin, die die Gäste erneut auf 43:49 davonziehen ließen. Harper Kamp kassierte ein unsportliches Foul, was auch in den Gesamtzusammenhang passte, und Godbold handelte sich nach 29 Minuten sein viertes Foul ein. 53:57 hieß es nach 30 Minuten.

BG Göttingen enttäuscht gegen die Walter Tigers Tübingen

Per Dreier brachte El-Amin sein Team zu Anfang des letzten Abschnitts auf 56:57 heran und legte zwei Zähler zur erneuten Führung (58:57) nach. Doch in den restlichen Minuten ging nur noch wenig bis nichts, die Hoffnungen auf diesen so wichtigen Heimsieg zerstoben schnell, weil die BG einfach zu unkonzentriert im Abschluss agierte. Am Ende waren die Pfiffe der heimischen Fans unüberhörbar.

BG: Kulawick 2, Everett, Spohr 8, Onwuegbuzie, Schwarz, Godbold 6, Mönninghoff 14, Kamp 15, Hummer 5, Boakye, Boykin, El-Amin 13.

Beste Tigers: Mihailovic 21, Fitzpatrick 14, Buford 14. (gsd)

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