74:84 gegen Gießen - BG Göttingen verpasst ihren neuen Rekord

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Die BGer hatten einen schweren Stand gegen Gießen: Göttingens Adam Waleskowski (Mitte) kommt gegen Gießens Marco Völler (links) und Thomas Scrubb (rechts) ins Straucheln.

Göttingen. Mit dem neuen BG-Rekord ist es nichts geworden! Gegen die Gießen 46ers kassierten die Göttinger Veilchen nach zuletzt drei Siegen in der Basketball-Bundesliga wieder eine auch verdiente Niederlage, verloren vor 3090 Zuschauern mit 74:84 (39:51). Der vierte Sieg in Folge – und damit eine neue Bestmarke – blieb nur ein Wunschtraum.

Scott Eatherton, der am Ende ein „Double-Double“ (zwei zweistellige Statistik-Werte) geschafft hatte, und Darius Carter sorgten für die ersten beiden Führungen der Veilchen zum 4:2, ehe die Mittelhessen vorerst das Kommando in der Partie übernahmen. Die Göttinger leisteten sich drei Ballverluste, zudem lautete das Foul-Verhältnis 0:5 gegen die BG. Haupt-Schiedsrichterin Anne Panther und ihre Crew kannten kein Pardon mit den Gastgebern. Gießen führte 10:6, doch die BG hielt dagegen, kämpfte und ging dank eines 9:2-Laufes mit 15:12 in Front. Doch ebenso schnell war der Vorsprung wieder dahin. Nach dem ersten Viertel lag Gießen 20:17 vorn.

Vier-Punkt-Spiel von Schwarz

Und die Gäste blieben weiter am Drücker. Sie machten einfach weniger Fehler als die Göttinger, die zwar durch zwei Dreier von Malte Schwarz mit 27:26 in Führung gingen (darunter ein seltenes Vier-Punkte-Spiel = Dreier plus Bonuswurf nach Foul), doch erneut war sie so schnell weg wie sie erzielt worden war. Die Hessen mussten eigentlich nur auf die Fehler, Pannen und Unkonzentriertheiten der Veilchen warten, um zu halbwegs leichten Punkten zu kommen. Dominik Spohrs Dreier brachte zwar das 33:34, in der Folge aber misslang den Göttingern fast alles, so dass die 46ers leicht davonzogen.

Zudem packten die BGer unter dem eigenen Korb zu wenig zu, was Gießen elf „zweite Chancen“ ermöglichte. Beim 37:49 war der Rückstand auf zwölf Zähler angewachsen – auch weil das Rebound-Verhältnis mit 19:9 eindeutig für die Mannschaft von Gäste-Trainer Dennis Wucherer sprach. Elf BG-Ballverluste zur Pause trugen ebenso zum desillusionierenden 39:51-Halbzeitstand bei. 51 Zähler der Gäste – viel zu viele nach 20 Minuten.

Nochmal auf 70:75 heran

Benas Veikalas eröffnete die zweite Hälfte per Dreier. Doch es ging auf Göttinger Seite weiter mit schlechten Entscheidungen und miesen Zuspielen. Die Veilchen ließen sich abkochen, Gießen blieb konzentriert. 49:62 nach 25 Minuten, eigentlich alles klar. 120 Sekunden später netzte Veikalas per Dreier zum 56:62 ein – die Fans sangen: „Jetzt geht´s los!“ Los ging´s aber nach hinten, es war wieder nur ein Strohfeuer der Göttinger. Joschi Saibou und Jahenns Manigat trafen zwei Dreier für die Hessen, nach 30 Minuten lag die BG 57:70 hinten.

Kurz nach Beginn des letzten Viertels leistete sich Adam Waleskowski ein unsportliches Foul, was Gießen zum 73:61 nutzte. 3:38 Minuten vor Schluss hatte sich die BG aber nochmal auf 70:75 heran gekämpft, aber Cameron Wells traf per Dreier, womit die Entscheidung gefallen war. 74:84 am Ende – über diese Heimschlappe konnten sich die BGer nicht beklagen, sie hatten sie sich selbst eingebrockt. BG-Coach Johan Roijakkers: „Ein verdienter Sieg für die Gießener, sie waren über große Strecken besser und aggressiver. Gießen ist einfach sehr schwer zu spielen.“

BG: Williams, Veikalas 12, Ruoff 6, Spohr 5, Carter 8, Schwarz 7, Mönninghoff 2, Waleskowski 9, Borchers, Sanders 8, Eatherton 17 (11 Rebounds), Grüttner.

Gießens beste Werfer: Saibou 15, Evans 14.

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