83:92 gegen Bonn: Schmerzliche Heimpleite für die BG Göttingen

Voller Einsatz gegen sein früheres Team: Der Neu-Göttinger Benas Veikalas (6) zieht zwischen Filip Barovic (links) und Johannes Richter (8) zum Bonner Korb. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Johan Roijakkers hatte schnell den Grund für die 83:92 (39:44)-Niederlage seiner BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga gegen die Telekom Baskets Bonn ausgemacht.

„Die Kraft hat nach dem anstrengenden Bamberg-Spiel am Mittwoch, wo wir auch erst um vier Uhr morgens nach Hause gekommen sind, nicht gereicht. Wir waren müde“, meinte der Göttinger Coach.

Aktualisiert um 12.15 Uhr

Diese Müdigkeit wurde vor allem in Situationen deutlich, in denen sich die Gastgeber herangekämpft hatten mit sehr viel Aufwand, die Bonner dann aber wieder anzogen und den nötigen Abstand herstellten, um am Ende das Parkett in der S-Arena als Sieger zu verlassen. Hinzu kamen auf Seiten der Veilchen „zu viele Fehler in der Defensive“, die Roijakkers ausgemacht hatte.

In diesem von beiden Seiten sehr intensiv geführten Spiel lief es anfangs gut für die Göttinger die mit 8:2 in Führung gehen konnten aufgrund eines „Dreier-Hagels“, der auf die Bonner niederprasselte. Von elf Würfen jenseits der 6,75 m netzten die BGer immerhin sechs in den ersten zehn Minuten ein, wobei sich vor allem der Ex-Bonner Benas Veikalas hervortat.

Er traf drei von vier Dreiern, wobei sein vierter Dreier im zweiten Viertel sein 1901. Punkt in der Bundesliga bedeutete. Doch schon in diesem ersten Viertel deutete sich die Treffsicherheit der Gäste an, die eine Trefferquote von 62 Prozent gegenüber den Göttingern von 47 Prozent aufwiesen und diese ganz starke Trefferquote bis zur Schlusssirene halten konnten. Zum Ende der ersten Halbzeit hielt Adam Waleskowski die Göttinger mit sechs Punkten in Folge zum 39:44 nach einem Bonner 13:1-Lauf auf 44:33 im Spiel. Un nach einem furiosen Start in die zweiten 20 Minuten gingen die BGer nach 23 Minuten gar mit 48:47 in Führung, doch machte ihnen ihre Foulbelastung (nach vier Minuten im dritten Viertel schon fünf Fouls) einen dicken Strich durch die Rechnung. Die Gäste bauten ihren Vorsprung bis zum Ende dieses Viertels auf 70:59 aus – eine Vorentscheidung, zumal den Göttingern mehr und mehr die Kräfte schwanden, sie in der Tat dem überaus anstrengenden Match in Bamberg Tribut zollen mussten und indisponierte Spielmacher Jesse Sanders und der erneut nicht überzeugende Center Darius Carter erst dann punkteten, als es längst zu spät war.

Nachdem sich Ludwigsburg am Freitag plötzlich vom Ex-BGer Alex Ruoff getrennt hat, kursierte dessen Name auch schon wieder heftig unter den BG-Fans. Eine Rückkehr erscheint indes schwierig, wenn nicht gar ausgeschlossen, was natürlich an den Finanzen liegt. Der einstige Göttinger Aufstiegsheld hat in Ludwigsburg und zuvor in Bilbao (1. Liga Spanien) gut verdient. „Ich halte eine Rückkehr für sehr unwahrscheinlich“, meinte BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen. Für Ruoffs Rückkehr müsste zusätzliches, externes Sponsoren-Geld akquiriert werden.  

Müde BG verliert gegen die Telekom Baskets Bonn

BG: Williams 9, Veikalas 14, Spohr 2, Carter 6, Schwarz 3, Mönninghoff 11, Waleskowski 11, Sanders 8, Eatherton 19.

Beste Bonner Werfer: Thompson 21, Barovic 13, Silins 12, Klein 12. (haz/gsd)

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