Achterbahn-Vorbereitung: BG weiter mit Höhen und Tiefen

Gute Heim-Premiere: Göttingens lettischer Neuzugang Benas Veikalas (am Ball mit der Nummer 8 im Dress des verletzten Andrej Mangold) gegen Groningens Sjoerd Koopmans. Hinten Malte Schwarz. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen/GIESSEN. Die „Achterbahn-Vorbereitung“ ist bei Basketball-Bundesligist BG Göttingen auch an diesem Wochenende weitergegangen. Nach dem 70:94 in Gießen gewannen die Veilchen gegen Holland-Meister Donar Groningen vor 1123 Zuschauern 91:78 (45:38). Mit den Höhen und Tiefen ging es also weiter. „Es wird wieder eine schwierige Saison, wir müssen gut zusammenspielen. Groningen spielte nur wie ein Zweitliga-Team.“

Noch in der ersten Spielminute versuchte Neuzugang Benas Veikalas seinen ersten Dreier für seinen neuen Klub – vergebens. Mathis Mönninghoff machte es kurz danach besser, erzielte damit die ersten Punkte für die BG. Die Veilchen führten zunächst, ehe es eine Schrecksekunde gab: Groningens Andrew Smith checkte Darius Carter gegen den Fuß der Korbanlage, der neue US-BGer musste mit Eisbeutel im Nacken in die Kabine – leichte Gehirnerschütterung. Carter kam nicht wieder, die Holländer gewannen danach Oberwasser und das erste Viertel 22:19.

Bei der BG klappten im Angriff die Abschlüsse zu wenig, und hinten gestattete man Donar wiederholt zu viele einfache Körbe. So lagen die Gäste im zweiten Abschnitt zunächst in Front, ehe der zuverlässige Mönninghoff per Dreier zum 28:28 ausglich. In der Schlussphase zog die BG dann von 37:37 zum Pausenstand von 45:38 davon – durch zwei Dreier vom neuen Kapitän Domenik Spohr und Benas Veikalas.

Konzentrierter absolvierte die BG dann den dritten Durchgang. Spektakulär der „Alley-oop“ von Jesse Sanders auf Scott Eatherton zum 52:46. Die Holländer versuchten es teils mit Härte, jedoch ohne Erfolg. Insgesamt steigerten sich die Veilchen gegenüber dem schludrigen Beginn. Malte Schwarz baute den Vorsprung per Dreier auf elf Zähler (57:46, 26.) aus. 65:54 hieß es nach einer halben Stunde.

Mit einem 0:10-Lauf begann das letzte Viertel. Doch die BG rappelte sich wieder aus dem Tief. Mönninghoff gelang ein „Vier-Punkt-Spiel“ (Dreier plus Freiwurf) zum 79:69. Sanders spielte 40 Minuten durch, gab elf Vorlagen. Mönninghoff ragte mit fünf Dreiern heraus, Eatherton erzielte 14 seiner 22 Zähler nach der Pause und fischte starke elf Rebounds.

Gießen zu kraftvoll für BG

Einen herben Dämpfer für die BG gab es bereits am Samstag bei BBL-Konkurrent Gießen 46ers. Die Veilchen verloren 70:94 (35:50), verloren alle vier Viertel und lagen schon zur Halbzeit mit 15 Zählern zurück. „Gießen war zu physisch für uns“, sagte Roijakkers. „Im Eins gegen Eins sind wir nicht vorbei gekommen.“

Einen ordentlichen Einstand hatte indes Neuzugang Benas Veikalas mit 13 Punkten. „Man hat gesehen, dass er spielen kann, er war sehr solide“, so Roijakkers. Allerdings traf der neue Lette nur einen von sieben Dreier-Versuchen. Überhaupt war die Dreier-Quote mit nur 13 Prozent (3 von 23) unterirdisch.

BG: Williams 4 gegen Gießen/0 gegen Groningen, Veikalas 13/14, Spohr 6/5, Menzel 0/-, Carter 20/2, Schwarz 2/11, Mönninghoff 4/20, Sanders 15/17, Eatherton 6/22. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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