BG-Abstieg oder Klassenerhalt: Entscheidung am letzten Spieltag

19 Punkte: Göttingens Ian Hummer war erfolgreichster Werfer seines Teams, konnte die Niederlage in Gießen denoch nicht verhindern. Foto: Jelinek/gsd

Gießen. Für die BG Göttingen entscheidet sich der Klassenerhalt oder der Abstieg aus der Basketball-Bundesliga erst am allerletzten Spieltag. Die Veilchen verloren das letzte Auswärtsspiel bei den Gießen 46ers vor 3752 Zuschauern (ausverkauft) mit 66:74 (31.34) und müssen nun den letzten Spieltag abwarten. Die BG muss jetzt am Sonntag (17 Uhr) gegen Würzburg gewinnen, um drin zu bleiben.

Erneut ohne Khalid El-Amin starteten die Göttinger mit den ersten Punkten von Ian Hummer in die Partie in der Sporthalle-Ost, in der auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier dabei war. In der Folge versemmelten beide Teams die nächsten Angriffe. Doch wieder war es Hummer für die Veilchen, der für die nächsten Zähler sorgte. Erst Yorman Polas Bartolo schaffte beim 7:5 für die erste Führung der Mittelhessen. Doch Hummers Dreier brachte das 8:7 für die Südniedersachsen, die weiter im Spiel blieben, ehe vor allem der Ex-Bamberger Gabriel Olaseni zum 19:12-Viertelstand für die Mannschaft von Coach Dennis Wucherer traf.

Malte Schwarz netzte nach Wiederbeginn per Dreier zum 15:19 ein. Doch danach warfen sich die Gastgeber einen 26:19-Vorprung heraus, den die Göttinger zu kontern verstanden dank eines 8:0-Laufes. Auf einmal waren wieder die BGer in Front, führten 27:26 – wieder war es Ian Hummer, der zur Pause schon 14 Punkte auf seinem Konto hatte. Robert Kulawicks Dreier brachte die Veilchen 30:28 nach vorn, doch die kleine Führung vermochten die Veilchen bis zur Halbzeit nicht zu halten, weil Cameron Wells und Karsten Tadda, Gießens zweiter Ex-Bamberger, zum 34:31-Pausenstand trafen. Die Pausen-Statistiken waren relativ ausgeglichen, Gießen traf 43 Prozent, die BG 39 Prozent. Göttingen hatte zehn Assists, die Hessen nur 7.

Unter den Augen von Gießens Neuverpflichtung Marco Völler (zuletzt Gotha) gingen die Hessen nach der Pause mit 40:33 in Front. Beim 43:34 nahm Roijakkers eine Auszeit, um Gießen zu stoppen. Zwei Dreier von Kulawick und Ruben Boykin brachten die Göttinger noch einmal heran auf 42:45. Doch richtig in Gefahr zu bringen vermochten die BGer ihren Gegner nicht. So lagen sie nach 30 Minuten mit 46:52 zurück.

Unter dem Druck, nun im letzten Viertel „liefern“ zu müssen, verkrampften die Veilchen dann immer mehr. Harper Kamp spielte fast überhaupt nicht mehr - fehlten ihm die Kräfte? Nochmals verkürzte das Roijakkers-Team auf 52:57 (34.), doch dann kam von den Göttingern fast nichts mehr. Eric Palm erhöhte auf 66:54 für Gießen – das war’s.

Per Handy waren die BG-Fans natürlich auch bei den anderen Spielen. „Ulmer, Ulmer“ schallte es aus dem Göttinger Fan-Block. Und die Ulmer taten den BGern den Gefallen – sie gewannen knapp mit 103:96 gegen den MBC. Und Tübingen behielt in Crailsheim mit 91:74 die Oberhand, auch gut für die Göttinger.

Und Würzburg? Verlor gegen München, was bedeutet, dass die Mainfranken am Sonntag in Göttingen müssen, um selbst Playoff-Platz acht zu halten.

BG: Kulawick 6, Everett 16, Spohr 5, Onwuegbuzie , Schwarz 3, Godbold 5, Mönninghoff 2, Kamp 3, Hummer 19, Boakye, Boykin 7.

Gießens beste Werfer: Hobbs 18, Olaseni 17.

Von Helmut Anschütz

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