BG-Fans nach Ulm-Pleite geteilter Meinung: Abschenken oder nicht?

Stellvertretend für die BG-Nachwuchsgarde: „Jojo“ Menzel (19, re.) dribbelt frech an Ulms Routinier Per Günther (li.) vorbei.

Bereits beim ersten Wochenend-Spiel am vergangenen Freitagabend konnte die BG Göttingen nichts zu einer Verbesserung ihrer kritsichen Sitaution beitragen.

Gegen ratiopharm Ulm gab es am Ende noch ein deutliches 74:95, nachdem die Veilchen in der ersten Halbzeit eine gute Partie gezeigt hatten und zur Pause nur durch einen Dreier-Buzzer-beater von Pierria Henry mit 40:43 zurückgelegen hatten.

Nach dem Wechsel knickten die Veilchen im dritten Viertel jedoch total ein. Von der couragierten Leistung in der ersten Halbzeit war nichts mehr zu sehen, der Widerstand gegen die personell weitaus besser besetzten Ulmer erlosch von Minute zu Minute. So wurde es am Ende noch eine Klatsche für die BGer.

Hinterher entspann sich bei vielen Fans die Diskussion darüber, ob man ein solches Spiel abschenken darf oder nicht. Denn nichts anderes war es dann vor allem im letzten Viertel, als Trainer Roijakkers nach dem 51:67-Rückstand nach 30 Minuten dann seine Nachwuchs-Garde auf das Parkett schickte. Die Stammkräfte wie Godbold, Kamp, Everett ließ der BG-Coach auf der Bank, um sie für das Spiel in Hagen am Sonntag zu schonen. So hatte am Ende ausgerechnet der nicht fitte Ruben Boykin mit 23:31 Minuten Einsatz die meiste Spielzeit aller Göttinger.

Einige Anhänger meinten, Roijakkers’ Taktik sei genau richtig gewesen, um mit den Kräften zu haushalten. Andere waren der Ansicht, dies sei eine Bankrott-Erklärung des Trainers gewesen. So etwas gehöre sich im Profi-Sport einfach nicht. Da stand Meinung gegen Meinung!

Stammkräfte geschont

Dass Roijakkers seine erfahrenen Akteure im Fall eines hohen Rückstands schonen würde, hatte er bereits nach der Derby-Schlappe in Braunschweig angedeutet. „Wenn ich David Godbold gegen Ulm über 30 Minuten einsetze, ist er am Sonntag in Hagen platt“, sagte Roijakkers. So blieb der Kapitän bei nur 14:28 Minuten, Kamp bei 13:32, Ian Hummer und Everett bei je gut 17 Minuten. Ob sich die Trainer-Maßnahme als sinnvoll erwiesen hat, lässt sich am Ergebnis aus Hagen ablesen.

„Es ist der 31. Spieltag und wir haben den Klassenerhalt immer noch in eigener Hand“, meinte Roijakkers am Freitagabend. „Unsere Amerikaner müssen mehr machen, nur dann bleiben wir in der 1. Liga. Was die Deutschen gemacht haben, war gut.“ Sein Ulmer Kollege Thorsten Leibenath etwas umständlich: „Ich bin optimistisch, dass die Göttinger den Nicht-Abstieg schaffen.“

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