2. Basketball-Bundesliga: Göttingen gewinnt 67:58 gegen Schlusslicht Barmer TV

BG-Frauen quälen sich zum Sieg

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Mühsam zum Heimsieg: Auch BG-Spielerin Katarina Flasarova (re., gegen Mona Ehlert) hatte beim 67:58-Heimsieg über den Barmer TV mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen.

Göttingen. Hauptsache gewonnen! Unter dieses Kapitel fällt der 67:58 (32:30)-Heimsieg der Veilchen Ladies in der 2. Basketball-Bundesliga der Frauen. Denn erst durch eine erhebliche Leistungssteigerung nach der Pause machten die Gastgeberinnen den zweiten Heimsieg im zweiten Saisonspiel perfekt.

Angesichts der vielen Fehler und zahlreichen Konzentrationsmängel seiner Spielerinnen tobte Göttingens Trainer Giannis Koukos an der Außenlinie. Die Halsschlagader des neuen Veilchen-Coaches schwoll in den ersten zehn Minuten gefährlich auf Gartenschlauchgröße an. „Wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden“, bemängelte der Grieche angesichts der langen Mängelliste seiner Spielerinnen. Und die Gäste nahmen die zahlreichen Einladungen der Göttingerinnen dankend an, drehten den 0:2-Rückstand erst in eine 9:4-Führung (6. Minute) und bauten den Vorsprung bis zum Ende des ersten Viertels auf 17:8 aus.

Nach der ersten Auszeit und personellen Wechseln wurden die Gastgeberinnen langsam besser. Vor allem deshalb, weil Jennifer Crowder und Alissa Pierce ihre Mannschaft nicht nur im Spiel hielten, sondern langsam wieder an die spielerisch limitierten Gäste heranführten. Lisa Ernst verkürzte auf 16:19 (14.) und ein Dreier von Pierce brachte erst den zwischenzeitlichen 21:21-Ausgleich (16.), den die Veilchen noch zu einer Zwei-Punkte-Pausenführung ausbauten.

Nach dem Seitenwechsel gab es aber wieder einen Stotterstart der Göttingerinnen, die erneut mit 35:36 (23.) im Rückstand lagen. Nun war es Katarina Flasarova, die sich merklich steigerte und zwei Dreier zur Wende beisteuerte. Über 48:40 (30.) und 54:44 (32.) holten sich die Gastgeberinnen schließlich den zweiten Sieg, der Spielerinnen, Trainer und die 300 Besucher in der FKG-Halle versöhnte.

„Immerhin haben wir unseren Rhythmus wiedergefunden. Und am Ende ist es auch egal, ob man mit einem oder 30 Punkten gewinnt. Es gibt sowieso nur zwei Punkte für einen Sieg“, beschwichtigte Göttingens Trainer Koukos. Und auch Flasarova war froh über den Pflichtsieg. „Der Gegner hat stark verteidigt und ein gutes Spiel gezeigt. Respekt vor dieser Leistung“, meinte die 31-Jährige über die Leistung der Gäste. Und auch im eigenen Spiel sei nicht alles schlecht gewesen. „Wir haben uns gesteigert, hatten einige ganz wichtige Steals und haben immer die Ruhe bewahrt.“

BG 74: Pierce 18, Flasarova 11, Warner 9, Crowder 9, Dobroniak 7, Pilz 10, Zimmermann 2, Kentzler 1, Hirmke, Wiehl.

Von Ralf Walle

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