Basketball: 53:72-Niederlage im ersten Vorbereitungsspiel gegen Bundesligist Chemnitz

BG-Ladies noch vor viel Arbeit

Die neue Macht unterm Korb: Göttingens Verdine Warner (links) setzt sich hier gegen eine Chemnitzter Spielerin durch und kam auf neun Punkte. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Erster Test, erste Niederlage für die Veilchen Ladies! Gegen Bundesligist ChemCats Chemnitz gab es ein deutliches 53:72 (20:30) zur Saisoneröffnung, die für die Fans mehr oder weniger ins Wasser fiel. Denn ein schweres Gewitter über Göttingen während des Spiels machte hinterher die für vor der Halle geplante Freiluft-Party zunichte. Am interessantesten war eine noch ungeklärte Personalie: Mit der Nummer 5 von Lucy Thüring, die nicht mehr für die BG 74 spielt, lief eine wohlbekannte Spielerin auf: Katarina Flasarowa.

„Noch ist sie nur Gastspielerin“, meinte Richard Crowder, Geschäftsführer der Velchen Ladies. Wobei die Betonung wohl auf „noch“ lag. Die BG 74-Organisation sucht noch eine Stelle als Sport- und Fitnesskauffrau für die gebürtige Tschechin, die inzwischen einen deutschen Pass hat und sich im Sommer mit Spielen in Australien fit hielt.

Da passte es denn auch gut ins Bild, dass „Kat“ Flasarowa mit zwölf Punkten auch gleich mal wieder die Topscorerin der Göttingerinnen war, die auf die erkrankte neue Amerikanerin Alissa Pierce verzichten mussten. Ganz ohne die erfahrenen Spielerinnen geht es eben auch in der zweithöchsten deutschen Frauenbasketball-Klasse nicht.

Der neue griechische BG 74-Coach Giannis Koukos setzte fünf Nachwuchsspielerinnen ein, die sich teils achtbar schlugen, teils aber auch klar die Grenzen von einem Erstligisten aufgezeigt bekamen.

Sehr zwiespältig verlief auch das Deutschland- und Göttingen-Debüt für Verdine Warner. Die 1,96m-Frau wusste ihren stämmigen Körper unter den Körben sicherlich gut einzusetzen, doch in vielen Situationen wirkte der von den Antillen-Inseln St. Vincent and Grenadines stammende BG 74-Neuzugang auch recht schwerfällig. Mit neun Zählern blieb sie zudem auch punktemäßig noch in einem überschaubaren Rahmen.

Schneller Dreier von Warner

Eine ihrer besten Szenen hatte Warner gleich zu Beginn, als sie per Dreier erfolgreich war und die BG-Ladies schnell 6:0 führtzen. Doch danach kamen die ChemCats nicht unerwartet besser ins Spiel und legten einen nicht zu stoppenden 17:2-Lauf zur 19:8-Viertelführung hin.

Im zweiten Abschnitt zeigten sich die BGeinnen wieder konzentrierter und gewannen ihn nicht zuletzt auch aufgrund einen schönen Dreiers von Lea Nguyen mit 12:11. Nach dem Wechsel setzte sich Chemnitz aber immer weiter ab, führte nach 30 Minuten 55:37. Das letzte Viertel gab die BG 74 dann nur mit 16:17 zum 53:72-Endstand ab.

„Generell bin ich zufrieden“, meinte Coach Koukos. „Wir haben gegen ein besseres Team gespielt. Wir müssen jetzt versuchen, unseren Rhythmus zu finden und die Details besser zu machen. Nach vier Trainingswochen sind wir aber auf einem guten Level.“

BG 74: Crowder 11, Flasarowa 12, Pilz 3, Hirmke 2, Wiehl, Dobroniak 2, Warner 9, Schlüter, Kenzler 4, Nguyen 5, Lücken 5, Ernst. (haz/gsd)

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