BG-Ladies: Trainer Paar geht - in die Bundesliga?

Nach nur einer Saison geht Hermann Paar weg: Mit leeren Händen stehen jetzt die Veilchen Ladies da. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Die Veilchen Ladies müssen sich einen neuen Trainer suchen: Hermann Paar wirft bei Frauen-Zweitligist BG 74 Göttingen hin und verlässt den Klub damit nach nur einer Saison wieder.

„Hochinteressante und auch internationale Angebote sowie private Gründe haben den Trainer bewogen, sein Engagement bei den Veilchen zu beenden“, teilte die BG in einer Pressemitteilung mit.

„Das war eine super-schwere Entscheidung“, meinte Paar (62) gegenüber den HNA. „Aber ich hatte Super-Angebote unter anderem aus Schottland, Rumänien und Irland.“ Viel wahrscheinlicher ist aber, dass Paar, der aus dem Saarland stammt, in seine Heimat zurückgeht. „Der TV Saarlouis ist ein heißer Kandidat“, bestätigt Paar. Das Team steht derzeit gegen Wasserburg in den Frauen-Finals um die deutsche Meisterschaft. „Es sieht gut aus“, so der bisherige BG 74-Coach weiter. „Es ist aber noch nicht 100 Prozent.“ Es sei aber eher Saarlouis als eine andere Möglichkeit. Paar: „Meine Entscheidung ist nichts gegen Göttingen, sondern nur für mich.“ Steigt zumindest Paar nun in die 1. Liga auf, nachdem er den Aufstieg mit der BG 74 verpasst hat?

Dem erfahrenen Trainer hat es in Göttingen stets gefallen, besonders lobend äußerte er sich kurz nach Beginn der abgelaufenen Saison über das Management um Crowder, Andreas Fink und Roland Emme-Weiß, das sehr professionell eine schnelle Nachfolge für die geschasste Spielmacherin Miller fand – in Katarina Flasarova. Auch seien eben familiäre Gründe für den Abgang aus Göttingen und eine Rückkehr ins Saarland ausschlaggebend gewesen, so Paar, der noch bis Mitte des Jahres in Göttingen bleibt.

„Wir haben lange Gespräche geführt“, sagt Richard Crowder, Geschäftsführer der Veilchen Ladies Unternehmer-Gesellschaft (UG), dem wirtschaftlichen Träger der Zweitliga-Mannschaft, die im Playoff-Halbfinale erst nach drei Spielen gegen den späteren Meister und Aufsteiger TK Hannover ausschied. Crowder & Co. hätten Paar gern gehalten: „Sein Abgang hinterlässt eine Lücke. Er ist ein Mensch, der als Vollprofi arbeitet und doch als Gentleman wirkt.“

Viel Arbeit für die Chefs

Crowder und seine Mit-Verantwortlichen sind nun dabei, einen Nachfolger zu finden. „Wir werden in den nächsten Wochen eine Lösung finden, die dem Team, den Fans und den Sponsoren gefallen wird“, sagt der Veilchen Ladies-Chef. Wo sogar Paar einhakt: „Es gibt mehrere Kandidaten. Ich glaube, das geht zügig vonstatten.“

Die Führung der Veilchen-Frauen hat nun viel um die Ohren: Trainer suchen, den neuen Kader rekrutieren, Sponsorengespräche führen und die WNBL-Mannschaft (bisher beim ASC) integrieren. Crowder: „Das bedeutet Arbeit für Monate. Das wollte ich gar nicht.“ (haz/gsd-nh)

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