BG-Rettung wieder näher

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Dominik Spohr (9) feierte am Sonntag beim Spiel in Hagen seinen 27. Geburtstag. Gegen Ulms Joschka Ferner hatte er nichts zu feiern. Rechts grüßt Trainer Roijakkers wie ein Feldherr. 2

Hagen. Riesenjubel bei der BG Göttingen! Durch einen hart erkämpften 96:83 (52:43)-Sieg bei Phoenix Hagen haben die Veilchen ihre Chancen auf den Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga gewahrt.

60 mitgereiste Fans machten mit den Spielern nach der Schlusssirene die Sieges-Humba. „Solange wir gewinnen, haben wir alles in eigener Hand“, meinte BG-Coach Johan Roijakkers. „Ich bin total erleichtert, wir haben so gut gekämpft“, war Mathis Mönninghoff glücklich. Dummerweise für die BG gewann der MBC am Sonntagabend noch gegen Bonn 92:84, so dass weiter Hochspannung herrscht.

Ian Hummer sorgte in Hagen mit dem 2:0 für die erste BG-Führung und war auch zum 5:4 erfolgreich. Danach aber bestimmten die Hagener die Partie, Ivan Elliott traf per Dreier zum 11:5, doch ein Schmankerl lieferte dann die BG: David Godbold passte über 25 Meter unter den Hagener Korb, wo Harper Kamp zum 10:11-Anschluss vollendete. Dumm für die Westfalen, dass Elliott nach 5:30 Minuten schon sein drittes Foul erhielt – gut für die BG, denn Hagen hatte erneut nur vier US-Boys auf dem Feld, die zudem am Freitag gegen Ludwigsburg alle weit über 35 Minuten spielen mussten. Kamp brachte die Veilchen dann zum Viertelende auf 18:19 heran.

Der Mann aus Arizona war es auch, der für die erste Führung im zweiten Durchgang sorgte – die die BG im Übrigen auch nicht mehr abgab. Das Zusammenspiel funktionierte überwiegend prima, wofür auch starke 22 Assists zur Pause sprachen. Vor allem Kamp, Hummer und der als Spielmacher wieder einmal starke Terrell Everett diktierten das Spielgeschehen, punkten immer wieder aus der Nah- und Halbdistanz. Nur mit den Dreiern wollte es nicht klappen, Allein Ruben Boykin versenkte in der ersten Halbzeit einen, kassierte aber auch nach 15 Minuten sein drittes Foul. Langsam, aber sicher baute die BG ihren kleinen Vorsprung auf sieben, acht Zähler aus, hatte nach 20 Minuten eine Trefferquote von 55 Prozent, auch weil man sich 26 Rebounds gesichert hatte.

Nach der Pause blieben die Göttinger zunächst in Führung. Hagen drehte auf und kam beim 60:62 bedrohlich heran. Doch die BG wahrte den Vorsprung beim 66:62.

Im letzten Viertel wurde es dann nicht unerwartet dramatisch. Angetrieben von den eigenen 3090 Fans holte sich Phoenix durch Spielmacher David Bell beim 71:70 und 74:73 jeweils wieder die Führung. Aber die Veilchen behielten kühlen Kopf, Godbold besorgte das 77:74, Boykin das 82:74. Die BG ließ die Partie nicht kippen, zeigte starken Charakter. Die Göttinger, die auch in den beiden letzten Spielen auf Khalid El-Amin (Bandscheibenvorfall) verzichten müssen, warfen mit 54 Prozent Trefferquote diesen so überaus wichtigen Sieg nach Hause. Harper Kamp kam mit 22 Punkten und elf Rebounds zu einem „Double-Double“. Zusammen mit Hummer und Everett war er der Matchwinner für die BG – doch eigentlich war es „absolute Mannschaftsleistung“, wie Malte Schwarz hinterher festhielt. Der Klassenerhalt ist auf dem Weg, doch noch längst nicht in trockenen Tüchern. Jetzt geht das Zittern in Gießen und gegen Würzburg weiter. (gsd)

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