Erste Punkte gegen den Abstieg - BG jetzt gegen alle Groß-Kaliber

Heißer Kampf um den Ball: Der BGer Mathis Mönninghoff (17) grabscht sich den Ball vor Hagens Chris Hess und David Bell (5). Die Göttinger Jesse Sanders (25), Benas Veikalas (6) und Adam Waleskowski (19) schauen gespannt und gebannt zu. Foto: Laube/bf

Göttingen. Zu Beginn der Saison 2015/16 hatte die BG Göttingen bei den Walter Tigers Tübingen eine furchtbare Klatsche kassiert, ging mit 42 Punkten (56:98) unter – die zweithöchste Niederlage aller Erstliga-Zeiten.

Um so glücklicher können sich die Veilchen nun schätzen, dass der Start in die Spielzeit 2016/17 mit dem 84:75-Sieg in Hagen vollauf gelungen ist. Man sollte sich aber in den lila-weißen Reihen vergegenwärtigen, dass die beiden Zähler bei den Westfalen wohl nur die ersten gegen den Abstieg gewesen sind.

„Das war ein ganz wichtiger Sieg“, meinte Göttingens Ex-Hagener Dominik Spohr, seit neuestem auch Kapitän. „Vor allem wenn man sieht, welche Gegner für uns jetzt folgen.“ In der Tat folgen jetzt fünf Teams für die Veilchen, die als ganz sichere Playoff-Kandidaten gelten: Ludwigsburg (am kommenden Freitag), dann München (erstes Heimspiel am 3. Oktober), dann Oldenburg, Bamberg und Berlin – dreimal auswärts. Hammerhart für die BG!

Umso wichtiger waren eben die Punkte in Hagen. „Wir haben die ganze Pre-Season für diesen Sieg gearbeitet“, meinte der erschöpfte Mathis Mönninghoff, ehe er sich vorm Spielereingang der Halle am Ischeland die Glückwünsche seiner Eltern abholte. Was sicher belegt, dass Coach Roijakkers wohl sehr viel dafür getan hat, dieses Auftaktmatch zu gewinnen, um mit einem „guten Gefühl“ und – ganz wichtig – vor allem gestärkter Psyche in die kommenden schweren Aufgaben zu gehen. Insofern war es auch bedeutend, dass die Veilchen ihre Köpfe in der Enervie-Arena oben behielten und nicht einknickten, als es doch nochmal eng zu werden schien (51:55, 26. Minute durch David Bells Dreier).

„Das war ein hartes Spiel mit viel Intensität und ,Up an Down-Basketball‘“, atmete Rückkehrer Adam Waleskowski auf dem Weg zum Team-Bus durch. „Aber wir haben in der Offensive oft gut abgeschlossen.“ Waleskowski kann zu einem der Eckpfeiler im neuen Team werden, seine Erstliga-Erfahrung ist unschätzbar. „Adam ist eine großartige Person, er weiß, wie man Basketball spielt – eine sehr wichtige Verpflichtung“, wiederholte Coach Roijakkers.

Eine weitere Säule deutet sich mit Benas Veikalas an. „Ein High-Level-Player“, weiß auch Roijakkers längst, was ihm mit der Verpflichtung des Routiniers aus Bonn, der am Samstag 33 wurde, gelungen ist. „Auswärtssiege sind immer noch schöner“, meinte der Litauer und freute sich auf die Rückfahrt, die recht flüssig verlaufen sein soll. Die Veilchen konnten doppelt anstoßen – auf den ersten Sieg und eben auf Veikalas’ Geburtstag. Sie hatten es sich verdient. (haz/gsd-nh)

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