Fünf "kleine" Spieler: BG auf der Suche nach noch mehr Harmonie

Auf den „kleinen Positionen“ hat auch er Konkurrenz bekommen: Göttingens Mathis Mönninghoff (am Ball) gegen Bayern Münchens Anton Gavel. Foto: Jelinek/gsd

Auf den „kleinen Positionen“ hat auch er Konkurrenz bekommen: Göttingens Mathis Mönninghoff (am Ball) gegen Bayern Münchens Anton Gavel. Foto: Jelinek/gsdGöttingen. Nach den Krachern gegen Bamberg, Bayern, Berlin und Oldenburg hat die BG Göttingen das erste Spiel gegen einen Gegner auf AUgenhöhe mit dem 76:66 gegen Bremerhaven gewonnen. Ein gutes Zeichen vor den jetzt folgenden Partien in Braunschweig sowie den drei Heimspielen gegen Frankfurt, Gießen und Vechta, in denen die Veilchen wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln können.

Das Fazit vom Bremerhaven-Match: Nicght schön, aber erfolgreich. „Das war kein schönes Spiel“, sagte Mathis Mönninghoff nach dem ersten Heimerfolg der Saison. „Häkchen dran machen! Wir wollten unbedingt gewinnen, haben uns wohl zu viel Druck gemacht.“

Nervenschlacht bestanden

Adam Waleskowski führte den Sieg auf die „sehr starke Verteidigung“ zurück. „Das ist der wichtigste Teil. Wir haben nur 66 Punkte zugelassen, das muss meistens zum Sieg reichen. Aber 21 Ballverluste bei uns sind natürlich zu viel.“ Trainer Johan Roijakkers habe aber auch die Einsatzminuten gut verteilt, meinte der BG-Rückkehrer.

„Eine Nervenschlacht, ein Kampfspiel“ fand BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen. „Es freut mich, dass wir einen weg gefunden haben, doch noch zu gewinnen. Und für unsere Verhältniss haben wir gute Alternativen auf dem Spielfeld gehabt.“ Damit sprach der Veilchen-Chef aber auch ein sicher noch vorhandenes Problem an. Durch die Nachverpflichtung von Alex Ruoff ist die BG auf den kleinen Positionen unerwartet breit aufgestellt. Leon Williams, Benas Veikalas, Ruoff, Jesse Sanders, Malte Schwarz und Mathis Mönninghoff spielen alle auf den Positionen eins bis drei (Poinzguard, Shooting, Small Forward).

Dass da durch die Ergänzung/Verstärkung von Ruoff noch die Harmonie fehlte, war offenkundig. Roijakkers mahnte zur Besonnenheit. „Man kann nicht erwarten, dass sich die Spieler nach nur wenigen Trainingseinheiten kennen.“ Komplett konnte das Veilchen-Team in der vergangenen Woche gar nicht trainieren. Die Abstimmung mit Ruoff kann daher noch nicht vollzogen sein. Beruhigend aber zu wissen, dass ein Spieler, der keinen guten Tag hat, durch das große Angebot ersetzt werden kann.

Wie wichtig der Bremerhaven-Sieg für die Göttinger war, verdeutlicht der Erfolg von Aufsteiger Vechta in Frankfurt. Es bleibt eng in der unteren Tabellenhälfte.

Um so wichtiger ist nun das Niedersachsen-Derby bei den Löwen Braunschweig am kommenden Samstag (18 Uhr). Mehr als 100 BG-Fans hatten am vergangenen Samstag bereits Tickets für die Volkswagenhalle geordert. So dürften sie einmal mehr für Heimspiel-Atmosphäre in Braunschweig sorgen. (haz/gsd)Mehr Harmonie muss her

Basketball-Bundesliga: BG Göttingen kann aber auch enge Spiele gewinnen

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