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Basketball-Bundesliga: Finanz-David Göttingen 73:77 gegen Münchens Millionen-Team

 

BBL: Finanz-David Göttingen 73:77 gegen Münchens Millionen-Team

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Göttingen. Nichts geworden, den Bayern die Lederhosen auszuziehen: Mit 73:77 (40:46) unterlag die BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga Aufsteiger FC Bayern München.

© Foto: Jelinek

Klappte nicht immer: Göttingens Paris Horne (am Ball) versucht gegen Münchens Ruben Boumtje Boumtje einen seiner Unterhand-Würfe.

So durften sich die drei in zünftigen „Krachledernen“ FCB-Fans aus Göttingen auf der Tribüne über einen überaus glücklichen Sieg der Millionen-Truppe freuen.

Den „Bayern-Dusel“ gibt’s nicht nur in der Fußball-Bundesliga - er ist jetzt auch in der Basketball-Bundesliga angekommen. Und überhaupt: Geld hat gegen Herz gewonnen.

Allerdings: Die Veilchen waren über weite Phasen auch welk. „Wir waren zeitweise zu lahm“, monierte Sportdirektor Jan Schiecke. Ende des ersten Viertels und vor allem im zweiten. Da ließen die Münchener den Express-Basketball der BG nicht zu, nahmen geschickt das Tempo aus dem Spiel und beraubten die Göttinger damit einer ihrer Stärken.

Mit München auf Augenhöhe

Und wenn dann noch der „Bayern-Bonus“ bei den Schiedsrichtern mitspielt - dann wird’s noch schwieriger zu gewinnen. Viele BG-Fans hatten fast Schaum vor dem Mund vor allem wegen vieler unverständlicher Pfiffe von Toni Rodriguez Soriano. Ein entscheidender Pfiff blieb nämlich aus, als Louis Dale beim 63:66-Zwischenstand zum Korb zog, von zwei Münchenern in den Boden „gerammt“ wurde, Rodriguez nur einen Meter entfernt stand, doch keine zwei Freiwürfe für Dale gab - es wäre das 65:66 gewesen, zumal der kleine Göttinger ein ganz sicherer Freiwurfschütze ist.

Mag das Trio ein Faktor der Niederlage gewesen sein - so lag sie hauptsächlich an der BG selbst. „Viele Details machten die Differenz aus“, meinte Trainer Stefan Mienack, der von einem „Bayern-Bonus“ nichts wissen wollte. „Wir wissen um unsere Fehler und es liegt jetzt an uns ganz allein, diese im nächsten Spiel abzustellen“, schaute Mienack schon voraus. Sein Dank galt im Übrigen den BG-Fans, die in der Tat aus der S-Arena eine S-Hölle gemacht hatten.

Hinzu kam bei den Veilchen, ein weiteres Indiz für die Niederlage, dieses dieses Mal nur mittelmäßige Freiwurfquote. Immerhin verfehlten sieben von 20 ihr Ziel. Wären die doch nur drin gewesen, die Überraschung wäre perfekt gewesen. Doch die wichtigste Erkenntnis aus dieser Partie war, dass die neu formierte Göttinger Mannschaft mit den Topteams auf Augenhöhe mitspielen kann.

Den besseren Anfang hatten die BGer, die schnell 9:3 und später 17:6 führten. Die Bayern kamen durch einen 7:0-Lauf auf 13:17 heran und gingen ihrerseits erstmals nach zwölf Minuten mit 27:25 in Führung, die sie bis zum Schlusspfiff nicht mehr abgaben. Da nutzte es auch nichts, Aleksander Nadjfeji im Griff zu haben, da Göttingens Center Raymond Sykes (14 Rebounds) absoluter Herrscher unter den Körben war. (gsd)

Von Helmut Anschütz und Walter Gleitze

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