Giannis Koukos: Neuer Griechen-Trainer startet ohne drei BG-Ladies

Hand drauf auf eine (hoffentlich) wieder erfolgreiche Saison: Der neue BG 74-Trainer Giannis Koukos (Mitte) mit Veilchen Ladies-Geschäftsführer Richard Crowder (links) und Teammanager Andreas Fink vor dem Eingang zur FKG-Halle. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Die griechischen Restaurants in Göttingen dürfen sich freuen: Mit Giannis Koukos (37) haben sie einen neuen Gast sicher. Koukos ist der neue Trainer der Göttinger Zweitliga-Basketballerinnen, löst bei der BG 74 Hermann Paar ab, der nach Saarlouis ging (1. Liga) ging.

„Ich will die gute Arbeit von Hermann Paar fortsetzen, er war ein guter Coach“, führte sich der aus Saloniki stammende Koukos bescheiden ein, der erstmal einen Ein-Jahres-Vertrag bekam. „Ich möchte meine Ideen an die Spielerinnen weitergeben und natürlich noch ein höheres Niveau erreichen.“ Allerdings – und das erwähnte Veilchen-Ladies-Geschäftsführer Richard Crowder als „die schlechte Nachricht“ – wird Koukos auf drei bisherige Spielerinnen verzichten müssen: An erster Stelle Katarina Flasarova (zurzeit in Australien), die zu teuer wurde. „Stand heute können wir sie nicht weiter verpflichten“, sagt der BG 74-Chef. Zudem hören Lucy Thüring (nach Kreuzbandriss) und Birte Bencker vorerst mit Leistungs-Basketball auf.

„Die griechische Küche ist gut!“

So hat Koukos derzeit neun „gestandene“ Akteurinnen und eine Nachwuchsspielerin im Zehner-Kader. Crowder: „Wir werden noch was tun.“ Aufgefüllt wird der Kader aber auch durch mindestens zwei U 20-Spielerinnen, die jedes Team im Aufgebot haben muss.

Koukos entstammt einer sportlichen Familie. Sein Vater war Basketballer, eine Schwester betreibt Leichtathletik, die zweite spielt Volleyball. Er selbst hat Sport studiert, ist seit 15 Jahren aktiv im Basketball, hat aber als Spielmacher nur auf lokaler Ebene gespielt. Zum Basketball gekommen ist Koukos 1987, als die EM in Griechenland stattfand – da hat’s wohl klick gemacht. „Ich habe meine Leidenschaft zum Job gemacht. Und wenn du deinen Job liebst, ist es kein Job – das ist ein griechisches Sprichwort“, lächelt der Griechen-Coach mit dem schon leicht ergrauten Dreitagebart.

Der Kontakt zur BG und Crowder entstand über den Spieleragenten der Ex-BGerinnen Niki Jones und Monique Smalls – ein Grieche. So war Koukos schon vor einem Jahr im Gespräch. „Doch da haben wir uns für die Erfahrung entschieden“, sagt Crowder und meinte damit den 62-jährigen Hermann Paar.

Fitmacher fliegt ein

Der Kontakt zu Koukos brach aber nie ab, er verfolgte die Spiele der BG-Ladies, die jetzt mit „Errea“ (wie Islands EM-Fußballer) einen neuen Ausrüster haben, im Internet, kennt also die meisten schon. Um sie fit zu machen, fliegt jetzt Koukos’ Freund Stefanos Mamalis für eine Woche ein, der Griechenlands Leichtathleten flott macht. Trainingsstart ist Mittwoch, da fliegt auch die neue Centerin Verdine Warner (1,94m) ein. Koukos: „Erstes Ziel sind die Play-offs!“

„Kalosórisma“, Giannis Koukos – herzlich willkommen bei den BG-Ladies! (gsd)

Von Helmut Anschütz und Walter Gleitze

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