BG Göttingen unterlag 92:113 in Bamberg

Bamberg. Es kam wie erwartet: Beim deutschen Meister und Euroleague-Überraschungsteam Brose Baskets Bamberg hatte die BG Göttingen keine Chance und unterlag vor 6800 Zuschauern hoch mit 92:113. Schon zur Pause hatten die Veilchen mit 37:66 überaus deutlich zurück gelegen.

Im Rahmen der bescheidenen Möglichkeiten hielt sich die BG in der zweiten Halbzeit sogar noch recht passabel, gewann das dritte und vierte Viertel, weil Bamberg zurückschaltete. Für Montag kündigte Trainer Johan Roijakkers einen weiteren und damit auch den letzten Neuzugang an. Er soll Shane Edwards ersetzen, der die Veilchen verlassen hat.

Im „telekombasketball-TV“ erläuterte Roijakkers, dass Edwards schon viel früher die Göttinger verlassen wollte, angeblich sogar schon nach der ersten Saison-Niederlage in Tübingen. Ihn zu halten, sei ein Fehler gewesen. „Das war blöd für mich. Shane hatte nicht die Mentalität für Profi-Basketball.“ Den letzten Neuzugang wollte Roijakkers nicht vorab bekanntgeben, weil sonst „die Medien nervös werden“ würden.

Schwarz fehlt, Everett sitzt

In der Brose-Arena traten die Göttinger ohne den weiter am Oberschenkel verletzten Malte Schwarz an. Auch Terrell Everett kam überhaupt nicht zum Einsatz aus disziplinarischen Gründen. Roijakkers: „Wir haben in der All-Star-Pause intern einige Dinge geändert. Daran hat sich Terrell nicht gehalten, weshalb er nicht gespielt hat. Wenn er sein Verhalten ändert, spielt er auch wieder.“ Da Nick Boakye auch nur 65 Sekunden spielte, agierten der Tabellenvorletzte letzlich nur mit einer Achter-Rotation.

Der Anfang war gar nicht einmal so schlecht für die Veilchen. Robert Kulawick netzte den ersten Dreier ein, danach lagen die BGer bis auf den 10:10-Ausgleich der Bamberger, die am späten Freitagabend für eine Riesen-Überraschung in der Euroleague mit dem Sieg in Piräus gesorgt hatten, durchweg in Führung. Als dann Bambergs Daniel Theis aufs Feld kam, war es jedoch um die Göttinger geschehen. In gut zweieinhalb Minuten legte der Center neun Punkte hin, die Partie kippte in der Schlussphase des ersten Viertels, das die Baskets 25:20 gewann.

Im zweiten Durchgang hatte die BG nichts zu bestellen. Khalid El-Amin traf zwar den ersten Dreier, David Godbold legte drei hinterher – gut für das zuletzt angeschlagene Selbstvertrauen des Kapitäns. Doch Bamberg gewann die zweiten zehn Minuten 41:17. Ein Klassenunterschied.

Die Gastgeber schienen mit der Führung ihre Pflicht und Schuldigkeit für den Sonntag getan zu haben. In der zweiten Halbzeit tat das Team von Coach Andrea Trinchieri nur noch das Nötigste und verwaltete den Vorsprung. Bei den BGern konnte sich vermehrt Harper Kamp in Szene setzen, punktete fast unaufhörlich und war am Ende mit starken 26 Punkten auch Topscorer der Veilchen. Überraschend, dass die BG sogar das Rebound-Duell mit 32:27 für sich entschied, bei den „Turnovers“ aber mit 7:17 im Hintertreffen lag. Godbold und Mönninghoff schieden mit je fünf Fouls aus.

Trainer Roijakkers: „Bamberg war die deutlich bessere Mannschaft. Mit meinem Team muss ich sehr zufrieden sein. Die zweite Halbzeit haben wir sogar gewonnen. Es war ein Schritt nach vorne.“ Die BG geht jetzt in eine dreiwöchige Spielpause. (haz/gsd)

Rubriklistenbild: © Jelinek/HNA

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