BG Göttingen erhält Bundesliga-Lizenz ohne Auflagen

Die Farbe lila wird auch in der dritten Saison in Folge und im insgesamt achten Jahr auf der Landkarte der Basketball-Bundesliga vertreten sein. Die BG-Fans präsentierten gegen Ulm ihe Lieblinge Harper Kamp, Ruben Boykin und Khalid El-Amin auf Doppelhaltern. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Bis Mitte April mussten die Basketball-Bundesligisten ihre Unterlagen zur Erteilung der neuen Lizenz für die kommende Saison einreichen. Nun gab es das Ergebnis.

Am späten Donnerstagnachmittag gab es nun auch für die BG Göttingen die gute Nachricht aus Köln, wo die Basketball-Bundesliga GmbH (BBL) ansässig ist. Die Veilchen bekommen die ersehnte Lizenz für die Spielzeit 2016/17 – erstmals unter der Ägide der „ProBasketball Göttingen GmbH sogar ohne Auflagen. „Freut mich! Eine Anerkennung unserer Arbeit“, so Geschäftsführer Frank Meinertshagen.

Eine der Lizenzbedingungen war, zur kommenden Saison eine Trainingshalle vorzuweisen. Der Bau neben der Sparkassen-Arena auf dem Gelände der abgerissenen Godehardhalle ist zwar noch nicht einmal angefangen worden, doch alles ist auf dem Weg.

Zum 1. Juli sollen auch die künftig drei (statt bisher zwei) nachzuweisenden Jugendkoordinatoren der BG (Etat wieder 2,3 Mio. Euro) vorhanden sein. Nachdem der Vertrag von Zeljko Sustersic ausläuft, müssen neben Dirk Altenbeck, der noch einen Vertrag hat, zwei neue gefunden werden.

Insgesamt erhielten 13 Erstligisten die neue Lizenz ohne Auflagen – so viele wie noch nie. Mit Auflagen bekamen Bremerhaven, Gießen und Zweitliga-Vizemeister Vechta die Lizenz. Hagen und Zweitliga-Meister Jena erhielten sie mit „auflösender Bedingung“: Sie müssen zu bestimmten Stichtagen Nachweise erbringen. Geschieht dies nicht, wird die Lizenz wieder entzogen. Jena muss zum Beispiel mehr Stehplatz-Kapazitäten nachweisen und damit verbundene Sicherheitsfragen klären sowie hauptamtliches Personal vorweisen.

Die BBL teilte zudem mit, dass der Gesamtumsatz der laufenden Saison erstmals mit 101,7 Millionen Euro die 100-Mio.-Marko übertreffen wird. „Der Erstliga-Basketball befindet sich weiter auf Wachstumskurs – wirtschaftlich und sportlich“, sagt BBL-Prokurist Jens Staudenmayer. „Das ist ein starkes Signal und ein Zeichen der vorzüglichen Arbeit an den Standorten.“

Unterdessen ist mehr als die Hälfte der BG-Mannschaft in alle Winde zerstreut. Ein Großteil der Dienstwagen-Armada steht derzeit an der Geschäftsstelle in der Hannoverschen Straße. Robert Kulawick kümmert sich zum Beispiel momentan um sein Haus in Berlin, als vorerst letzter verabschiedete sich jetzt Khalid El-Amin nach seiner Bandscheibenoperation im Weender Krankenhaus in die USA. Ob der 37-jährige Spielmacher nochmals in Göttingen spielt, ist offen.

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