BG Göttingen nach dem Klassenerhalt: Jetzt geht’s um die Lizenz

Frank  Meinertshagen

Göttingen. Nach der Saison ist vor der nächsten Saison – das ist auch im Basketball nicht anders. Für die BG Göttingen geht’s nun weiter in der Bundesliga.

„Jetzt stehen die nächsten Schritte an“, sagt BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen.

Trainer und Sportdirektor Johan Roijakkers hat die ersten Vertragsgespräche in Angriff genommen, sagt Meinertshagen. Bislang ging das nicht, weil keiner wusste, in welcher Liga man weiter spielt. Der BG-Chef: „Zuerst werden die deutschen Positionen abgeklärt.“ Robert Kulawick, Dominik Spohr, Malte Schwarz, Mathis Mönninghoff – wer bleibt von den wichtigsten deutschen Spielern, wer geht, wer muss gehen? Alle hatten ihre Höhen und Tiefen. Jetzt muss abgewogen werden, was für den einzelnen spricht – oder gegen ihn. Mitte Mai hofft Trainer Roijakkers, den ersten deutschen Akteur für die kommende Spielzeit präsentieren zu können.

Kommende Woche auch ganz wichtig: Am 12. Mai will die Basketball-Bundesliga GmbH (BBL) die Auswertung der eingereichten Lizenzunterlagen bekanntgeben. „Wir werden wieder Auflagen bekommen“, ist sich Meinertshagen sicher. Was zum nächsten Punkt führt, der abgearbeitet werden muss: Die Jugend-Koordinatoren.

In der kommenden Saison benötigt jeder Erstligist drei statt wie bisher zwei – eine der Lizenzbedingungen. Da der befristete Vertrag von Zeljko Sustersic ausläuft, müssen die Veilchen zwei neue hauptamtliche Nachwuchstrainer beschäftigen, einen für den Mini-Bereich. Offen ist, ob Dirk Altenbeck wie bisher bleibt. „Er hat einen Vertrag“, sagt Meinertshagen. Die beiden Neuen sollen zum 1. Juli eingestellt werden.

Eine weitere Lizenzbedingung ist ab kommender Saison, eine Trainingshalle vorzuhalten. Sie wird für ca. 3,5 Millionen Euro auf dem Gelände der abgerissenen Godehardhalle gebaut. Zum Saisonstart Ende September (eine Woche früher als bisher wegen des internationalen Spielplans) wird sie nicht fertig sein. „Daraus wird man uns keinen Strick drehen“, hatte der BG-Geschäftsführer schon vor sechs Wochen mitgeteilt. Man warte weiter auf die Genehmigung des Bauantrages.

Dass die BG weiter in der 1. Liga spielt, beschleunige natürlich die Entwicklungen – ein möglicher Abstieg hätte sie verlangsamt. Was sich auch auf die Sponsoren-Gespräche bezieht. Meinertshagen: „Es gibt immer eine gewisse Fluktuation. Große Sponsoren fehlen uns leider weiter.“ So wird die BG bei ihrem Saison-Budget (2,3 Mios. Euro) weiter im letzten Viertel vorzufinden sein. Dass zum Beispiel Aufsteiger und Rückkehrer Vechta seinen bisherigen Zweitliga-Etat von gut zwei Millionen auf 2,7 Mios. erhöhen will, beunruhige ihn nicht, sagt der BG-Chef.

Darüberhinaus räumte Meinertshagen ein, dass trotz des Klassenerhalts nicht alles optimal verlaufen sei. „Wir haben Fehler gemacht, hatten zu viele Spielerwechsel, hatten aber auch Pech mit Verletzungen.“ Bei Spielerverpflichtungen habe man zu viele Kompromisse gemacht, sei vielleicht nicht zu 100 Prozent von manchem überzeugt gewesen. Der BG-Chef: „Aber mit knappem Budget wird das Risiko eben auch größer.“

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